: Die aktuellen Trendsportarten

Jedes Fitness-Training oder Sportprogramm kann irgendwann etwas einseitig werden. Damit Sport nicht Gefahr läuft, langweilig zu werden, ist es sinnvoll, gelegentlich etwas Neues auszuprobieren. Möglich wird dies dank aktueller Trendsportarten.

Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren und Schwimmen sind Dauerbrenner – genauso wie diverse Ballsportarten. Doch viele, die regelmäßig und durchaus auch intensiv etwas für ihre Fitness tun, wünschen sich Abwechslung. Schließlich kann es irgendwann etwas eintönig werden, die immer gleiche Strecke hinterm Haus entlang zu joggen – oder sich allein mit dem Laufband im Fitness-Studio zu begnügen.

Andere wiederum sind noch auf der Suche nach der Sportart, die zu ihnen passt. Denn aus individuell sehr unterschiedlichen Gründen wurden sie mit den bekannten Ausdauer- und Mannschaftssportarten nicht warm. Gut also, dass immer wieder neue Fitnesstrends und Trendsportarten aufkommen. Denn je vielfältiger das Angebot ist, desto größer ist nicht nur die mögliche Abwechslung. Desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, für sich selbst eine Sportart zu entdecken, an der man dauerhaft große Freude hat – und der „innere Schweinehund“ somit chancenlos bleibt.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Trendsportarten:

  • Hindernisläufe
    Laufwettbewerbe boomen. Egal ob Marathon, Halbmarathon oder auch kürzere Distanzen: Die Teilnehmerzahl von Laufwettkämpfen steigt kontinuierlich.
    Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Wettbewerbe zu – und auch die einzelnen Varianten werden immer vielseitiger. Der neueste Trend sind Läufe, bei denen es nicht nur darum geht, eine bestimmte Distanz zu schaffen, sondern einen speziellen Parcours mit Hindernissen zu überwinden. Mal muss man sich zwischendurch an Seilen irgendwo emporhangeln. Dann sind wiederum Kriechstrecken und sogar auch Labyrinthe zu überwinden. Und es gibt sogar Wettbewerbe, bei denen man Schlammgruben durchqueren muss. So steht bei vielen dieser Hindernisläufe eher der Spaß im Vordergrund – und weniger der Wettkampf. Bei manchen wird daher gar nicht erst die Zeit gemessen.
  • Crunning
    Die Wortschöpfung „Crunning“ vereint „Crawling“ und „Running“ – also Krabbeln bzw. Kriechen und Rennen. Beim Crunning geht es darum, eine gewisse Distanz auf allen Vieren zurück zu legen. Der Effekt: Beim schnellen Krabbeln werden nicht nur die Beine trainiert. Auch die Muskulatur der Arme und Schultern wird gefordert, so dass der Kalorienverbrauch höher ist als beim gewöhnlichen Laufen und diese Körperpartien stärker trainiert werden. Erfunden haben die Sportart die Australier. Aber Achtung: Damit es nicht zu Blessuren kommt, sollte man spezielle Handschuhe tragen – genauso wie einen Kopfschutz.
  • Meerjungfrauenschwimmen
    Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sich so elegant wie eine Meerjungfrau durchs Wasser zu bewegen? Eine neue Sportart macht das nun möglich. Wichtigstes Utensil hierfür ist – neben einem Schwimmbecken – eine spezielle Monoflosse. Diese umschließt den gesamten Unterleib – und erlaubt schwungvolle, den Fischen ähnelnde Schwimmbewegungen. Doch so elegant das Meerjungfrauenschwimmen aussieht: Es erfordert einiges an Koordination und Training im Wasser!
  • Aqua Zumba
    Werden beim konventionellen Zumba Aerobic und Tanzfiguren miteinander kombiniert, kommt beim Aqua Zumba noch das feuchte Element hinzu. Dabei werden die typischen Zumba-Choreografien mit Elementen der traditionellen Wassergymnastik kombiniert, unterlegt mit feurigen lateinamerikanischen Rhythmen. Beim Aqua Zumba kann daher schnell das Gefühl aufkommen, Teil einer Poolparty zu sein. Dennoch handelt es sich zweifellos um ein wirkungsvolles Fitness-Training. Und weil der Wasserwiderstand ganz automatisch Bewegungen abbremst und verlangsamt, ist das Tempo beim Aqua-Zumba gemächlicher als bei der konventionellen Variante. Trotzdem wird die Kondition intensiv trainiert.
  • Lyra – oder Aerial Hoop
    Nicht Hula Hoop, sondern Aerial Hoop: Bei dieser Sportart, auch Lyra genannt, steht zwar ebenfalls ein Reifen im Mittelpunkt. Der hängt jedoch von der Decke – und wird zum vielseitigen Turngerät. Dabei sind sowohl einfache Stretch-Übungen möglich, aber auch tänzerische Choreografien. Und immer wieder geht es darum, sich am Reifen nach oben zu ziehen – oder zu schwingen. Die Sportart Aerial Hoop stammt ursprünglich aus der Zirkusakrobatik und sieht ausgesprochen elegant aus – bewirkt dabei jedoch ein vielseitiges Muskel- und Koordinationstraining.
  • Immersive Fitness
    Sie wollten schon immer einmal durch eine vereiste Gletscherlandschaft joggen oder auf dem Mond radeln? Dann ist „Immersive Fitness“ möglicherweise die Lösung. Denn hierbei geht es darum, um gewöhnliche Fitness-Geräte herum eine virtuelle Welt zu erschaffen. Mittels ausgeklügelter Video-Projektionen wird genau das möglich – und gerade gleichförmiges Ausdauertraining kann so völlig neue Reize bieten.
    Mit derselben Technik ist es aber auch möglich, eine Yogastunde vom deutschen Alltagsgrau an den indischen Ozean zu verlagern – oder in die Berge Neuseelands. Hier sorgt die Technik für völlig neue Möglichkeiten, in ein gewöhnliches Sportprogramm Exotik zu zaubern.

Übrigens: Die meisten Trendsportarten bringen ungewohnte Bewegungsabläufe mit sich. Sie fordern daher die Muskulatur und die Koordination auf oftmals neuartige Weise – und können daher eine optimale Ergänzung bzw. ein guter Ausgleich zu konventionellen Trainingseinheiten sein. Ein Grund mehr, ab und zu einmal etwas Neues auszuprobieren!