: Krafttraining – auch im Sommer

Im Sommer macht Sport draußen am meisten Spaß. Und selbstverständlich ist es sinnvoll, die angenehmen Temperaturen für Bewegung im Freien zu nutzen. Doch das sollte nicht dazu führen, ein regelmäßiges Krafttraining zu vernachlässigen.

Egal ob Fußball im Stadtpark oder Lauftraining im Wald: Im Sommer verlagern Viele ihr Sportprogramm in die Natur. Fitnessstudios sind dann oftmals entsprechend weniger besucht. Solange es darum geht, sein Ausdauertraining vom Laufband an die frische Luft oder ein Bewegungsspiel von einer Halle auf eine Wiese zu verlagern, ist dagegen natürlich nichts einzuwenden. Doch oft genug führt die jahreszeitlich bedingte Abkehr vom Studio auch zu einer Vernachlässigung des regelmäßigen Krafttrainings.

Regelmäßigkeit ist entscheidend

Dabei gilt gerade für die Kräftigung der Muskulatur und des gesamten Halteapparats: Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg ist die Regelmäßigkeit. Wer das Training über mehrere Monate „schleifen“ lässt, darf sich nicht wundern, wenn er wieder quasi bei null anfangen muss. Und nur mit einem kontinuierlichen Training lässt sich die optimale vorbeugende Wirkung des Krafttrainings gegen allerlei Rücken- und Gelenkbeschwerden erzielen.

Die positiven Effekte des Krafttrainings stehen dabei außer Zweifel: Durch den Aufbau und die Kräftigung der Muskulatur, gerade auch in Körperbereichen, die wir im Alltag vernachlässigen und die so regelrecht zu verkümmern drohen, lassen sich viele Beschwerden vorbeugen oder zumindest reduzieren. So leiden insbesondere der Rücken, aber auch speziell der Nacken und die Rückenpartien darunter, dass die dafür zuständigen Muskeln bei unserem modernen Leben viel zu wenig gefordert werden. Gerade bei Menschen, die die meiste Zeit des Tages sitzend am Schreibtisch verbringen, sind diese Muskelpartien ohne spezielles Training nur minimal ausgebildet. Die Folge: Belastungen aller Art müssen überwiegend von Bandscheiben und Gelenken aufgefangen werden – und können so gut wie gar nicht durch die Muskulatur abgefedert werden. So ist es kein Wunder, dass Verschleißerscheinungen dieser Areale auf der Tagesordnung stehen.

Vorteil für Gesundheit und Figur

Doch nicht nur der vorbeugende Effekt gegen ernsthafte Gesundheitsbeschwerden spricht für ein regelmäßiges Krafttraining: Durch den Aufbau der Muskulatur wird auch der Körper insgesamt straffer. Das unterstützt nicht nur die Gelenke, sondern auch die Figur! Krafttraining hilft effektiv dabei, Fettpölsterchen in die Schranken zu weisen. In gewissem Maße verdrängt die Muskulatur sogar das Fettgewebe.

Generell lassen sich viele Übungen zur Kräftigung der Muskulatur auch zu Hause ausführen. In Frage kommen dazu diverse Gymnastikübungen oder auch spezielle Fitnessprogramme wie funktionales Training oder Pilates. Auch bestimmte Yoga-Übungen sind nichts anderes als ein gezieltes Krafttraining. Der Vorteil hierbei ist, dass man diese Übungen ohne großen Aufwand ausführen kann. Allerdings gibt es auch einen Nachteil: Um bestimmte Muskelpartien zu fördern, muss man diese ganz gezielt ansprechen. Dazu ist es notwendig, die jeweiligen Übungen exakt auszuführen. Schon leichte Abweichungen können dazu führen, dass der Effekt verpufft. Im Extremfall sind sogar Fehlbelastungen möglich.

Vorteil des Fitnessstudios

Gerade für Anfänger ist der regelmäßige Besuch im Fitnessstudio daher oft die bessere Wahl. Denn bei den dort zum Einsatz kommenden Geräten werden die gewünschten Muskelpartien ganz gezielt angesprochen. Und wenn ein Trainer ein Auge darauf hat, ob auch alles richtig eingestellt ist, sind unerwünschte Nebeneffekte praktisch ausgeschlossen. Und auch wenn sich bei einigen Menschen nach wie vor bestimmte Vorurteile halten: Ein Krafttraining im Studio hat heute nichts mehr mit dem Stemmen von Gewichten in der "Muckibude" zu tun, wie sie noch vor einigen Jahrzehnten typisch war. Die Studios sind heute mit sehr speziellen, hochentwickelten Geräten ausgestattet, die ein präzises Training der Muskelgruppen erlauben, die im Alltag sonst unterfordert sind.

Hinzu kommt: Unter Profis hat sich längst herum gesprochen, dass gerade beim Krafttraining gilt: Viel hilft hier nicht viel. Ideal sind Trainingseinheiten mit einer Zeitdauer von etwa 15 bis maximal 30 Minuten. Hierbei geht es auch nicht darum, seine Kraft unter Beweis zu stellen, also die Geräte auf möglichst schwer einzustellen. Vielmehr lautet das Ziel, die Muskulatur schonend zu kräftigen. Und das funktioniert am besten, wenn man zwei bis drei Mal die Woche trainiert – gerade auch im Sommer.