: Anti-Stress: Fünf Lebensmittel für starke Nerven

Unsere Ernährung hat Einfluss darauf, wie gut wir mit Stress umgehen können. Wussten Sie schon, dass Nerven auf bestimmte Nährstoffe angewiesen sind? Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Lebensmitteln, die unserem Körper dabei helfen, Stress schneller hinter uns zu lassen. 

Stehen wir unter Strom und fühlen wir uns gestresst, schüttet der Körper bestimmte Hormone aus. Diese bewirken unter anderem, dass sich die Muskeln anspannen und im Organismus Energiereserven aktiviert werden. Der Körper bereitet sich dabei auf einen Kampf oder eine Flucht vor. Doch leider nutzt uns diese archaische Reaktion in der modernen Welt meist eher wenig. Schließlich sind es heutzutage nicht mehr plötzlich aus dem Unterholz auftauchende wilde Tiere oder feindlich gesinnte Stämme, die für Stress sorgen.

Stress entsteht heutzutage insbesondere durch Hektik am Arbeitsplatz und die Herausforderung, sowohl der Familie als auch dem Beruf gerecht zu werden. Eine Flucht oder ein Kampf schaffen da keine Abhilfe. Die Folge: Der Stress bleibt über einen längeren Zeitraum bestehen. Gleiches gilt für die Stresshormone, unter anderem das Cortisol, das unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Cortisol sorgt dafür, dass der Aldosteronspiegel steigt. Und diese Substanz bewirkt, dass die Nieren verstärkt den wichtigen Mineralstoff Kalium ausscheiden. Auch Magnesium geht bei einem erhöhten Aldosteronspiegel verstärkt verloren.

Dauerstress kann daher zu einem Kalium- und Magnesiummangel führen. Darunter leidet der gesamte Organismus. Wer unter Stress steht, der sollte daher auf eine mineralstoffreiche Ernährung achten. Das ist unter anderem möglich mit ganz gewöhnlicher Alltagskost: Kohl und Bananen!

Kohl für mehr Kalium und Nüsse als Nervennahrung

Egal ob rot, weiß oder grün, ob spitz, rund oder in anderen Varianten: Die unterschiedlichen Kohlvarianten zählen zu den besonders mineralstoffreichen Gemüsesorten. Vor allem beim Kaliumgehalt belegen sie Plätze im Spitzenfeld. Das gilt insbesondere für Blumenkohl und Brokkoli. Übrigens: Anders als bei den Vitaminen hat das Erhitzen keinen Einfluss auf den Mineralstoffgehalt. Kohlgerichte, die über einen längeren Zeitraum gekocht werden, sind in punkto Bekämpfung von Stressfolgen genauso effektiv wie Rohkost.

Darüber hinaus sind unsere Nerven – genau so, wie unsere Gehirnzellen – auf weitere Substanzen angewiesen, um optimal arbeiten zu können. Dazu zählen insbesondere Omega-3-Fettsäuren. Die stecken vor allem in hochwertigen Pflanzenölen (Leinöl, Walnussöl, Rapsöl), bestimmten Fischsorten und Nüssen.

Fetter Fisch für starke Nerven

Auch Fische sind für ihren hohen Omega-3-Gehalt bekannt. Aber Fisch ist nicht gleich Fisch. Besonders wertvoll sind Fischsorten mit einem von Natur aus hohen Fettgehalt: Lachs, Hering, Makrele, Sardinen oder Sardellen. Im Gegensatz dazu enthält der magere Thunfisch nicht einmal halb so viel Omega-3 wie der atlantische Lachs.

Eier: mehr PS fürs Gehirn

Unter den speziellen, besonders hochwertigen Fetten ragt eine Substanz hervor: das Phosphatidylserin, kurz PS. Dieses Fett sorgt dafür, dass die Membranen der Nervenzellen einwandfrei funktionieren. Das ist insbesondere wichtig für die schnelle und fehlerfreie Weitergabe von Informationen zwischen den Nervenzellen – ein Prozess, der sich ständig im Gehirn abspielt. Ein Mangel an PS kann zu einer stockenden Informationsverarbeitung führen – und damit zu Einbußen bei der Lern- und Gedächtnisleistung sowie dem Erinnerungsvermögen. 

Eine Unterversorgung mit dem Fett ist heutzutage gar nicht so unwahrscheinlich. Es ist vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten – allen voran in Innereien, die kaum noch jemand essen möchte. Aber auch im Eigelb steckt eine gute Portion der wertvollen Substanz. Das gelegentliche Frühstücksei zählt somit ebenfalls zu den geeigneten Anti-Stress-Lebensmitteln.