: Drei gute Gründe für einen langen Neujahrsspaziergang


An trüben Wintertagen, an denen sich kaum die Sonne zeigt, lockt uns nicht allzu viel ins Freie. Doch gerade dann lohnt sich ein ausgiebiger Spaziergang – und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. 

Heiligabend, Weihnachten, Silvester – die Festtage bringen Stimmung in die dunkle und kalte Jahreszeit. Einen besonders großen Teil der Feiertage verbringen wir jedoch in geschlossenen Räumen. Denn gerade die kurzen Tage rund um die Wintersonnenwende laden nicht unbedingt dazu ein, sich länger im Freien aufzuhalten: Die Sonne geht nicht nur sehr früh schon wieder unter, sie steigt auch kaum über den Horizont – und kann so keine Kraft entwickeln. Zudem ist sie gerade zu dieser Jahreszeit oft genug von Wolken verdeckt. Trübes, regnerisches und somit nasskaltes Wetter ist typisch für die Feiertage.

Es lohnt sich jedoch, sich davon nicht beeindrucken zu lassen – und trotz, oder gerade wegen, unangenehmer Witterungsbedingungen, den Weg ins Freie zu suchen, zum Beispiel bei einem ausgiebigen Spaziergang.

Training des Immunsystems

Egal ob die besinnliche Weihnachtsfeier unter dem Christbaum oder der ausgelassene Tanz ins neue Jahr: Nach den typischen Festtagsaktivitäten in geschlossenen Räumen ist das Bedürfnis nach frischer Luft groß. Und gerade bei einem ausgiebigen Spaziergang gelangt reichlich Sauerstoff über die Lungen in unsere Blutbahnen. Dabei wird auch das Immunsystem, das sich ja gerade im Winter mit diversen Krankheitserregern konfrontiert sieht, aktiviert: Die unterschiedlichen Temperaturreize bei der Bewegung draußen bringen den Kreislauf in Schwung – und sorgen für ein Training der Körperabwehr.

Ausgleich für die Psyche

Sowohl Heiligabend als auch Silvester verbringen wir typischerweise in geselliger Runde. Das ist in der Regel sehr erfüllend – kann aber durchaus auch anstrengend sein. Schließlich muss man sich in kurzer Zeit auf viele unterschiedliche Persönlichkeiten einstellen. Nicht ohne Grund kommt es gerade über die Feiertage immer wieder zu Streitigkeiten. Und selbst wenn es ganz harmonisch verläuft:

Im Feiertagstrubel finden sich meist nur wenige Momente, in denen man sich auf sich selbst besinnen und zur Ruhe kommen kann. Genau das ist jedoch bei einem ausgiebigen Spaziergang gut möglich. Die gemächliche und dabei gleichförmige Bewegung hilft, die Gedanken zu ordnen – oder ganz zwanglos schweifen zu lassen. Und mit dem Tapetenwechsel stellt sich ganz automatisch eine gewisse Distanz zu Begegnungen – und möglicherweise auch Konflikten – der vergangenen Tage ein.

Kalorienabbau inklusive

Selbstverständlich trägt auch jeder Spaziergang zum Kalorienabbau bei. Und das ist gerade nach den Feiertagen sinnvoll, bei denen ja üblicherweise diverse süße Leckereien und herzhafte Köstlichkeiten auf den Tisch kommen. Damit die darin enthaltenen Kalorien sich nicht in Form von Fettpolstern am eigenen Körper festsetzen, ist es erstrebenswert, sie direkt im Anschluss wieder zu verbrennen. Dazu sind auch eher gemächliche Spaziergänge ein probates Mittel – unter der Voraussetzung, dass sie ausgiebig sind. Denn beim Kampf gegen Fettpölsterchen kommt es nicht unbedingt auf die Intensität der Bewegung an, sondern auf die Ausdauer.

Die Erklärung: Zu Beginn jedes Bewegungsprogramms greift unser Körper zunächst auf kurzfristig verfügbare Energie zurück, also zum Beispiel die Kalorien, die wir mit der unmittelbar zurückliegenden Mahlzeit zu uns genommen haben. Die „fester“ sitzenden Energiereserven mobilisiert er erst nach einer gewissen Zeitspanne.

Es versteht sich von selbst, dass man für solch einen längeren Winter-Spaziergang die passende Kleidung wählt – und nicht gerade beim größten Unwetter losmarschiert. Denn wenn der Körper ins Frieren kommt, besteht bekanntlich Erkältungsgefahr.

Ein trüber Himmel und etwas Nieselregen sollten jedoch niemanden davon abhalten. Und wer weiß? Vielleicht fällt ja noch rechtzeitig etwas Schnee – und die Sonne kommt heraus. Denn zweifellos wäre ein Spaziergang durch eine verschneite Winterwelt auch eine optische Wohltat!