: Sonnenallergie

Den Begriff „Sonnenallergie“ mit typischen Erscheinungen wie Juckreiz, Bläschen, Quaddeln oder auch entzündliche Knötchen kennt wohl jeder. Dahinter verbirgt sich jedoch ein Krankheitsbild, das verschiedene Auslöser haben kann.

Die genaue Kenntnis, um welche Art der Reaktion durch die Sonne es sich handelt, ist wichtig, um vorbeugende Maßnahmen ergreifen zu können. Neben Sonnenallergien ist der Sonnenbrand durch einen nicht ausreichenden Sonnenschutz ein großes Gesundheitsrisiko.

Informationen, welcher Sonnenschutz für welches Alter geeignet ist, finden Sie auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter: www.kindergesundheit-info.de 

Ebenfalls empfehlenswert ist die Informationsbroschüre: „Die Sonne genießen mit dem richtigen Schutz“ www.sonnenschutz-sonnenklar.de

Polymorphe Lichtdermatose (PMD)

PMD ist die häufigste Form der „Sonnenallergie“.  Juckreiz und Bläschen treten dort auf, wo die Sonne auf die Haut scheint. Verantwortlich für diese Reaktion ist die ultraviolette Strahlung (UVA-Strahlung). Durch sie entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen, die sogenannten „Radikale“. In der Haut gibt es Schutzmechanismen, die diese Radikale abbauen. Bei Menschen, die unter PMD leiden, versagen diese Schutzmechanismen und es kommt zu einer Immunreaktion. Schutz vor PMD bieten Sonnencreme mit UVA-Schutz oder auch Sonnenschutzmittel mit zusätzlichen Antioxidantien. Bitte beachten Sie, dass auch Inhaltsstoffe der Sonnenschutzmittel Allergien auslösen oder verstärken können.

Phototoxische Reaktionen

Betroffen von dieser Reaktion sind meist Kindergarten- und Schulkinder. Häufigster Auslöser dafür ist der Riesen-Bärenklau, ein Gewächs, das zur Giftpflanze des Jahres 2008 gewählt wurde. Bloße Berührungen in Kombination mit Sonnenlicht können bei empfindlichen Menschen zu Rötungen, Hautentzündungen und Reizungen führen. Nach einem Kontakt mit der Pflanze kann es hilfreich sein, einen schattigen Ort aufzusuchen und die betroffenen Stellen mit Wasser und Seife zu reinigen.  Ihre Kinder sollten den Bärenklau unbedingt meiden.

Photoallergische Reaktionen

Die Einnahme von einigen Arzneimitteln kann in Verbindung mit Sonnenbestrahlung eine allergische Reaktion auslösen. Die Symptome werden entweder durch die Wirkstoffe selbst hervorgerufen oder durch die Abbauprodukte, die der Körper unter dem Einfluss des Medikaments produziert. Bei Arzneimitteln daher bitte stets aufmerksam den Beipackzettel lesen.

Mallorca-Akne

Etwa 5 Prozent der „Sonnenallergien“ entfallen auf die Mallorca-Akne. Die durch das ultraviolette Licht gebildeten Radikale reagieren mit fetthaltigen Inhaltsstoffen aus den Sonnenschutzmitteln, Körperpflegeprodukten oder dem körpereigenen Talg. Dies bewirkt eine Entzündung in den Haarfollikeln, an deren unterem Ende das Haar in der Haarwurzel gebildet wird. Diese Reaktion tritt besonders im Dekolleté-Bereich auf. Betroffen sind vor allem junge Menschen mit einer Neigung zu fettiger Haut. Zur Vorbeugung hilft Sonnengel mit UVA-Schutz.