hkk übernimmt Kosten für neuen Tumorprognose-Test
Jährlich wird bei etwa 58.000 Frauen in Deutschland Brustkrebs diagnostiziert. Bei frühzeitiger Erkennung kann das Mammakarzinom heute in den meisten Fällen geheilt werden. Bei einem Teil der Patientinnen muss darüber hinaus durch unterstützende (adjuvante) medikamentöse Therapien wie Chemotherapie, antihormonelle und Antikörpertherapie verhindert werden, dass Metastasen entstehen.
Weil das Rückfallrisiko der einzelnen Patientin bisher nicht genau vorhergesagt werden konnte, wird bis zu 90 Prozent der Patientinnen eine Chemotherapie empfohlen. Dies ist oft nicht notwendig. Der neuartige uPA/PAI-1-Test ermöglicht nun erstmals eine zuverlässige Entscheidung, ob eine Chemotherapie sinnvoll ist oder nicht. Dies ist nur bei rund 50 Prozent der Patientinnen der Fall, bei denen die Lymphknoten nicht befallen sind. Vielen Patientinnen kann somit die belastende Chemotherapie erspart werden.
Der Test bedeutet keine zusätzliche Belastung für die Patientin, da er am Tumorgewebe durchgeführt wird, das sowieso während der Operation entnommen wurde. Aus Kostengründen wurde der Test bisher nur von einzelnen Krankenhäusern in bestimmten Fällen durchgeführt. Andere Häuser haben den Test ihren Patientinnen nur als privat zu bezahlende Leistung angeboten. Die hkk ermöglicht betroffenen Versicherten nun den Zugang zu dieser sinnvollen Leistung.

