: Innerer Schweinehund - jetzt standhaft bleiben

Wenn die Temperaturen fallen und die Tage kürzer werden, sinkt die Motivation, das gewohnte Sportprogramm im Freien beizubehalten. Gerade jetzt ist es daher wichtig, dem etwas entgegenzusetzen.

Regen, Wind und der erste Frost: Wer sich mit regelmäßigem Joggen oder Radfahren im Freien fit hält, findet im Herbst viele Gründe, das gewohnte Fitness-Programm zu reduzieren – oder ganz auszusetzen. Doch so verlockend es ist, dem „inneren Schweinehund“ nachzugeben: Gerade jetzt lohnt es sich, standhaft zu bleiben.

Mit ein paar Motivations-Tipps ist das auch gar nicht so schwer:

  • Winter-Fitness oder Winterpause?
    Natürlich macht Sport im Freien bei sommerlichen Temperaturen mehr Spaß als bei herbstlichem Schmuddelwetter. Allerdings sollten Sie sich bewusst machen, dass das erst der Anfang der kalten Jahreszeit ist. Und wenn Sie schon bei einem Herbststurm klein beigeben, was soll dann erst bei Schnee- und Eiseskälte passieren?Wer sich schon Ende Oktober durch die Witterungsbedingungen beeindrucken lässt und sein Sportprogramm reduziert, muss damit rechnen, dass er sich während der gesamten kalten Jahreszeit nicht mehr aufraffen kann. Und das wird wohl kaum Ihr Ziel sein! Denn wenn Sie jetzt eine lange Winterpause einlegen, werden im Frühjahr Ihre Kondition und Muskulatur auf dem Stand einer reinen Coach-Potatoe sein. Bei einem erneuten Trainings-Einstieg fangen Sie dann praktisch bei null an.
  • Geeignete Kleidung wählen
    Veränderte Witterungsbedingungen erfordern eine veränderte Ausrüstung. Investieren Sie also in wärmende und dennoch atmungsaktive Kleidung. Denn selbstverständlich sollen Sie beim Joggen oder Radfahren im Freien nicht frieren oder sich gar unterkühlen.Mit der passenden Kleidung stellen niedrigere Temperaturen kein Problem dar. Und was den Regen betrifft: Warten Sie ab, bis das Schlimmste vorbei ist. Im Sommer laufen sie schließlich auch nicht während eines Gewitters los. Außerdem gilt: Gerade der typisch herbstliche Nieselregen stört fast gar nicht, solange man in Bewegung bleibt.
  • Abhärten für die kalte Jahreszeit
    Wer jetzt standhaft bleibt, kräftigt auch sein Immunsystem. Denn die kalte Jahreszeit ist ja bekanntlich auch die Erkältungszeit. Krankheitserreger machen jetzt verstärkt die Runde – finden aber vor allem deswegen Opfer, weil die Menschen ihr Verhalten ändern und sich verstärkt in geschlossenen Räumen aufhalten: Denn weil die Menschen weniger draußen sind, fehlt der Körperabwehr das Training, so dass wir insgesamt anfälliger sind. Wenn Sie Ihr Sportprogramm gerade jetzt aufrechterhalten, können Sie dem vorbeugen.
  • Durchblutung schützt vor Frostgefühlen
    Ein ganz praktischer Nebeneffekt des Sportes ist zudem: Beim Training kommt der Kreislauf so richtig in Schwung. Die Durchblutung wird gesteigert und auch die äußeren Gliedmaße werden besser und intensiver versorgt. Dadurch gelangt auch mehr Körperwärme in die Finger und die Zehen. Wer sich bewegt, friert weniger. Und auch im Anschluss an den Sport bleibt ein wohliges Wärmegefühl erhalten – vorausgesetzt, Sie kleiden sich den Temperaturen entsprechend.
  • Belohnen Sie sich
    Eigentlich sorgt das Sportprogramm ja von sich aus schon für eine Belohnung. Denn auch bei unangenehmerem Wetter fühlt man sich nach dem Training gut. Man ist stolz darauf, den „inneren Schweinehund“ besiegt zu haben. Und gerade bei einem moderaten Programm stellt sich ein leichtes, aber angenehmes Erschöpfungsgefühl ein.Dennoch macht es Sinn, sich zu Beginn der kalten Jahreszeit für das Geleistete zusätzlich zu belohnen. Wie wäre es mit einem Entspannungsprogramm in der Badewanne oder in der Sauna? Hier können sich Körper und Seele sammeln. Aber auch gegen eine kulinarische Köstlichkeit ist nichts einzuwenden. Denn wer sich bei Regen und Kälte im Freien draußen bewegt, verbrennt ordentlich Kalorien. Da ist im Anschluss selbstverständlich Genießen erlaubt.

Es gibt also gleich mehrere gute Argumente, mit denen man den „inneren Schweinehund“ in Schach halten kann. Und je konsequenter Sie ihm entgegentreten, desto geringer sind die Chancen, dass er Sie doch überlistet – und Sie Ihr eigentlich gewohntes Fitnessprogramm reduzieren.