: Ausdauersport für jedermann: Nordic Walking

Kalorien verbrauchen, ohne dass man die Bewegung als ermattend empfindet? Das Kreuz kräftigen, obwohl man nur durch die Natur schlendert? Viele Gründe sprechen für Nordic Walking – insbesondere wenn man länger nicht sportlich aktiv war.

Endlich mehr Bewegung! Wer sich das vorgenommen hat, stößt oft genug auf unerwartete innere Widerstände. Vor allem beim Joggen kann das passieren: Man läuft zu schnell, überfordert sich dabei, so dass man nach kurzer Zeit erschöpft und ermattet aufgibt. Das sorgt für Frust und reduziert die Wahrscheinlichkeit dafür, schon bald einen weiteren Versuch zu starten.

Gerade Menschen, die länger nicht sportlich aktiv waren, sind daher in der Regel mit einer anderen Lauf-Variante besser bedient: dem so genannten Walken. Dabei bewegt man sich zwar auch schnell, aber nicht so schnell, dass man von der Geh- in die Jogging-Bewegung wechseln muss: Die Ferse wird vollständig abgerollt, so dass man jederzeit mit einem der beiden Füße Bodenkontakt hat.

Gut fürs Herz: ideales Cardio-Training

Dennoch kommt auch beim Walking der Kreislauf in Schwung – und genau so wie bei jeder anderen Ausdauersportart sinkt die Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck, Diabetes und Herzerkrankungen. US-Wissenschaftler vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien konnten sogar nachweisen: Walken ist in dieser Hinsicht genauso effektiv wie Joggen – wenn gleichviel Kalorien verbrannt werden.

Für den selben Gesundheitseffekt müssen Walker dazu jedoch eine längere Strecke zurücklegen als Jogger. Denn beim Walken ist der Kalorienverbrauch niedriger als beim Joggen. Doch gerade für Sport-Neulinge und Wiedereinsteiger ist das alles andere als ein Nachteil: Denn wegen des geringeren Energiebedarfs sind plötzliche Erschöpfungszustände weitaus unwahrscheinlicher. Beim schnellen Gehen kommt es insbesondere in der Anfangsphase viel seltener zu Frustrationserlebnissen als beim Dauerlauf.