: Krafttraining: Muskeln gezielt trainieren

Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Walken gelten als besonders gesundheitsfördernd. Doch wer rundum fit sein will, sollte zusätzlich seine Kraft trainieren. Denn eine gut ausgebildete Muskulatur wirkt sich mehrfach positiv auf Gesundheit und Lebensqualität aus.

Längst steht in den Fitness-Studios nicht mehr das Anhäufen einer imposanten Muskelmasse im Vordergrund. Vielmehr geht es um eine gezielte Gesundheitsförderung. Denn gezieltes Kraft- und Muskeltraining fördert und unterstützt in mehrfacher Hinsicht die Gesunderhaltung des Körpers:

  • Gelenke entlasten
    Beim Krafttraining werden die Muskeln gestärkt. Starke Muskeln wiederum entlasten die Gelenke: Ist zum Beispiel die Muskulatur um das Knie schwach ausgebildet, wirkt jeder Schritt quasi ungebremst direkt auf Knochen und Gelenke. Das führt zu einem beschleunigten Verschleiß. Ist jedoch die Muskulatur kräftig, nimmt sie einen wesentlichen Teil der Belastung auf. Die Muskeln entlasten die Gelenke. Der Vorteil dabei: Muskeln können sich problemlos regenerieren. Ihnen schadet die Belastung nicht.
  • Rücken stärken
    Rückenschmerzen sind längst zu einer Volkskrankheit geworden. Der Grund dafür: Wir arbeiten meistens im Sitzen und bewegen uns zu wenig. Das führt dazu, dass unsere Rückenmuskulatur viel zu schwach ausgebildet ist. Jede Belastung wirkt daher quasi ungebremst auf die Wirbelsäule und die Bandscheiben ein. Ernsthafte Verschleißerscheinungen, aber auch Verspannungen sind die Folge. Schmerzhaft ist beides. Wissenschaftliche Studien beweisen: Eine gezielte Stärkung der Rückenmuskulatur – zum Beispiel durch Krafttraining – kann Rückenschmerzen reduzieren.
  • Osteoporose vorbeugen
    Nach wie vor denken viele, Osteoporose sei vor allem die Folge eines Kalzium-Mangels bei der Ernährung. Aktuelle Forschungen zeigen jedoch, dass eine vollwertige Ernährung allein nicht ausreicht, um Osteoporose wirkungsvoll vorzubeugen. Denn Bewegungsmangel sorgt nicht nur dafür, dass sich Muskeln zurückbilden. Dasselbe geschieht auch mit den Knochen. Das belegen Untersuchungen an Astronauten, die in der Schwerelosigkeit nur minimale Kräfte aufwenden müssen, um sich zu bewegen. Jede Form der Kraftanstrengung dient daher auch der Knochenhärtung. Und mit gezieltem Krafttraining ist es wiederum möglich, Knochenpartien, die wir im Alltag vernachlässigen, gezielt zu fördern.
  • Körperfett reduzieren
    Mit einem gezielten Muskelaufbau lässt sich nicht nur eine attraktive Figur fördern. Tatsächlich führt das Krafttraining auch zu einer nachhaltigen Fettreduktion. Denn jeder Muskel verbraucht ständig Kalorien – auch im Ruhezustand. Daher gilt: Ein Mensch mit einer gut ausgebildeten Muskulatur hat bei gleicher Ernährung allein schon aus diesem Grund in der Regel weniger mit Figurproblemen zu kämpfen als jemand mit einer schwachen Muskulatur.
  • Reserven für das Herz-Kreislauf-System schaffen
    Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Radfahren stärken Herz und Kreislauf nachhaltig. Regelmäßiges Training in diesen Sportarten erhöht die Leistungsfähigkeit und die Belastbarkeit. Aber auch Krafttraining wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Insbesondere führt es dazu, dass Belastungsreserven für Herz und Kreislauf geschaffen werden. Eine Studie von amerikanischen Sportmedizinern zeigt: Eine trainierte Muskulatur reduziert die Gefahr einer Überlastung des Herzens durch eine plötzliche und intensive Kraftanstrengung.

Generell ist es sinnvoll, ein Krafttraining immer unter Anleitung eines erfahrenen Trainers zu beginnen – zum Beispiel in einem Fitness-Studio. So gehen Sie sicher, dass Sie Ihrem Körper nicht durch Fehlbelastungen schaden, sondern Ihre Gesundheit und Fitness fördern.