: Schwimmen: So macht Prävention Spaß

Bewegung im Wasser vermittelt Leichtigkeit. Schließlich gleiten wir förmlich durch das nasse Element und spüren unser Körpergewicht kaum. Doch Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern kräftigt den Körper auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Wasser hat eine magische Anziehungskraft auf uns Menschen:

Schon Babys lieben es, in der Badewanne zu plantschen. Haben die Kinder dann einige Jahre später schwimmen gelernt, bekommt man sie oft kaum ohne Protest wieder aus dem Wasser heraus. Und selbst im Jugendalter bleibt die Liebe zum nassen Element erhalten. Wer könnte sich nicht an ausgelassene Sommertage im Freibad, am Badesee oder gar am Meer erinnern?

Auch viele Erwachsene gehen eigentlich sehr gerne schwimmen – tun es aber aus verschiedenen Gründen eher selten. Schließlich ist es oft nicht so einfach, den Abstecher ins Schwimmbad in den Alltag zu integrieren. Der Weg ist meist weiter als bis zur nächsten Jogging-Strecke.

Dabei würde es sich gleich mehrfach lohnen, häufiger ins kühle Nass zu springen.

Wichtigsten Fakten

Schwimmen ist aus unterschiedlichsten Gründen eine optimale Präventions-Sportart:

  • Stärkung der gesamten Muskulatur
    Beim Schwimmen ist der ganze Körper gefragt, so dass unterschiedlichste Muskelgruppen trainiert werden: Beine, Rücken, Bauch und Arme.

  • Verspannungen lösen sich
    Im Alltag bewegen wir die Arme und den Kopf meist viel zu wenig und zu einseitig. Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich sind daher keine Seltenheit. Doch wer sich ins Wasser begibt, muss gerade auch die Arme bewegen. Der Bewegungsablauf lockert die Rückenmuskulatur. Wer regelmäßig schwimmt, tut somit auch etwas für sein Kreuz!

  • Gelenke werden geschont
    Das Wasser trägt das Gewicht des Körpers – und nicht die Fuß-, Knie- und Hüftgelenke wie etwa beim Joggen. Beim Schwimmen kommt es somit nur zu einer minimalen zusätzlichen Belastung der Gelenke. Ideal für Menschen mit Übergewicht oder ersten Verschleißerscheinungen in den Gelenken.

  • Effektiver Kalorienverbrauch
    Um uns im Wasser fortbewegen zu können, müssen wir gegen einen deutlich größeren Widerstand arbeiten als an der Luft. Der Körper muss also mehr Energie aufbringen, so dass der Kalorienverbrauch beim Schwimmen größer ist als etwa beim Laufen oder Rad fahren. Regelmäßiges Schwimmen ist somit ideal, um gegen Fettpölsterchen anzugehen.

  • Intensives Herz-Kreislauf-Training
    Beim Schwimmen kommt innerhalb kürzester Zeit der gesamte Kreislauf in Schwung. Gleichzeitig wirkt der Aufenthalt im angenehm temperierten Wasser – wie bei einer Kneipp-Kur – in gewisser Weise blutdrucksenkend. Außerdem kommt es beim gemächlichen Schwimmen nicht zu plötzlichen Belastungsspitzen. Diese Art von Training ist ideal für den Herzmuskel. Wer regelmäßig schwimmen geht, kräftigt dieses Organ!

Es gibt also mehr als genug Gründe, sich regelmäßig ins Wasser zu begeben. Einen optimalen Effekt erzielen Sie, wenn Sie zweimal pro Woche schwimmen gehen. Aber auch wenn es Ihr Terminkalender nicht hergibt: Jeder einzelne Besuch im Schwimmbad ist eine Wohltat für Ihren Körper und Ihre Seele.

Kein falscher Ehrgeiz

Doch gerade beim Schwimmen ist es wichtig, es ruhig angehen zu lassen und sich nicht zu überfordern. Wer länger nicht geschwommen ist, sollte sich daher nur gemächlich steigern. Ziehen Sie am Anfang die Bahnen langsam und machen Sie öfters Pausen. Legen Sie jeglichen sportlichen Ehrgeiz erst einmal zur Seite. Denn gerade bei untrainierten Schwimmern kommt es recht schnell zu Erschöpfungen. Das äußert sich nicht nur in Form von Atemlosigkeit etc., sondern im kühlen Nass insbesondere durch unvermittelt auftretende Krämpfe.

Seien Sie gerade auch bei Naturgewässern vorsichtig. Strömungen kann man leicht unterschätzen. Zudem ist die Wassertemperatur in Badeseen und im Meer häufig deutlich niedriger als im beheizten Schwimmbad, wodurch der Energieverlust des Körpers deutlich erhöht ist und es noch schneller zu einer Erschöpfung kommen kann. Warten Sie zudem immer zwei Stunden nach einer Mahlzeit ab, bevor Sie sich ins Wasser begeben. Andernfalls können Sie nicht optimal atmen und auch der Bewegungsrhythmus ist eingeschränkt.

Vorteil durch Technik

Welchen Schwimmstil Sie bevorzugen, ist egal. Allerdings macht es Sinn, auf die Technik zu achten. Denn wer sie optimal ausführt, tut sich leichter und läuft weniger Gefahr, Wasser zu schlucken. Am Leichtesten ist das Rückenschwimmen. Beim Brustschwimmen wiederum nehmen viele eine Fehlhaltung ein: Sie halten den Kopf kontinuierlich über Wasser. Doch dadurch kann sich die Nackenmuskulatur verspannen. Besser ist es, den Kopf unter Wasser zu halten und nur kurz zum Einatmen über die Oberfläche zu heben. Wenn Sie sich daran stören, dass dabei Wasser in Ihre Augen gelangt: Eine Schwimmbrille schafft Abhilfe.

Ganz gleich wie, wo und wie häufig Sie schwimmen: Der Aufenthalt im Wasser darf und soll auch Spaß machen. Ziehen sie also nicht nur Ihre Bahnen, sondern tun sie auch das, was Ihnen früher schon Spaß gemacht hat. Lassen Sie sich einfach mal im Wasser treiben – und wer hat eigentlich gesagt, dass Sprungturm und Wasserrutsche vor allem für Kinder und Jugendliche da sind?