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Daten & Fakten zum Thema Organspende

Hier erhalten Sie Hintergrundswissen rund um das Thema Organspende.

In Deutschland warten über 400 Menschen auf eine Lunge, mehr als 700 auf ein Herz und rund 1.850 auf eine Leber. Die meisten Patienten, die für eine Transplantation angemeldet sind, warten auf eine Niere. Über 8.000 Menschen stehen hierfür auf der Warteliste, beispielsweise im Jahr 2009 konnten jedoch nur 2.172 Nieren transplantiert werden. Die Wartezeit auf eine Niere beträgt im Schnitt vier bis fünf Jahre. Das liegt auch daran, dass sehr wenige Menschen überhaupt als Spender in Betracht kommen. Denn Voraussetzung hierfür ist zunächst der Hirntod und die Wahrscheinlichkeit, an einem Hirntod zu sterben, liegt bei ca. 1 Prozent.

Organe und Gewebe werden immer anonym gespendet und erhalten. So sollen gegenseitige Abhängigkeiten vermieden werden. Auf Wunsch erfahren die Angehörigen des Verstorbenen, ob die gespendeten Organe erfolgreich transplantiert werden konnten.

Die Lebendspende

Eine Lebendspende ist bei der Niere und der Leber möglich. Ein Spender kann auch mit nur einer Niere leben und bei der Leber kann ein Teil des Organs gespendet werden, da dieses Organ sehr regenerationsfähig ist. Um Organhandel zu vermeiden, ist die Lebendspende nur unter Verwandten ersten und zweiten Grades, unter Ehepartnern, Verlobten oder Menschen, die in besonderer Beziehung zueinander stehen erlaubt.

Entscheidung für die Organspende nicht im Testament festhalten

Den Willen für oder gegen eine Organspende kann man sehr unbürokratisch festhalten. Am Besten ist es natürlich, einen Organspendeausweis auszufüllen. Aber auch eine einfache Notiz auf einem Zettel ist ausreichend. Die Entscheidung im Testament zu dokumentieren ist hingegen nicht sinnvoll, da es bis zur Testamenteröffnung für die Organspende zu spät ist.

Weiterführende Informationen

Sie finden das Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben auf der Internetseite des Bundesministeriums für Justiz.
Den Beschluss "Maßnahmen zur Verbesserung der Organspende in Deutschland" der auf der 84. Gesundheitsministerkonferenz 2011 haben wir für Sie als PDF hinterlegt.

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