: Schutz vor Pollenflug

So sehr wir den Frühling herbeisehnen: Für Heuschnupfengeplagte beginnt dann eine unangenehme Jahreszeit. Doch es gibt Möglichkeiten, die Belastung zu reduzieren und den Pollen – zumindest teilweise – aus dem Weg zu gehen.

Kaum scheint die Sonne mit voller Kraft, beginnt auch der Pollenflug. Frühblüher wie Erle und Hasel verstreuen ihren Blütenstaub – je nach Frühlingsfortschritt – schon seit Februar oder März. Im April folgen dann unter anderem Ahorn, Birke und Esche. Und Gräser, Getreide, aber auch Raps blühen den ganzen Sommer durch. Doch wer eine Pollenallergie – wie es wissenschaftlich korrekt heißt – hat, der muss nicht befürchten, die gesamte Freiluftsaison unter einer Schnupfnase oder brennenden Augen zu leiden. Denn in den meisten Fällen reagieren Pollenallergiker nur auf einige bestimmte Pflanzensamen– und nicht auf die gesamte Bandbreite der Pollen.

Pollenflugvorhersage beachten

Hinzu kommt: Auch das Wetter spielt eine große Rolle: Regen, Trockenheit, Sonnenschein und natürlich auch der Wind entscheiden darüber, wann die Pollen wo anzutreffen sind. Pollenflugkalender, die inzwischen in jede Internet-Wetterseite integriert sind, liefern eine Vorhersage, wann wo mit welcher Belastung zu rechnen ist. Mit etwas Vorausplanung kann man also den extremsten Belastungen aus dem Weg gehen.

Urlaub nach der Blütezeit richten

Ähnliches gilt für den Urlaub: Wer beispielsweise sehr allergisch auf Weizen, Hafer oder Roggen ist, der sollte die Sommerreise hierzulande in den August verlegen. Denn dann sind die Getreidesorten in aller Regel verblüht. Die Belastung ist dann weitaus geringer als zuvor. Entsprechende Jahresübersichten der jeweiligen Blütezeit gibt es ebenfalls auf den Wetterseiten im Internet.

Hierbei ist natürlich zu beachten, dass die Angaben sich auf Deutschland bzw. Mitteleuropa beziehen. In nördlicher bzw. südlicher gelegenen Ländern, aber auch in Gebirgslagen, treten die Blütezeiten zeitversetzt auf. Wer im Hochsommer ans Mittlemeer fährt, kann damit rechnen, dass schon längst alles verblüht ist. Ganz anders jedoch in Skandinavien oder im Hochgebirge: Dort können Gräser auch noch bis weit in den August hinein blühen.

Schutzmaßnahmen für die eigenen vier Wände

Selbstverständlich kann man den Pollen nicht immer und zu jeder Zeit aus dem Weg gehen. Umso wichtiger ist es daher, dass man die eigene Wohnung möglichst pollenfrei hält. Das gilt insbesondere für das Schlafzimmer, damit die Nachtruhe möglichst ungestört bleibt. Die wichtigste Regel hierfür lautet: Waschen Sie sich abends die Haare und legen Sie die Kleidung außerhalb des Schlafzimmers ab. Wenn Sie dann noch über Nacht das Fenster geschlossen halten, können Sie die Pollenbelastung merklich einschränken.

Selbstverständlich müssen Sie gelegentlich lüften. Und hierbei gilt: In den großen Städten ist die Pollenbelastung am frühen Morgen am geringsten – auf dem Land jedoch abends. Je nachdem, wo Sie wohnen, heißt es daher: Lüften Sie vor oder nach dem Schlafen – und saugen Sie Staub nach dem Lüften.

Pollenfilter für Staubsauger und Auto

Der Staubsauger sollte dazu allerdings einen Pollenfilter bzw. Feinstaubfilter haben. Denn ohne solch einen Filter pustet das Gerät einen erheblichen Teil der Pollen, die auf dem Boden liegen, wieder in die Luft. Die meisten Geräte lassen sich einfach und für einen vergleichsweise geringen Betrag nachrüsten. Möglichst glatte Oberflächen in den eigenen vier Wänden machen es zudem leichter, Pollen mit einem feuchten Tuch zu neutralisieren.

Im Auto wiederum sind Lüftungs- bzw. Klimaanlagen standardmäßig mit Pollenfiltern ausgestattet. Im Straßenverkehr sind Sie vor allergischen Anfällen somit weitgehend geschützt – unter der Voraussetzung, dass Sie die Fenster geschlossen halten.

Sport ist meist trotzdem erlaubt

Auf Sport und sonstige Freizeitaktivitäten im Freien müssen Sie im Übrigen in den meisten Fällen trotz Allergie nicht komplett verzichten. Wie bereits erwähnt, ist der Pollenflug auch im Tagesverlauf sehr unterschiedlich. Auf dem Land ist er abends deutlich geringer, in den Städten wiederum morgens. Verlegen Sie also diese Aktivitäten in den jeweiligen Zeitraum.

Und selbstverständlich gilt: Nach einem Regenguss ist die Luft klar. Dann können Sie beherzt ins Freie gehen!