: Krankengeld

Sie können aufgrund einer Erkrankung vorübergehend nicht Ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen? In diesem Falle bietet Ihnen die hkk finanziellen Schutz. Nach dem Ende Ihrer „Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall“ zahlt Ihnen die hkk das so genannte Krankengeld.

Ihr Anspruch auf Krankengeld

Sobald ein Arzt Ihre Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat, haben Sie von dem Tag an grundsätzlich Anspruch auf Krankengeld. In den meisten Fällen erhalten Arbeitnehmer sechs Wochen Entgeltfortzahlung, danach zahlt die hkk das Krankengeld. Sollten Sie stationär in einem Krankenhaus oder in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung behandelt werden, gilt dies vom ersten Tag des Aufenthaltes an.

Ähnliches gilt, wenn Sie Arbeitslosengeld I von der Bundesagentur für Arbeit beziehen. Auch hier zählt der Tag, an dem Ihre Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde.

Für freiwillig versicherte Selbstständige gelten gesonderte Regelungen.

So erhalten Sie Krankengeld

  • Reichen Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung jedes Mal ein, wenn Sie Ihren Arzt aufgesucht haben. Achten Sie darauf, dass Ihre Arbeitsunfähigkeit ohne Unterbrechung bescheinigt wird.
  • Dazu suchen Sie immer am folgenden Werktag nach Ende Ihrer letzten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Ihren Arzt auf.
  • Jede Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss innerhalb von sieben Tagen nach Ausstellung des Arztes bei der hkk vorliegen.
  • Während der ersten sechs Wochen Ihrer Arbeitsunfähigkeit erhalten Sie grundsätzlich Entgeltfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber. Nach fünf Wochen erhalten Sie den Antrag auf Krankengeld.
  • Sobald Sie uns den Antrag zugesandt sowie Ihr Arbeitgeber eine elektronische Meldung übermittelt haben, erhalten Sie die Bewilligung für Ihr Krankengeld.
  • Für die Zahlung des Krankengelds ist das Feststellungsdatum Ihrer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung entscheidend. Bis zu diesem Datum zahlen wir rückwirkend Ihr Krankengeld aus.
  • Übrigens: Auch Selbstständige können sich bei der hkk mit dem Anspruch auf Krankengeld versichern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wie und wann Krankengeld gezahlt wird, fasst Ihnen folgender Kurzfilm zusammen:

Nachweis der Arbeitsunfähigkeit

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss innerhalb einer Woche nach Ausstellung durch Ihren Arzt der hkk vorliegen.

Außerdem ist ein lückenloser Nachweis der Arbeitsunfähigkeit erforderlich. 

Das bedeutet: Zwischen dem durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit und der weiteren Feststellung (Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit) darf keine Lücke vorhanden sein. Sie müssen spätestens am nächsten Werktag nach dem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit Ihre weitere Arbeitsunfähigkeit ärztlich attestieren lassen. Sollte eine Lücke eintreten, so entfällt der Anspruch auf Krankengeld.

Beispiel 1:

  • Annahme: Krankmeldung durch den Arzt festgestellt am Montag, 20. April für die Zeit vom Montag, 20. April bis Mittwoch, 22. April.
  • Verlängerung durch den Arzt festgestellt am Donnerstag, 23. April für die Zeit bis zum Freitag, 24. April.
    Ergebnis: Es liegt eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit vor.
  • Verlängerung durch den Arzt festgestellt am Freitag, 24. April für die Zeit bis Montag, 27. April.
    Ergebnis: Es liegt keine durchgehende Arbeitsunfähigkeit vor.

Beispiel 2:

  • Annahme: Krankmeldung durch den Arzt festgestellt am Montag, 20. April für die Zeit vom Montag, 20. April bis Freitag, 24. April.
  • Verlängerung durch den Arzt festgestellt am Montag, 27. April für die Zeit bis zum Freitag, 01. Mai.
    Ergebnis: Es liegt eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit vor.
  • Verlängerung durch den Arzt festgestellt am Dienstag, 28. April für die Zeit bis Freitag, 01. Mai.
    Ergebnis: Es liegt keine durchgehende Arbeitsunfähigkeit vor.

Zahlungsweise von Krankengeld

Beim Krankengeld zählen nicht die Arbeitstage, sondern die Kalendertage. Hierbei wird jeder Kalendermonat mit 30 Berechnungstagen kalkuliert, unabhängig davon, ob der Kalender für den betreffenden Monat 28, 29, 30 oder 31 Tage anzeigt.

Wie viel Krankengeld gibt es?

Mit unserem Krankengeldrechner können Sie ermitteln, wie hoch das Krankengeld ist, das Ihnen ausgezahlt wird.

Arbeitnehmer

Bei Arbeitnehmern stellen wir zunächst das letzte regelmäßige Arbeitsentgelt vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit fest. Von diesem Bruttogehalt werden 70 Prozent als Krankengeld festgesetzt. Allerdings darf diese Summe 90 Prozent des letzten regelmäßigen Nettoentgelts nicht übersteigen.

Ausnahmefall Sonderzahlungen: Von den einmaligen Zahlungen, die der Arbeitnehmer in den letzten zwölf Monaten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit erhalten hat, berücksichtigen wir bei der Berechnung des Krankengeldes zusätzlich jene, von denen auch Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt wurden. Hierzu zählen Weihnachts- und Urlaubsgeld. Insgesamt darf das Krankengeld nicht höher ausfallen als das letzte regelmäßige Nettoarbeitsentgelt vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

Arbeitslose

Wenn Sie Arbeitslosengeld I beziehen, ändert sich so gut wie nichts. Denn das Krankengeld entspricht den Leistungen von der Agentur für Arbeit.

Zahlungsdauer von Krankengeld

Bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren zahlt die hkk Krankengeld. Sollte während Ihrer Arbeitsfähigkeit eine weitere Krankheit hinzukommen, verlängert dies die Leistungsdauer nicht.

Die Beitragszahlungen von Krankengeld

Für Ihre Krankenversicherung zahlen Sie während des Krankengeldbezuges grundsätzlich keine Beiträge. Als Versicherter - zum Beispiel Arbeitnehmer - entrichten Sie jedoch weiterhin Beiträge für Ihrer Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die Versichertenanteile werden vom Bruttokrankengeld abgezogen, für die "Arbeitgeberanteile" springt die hkk ein. Bei Arbeitslosen übernehmen wir diese Beträge in voller Höhe. Kinderlose zahlen allerdings einen eigenen Anteil zur Pflegeversicherung.

Beispiel: Herr Bremer (2 Kinder) ist als Angestellter in der Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung versichert. Vom errechneten Bruttokrankengeld werden die Beiträge abgezogen. Dabei werden jeweils der halbe Beitragssatz der gesetzlichen Versicherungen zugrunde gelegt: Herr Bremer bekommt ein tägliches Bruttokrankengeld von 37,50 Euro.

Davon werden 3,49 Euro (9,3 %) für die Rentenversicherung, 0,56 Euro (1,5 %) für die Arbeitslosen- und 0,48 Euro (1,275 %) für die Pflegeversicherung abgezogen. Damit bleibt Herrn Bremer ein tägliches Nettokrankengeld von 32,97 Euro.

Übrigens: Die hkk ist hierbei Dienstleister für andere Versicherungsträger. Sie leitet alle Beiträge direkt weiter.