: Munter in den Tag

Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne immer später aufgeht, fällt es schwer, sich morgens aus dem Bett herauszuschälen. Doch mit ein paar einfachen Tricks lässt sich die typische Winter-Schläfrigkeit am frühen Morgen vertreiben.

Wer kennt das nicht? Klingelt der Wecker und ist es draußen aber noch düster, fällt das Aufstehen schwer. Haben sich dann noch trübe Wolken vor den Himmel geschoben, so dass es auch nach dem Sonnenaufgang nicht richtig hell werden will, kommt man einfach nicht „in die Gänge“. Während der dunklen Jahreshälfte fühlen wir uns häufig schlapp – unabhängig davon, ob wir am Abend zuvor früh zu Bett gegangen sind oder nicht.

Müdigkeit aktiv entgegenwirken

Gerade im Herbst und im Winter hält sich die morgendliche Müdigkeit oft hartnäckig – zumindest dann, wenn man ihr nicht aktiv entgegenwirkt. Und das ist gar nicht so schwer. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, munter in den Tag zu starten:

Wechselduschen für Frische am Morgen

Die morgendliche Dusche dient nicht nur der Reinigung. Sie hilft auch, müde Geister munter zu machen. Wer jedoch nur warmes Wasser im Körpertemperaturbereich über sich fließen lässt, darf sich nicht wundern, wenn der Muntermacher-Effekt nicht sonderlich ausgeprägt ist.

Wechselnde Temperaturreize hingegen bringen den Kreislauf in Schwung – und vertreiben Müdigkeit sehr effektiv. Dazu ist es auch gar nicht notwendig, in Sekundenschnelle die Duschtemperatur von wohlig warm auf eiskalt umzustellen. Es genügt vollauf, die Temperatur gemächlich zu wechseln, also von lauwarm über kühl zu erfrischend kalt. Achten Sie dabei immer darauf, zuerst die Beine und Arme dem veränderten Temperaturreiz auszusetzen – und nie zuerst den Rumpf bzw. Oberkörper. Das schont nicht nur Herz und Kreislauf, es fühlt sich auch angenehmer an.

Licht an – Schlafhormon aus

Während der dunklen Jahreszeit herrscht Lichtmangel. Und da es zwischen der Lichtwahrnehmung einerseits und der Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin durch unseren Körper andererseits einen direkten Zusammenhang gibt, lässt sich Müdigkeit auch mit Hilfe von Licht bekämpfen. Denn Licht hemmt die Produktion des Melatonins. Zwar ist das kräftige Licht der Sonne für diesen Effekt ideal. Als Alternative kommen aber auch kräftige künstliche Lichtquellen in Frage – idealerweise so genannte Vollspektrum-Lampen.

In jedem Fall gilt: Wer das Frühstück bei Dämmerlicht einnimmt, darf sich nicht wundern, wenn sich die Müdigkeit hält. Schalten Sie morgens nach dem Aufstehen also vorübergehend das Licht in voller Stärke ein.

Frühsport und der Tag kann kommen

Auch Bewegung kann uns munter machen. Denn auch hierbei kommt der Kreislauf in Schwung – und der Körper schaltet von „Ruhephase“ auf „Aktivität“ um. Allerdings macht es hierbei keinen Sinn, sich zu verausgaben. Denn dann werden wir erst recht schlapp.

Übertreiben Sie es also nicht, sondern entscheiden Sie sich vielmehr für ein leichtes Sportprogramm. Belassen Sie es also bei einer lockeren Laufrunde oder einigen nicht allzu anstrengenden Gymnastik-Übungen. So wird es Ihnen auch leichter fallen, diesen Frühsport regelmäßig in Ihren Tagesablauf zu integrieren.

Meditation – in der Ruhe liegt die Kraft

Einen erstaunlichen Effekt kann auch das konzentrierte Nichtstun haben: die Meditation. Setzen Sie sich nach dem Aufstehen ganz bewusst in den Lotussitz – und denken Sie an möglichst nichts. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Atmung, damit es mit dem Nichtdenken klappt!

Meditation beruhigt den Geist und schärft die Konzentration. Und Menschen, die regelmäßig meditieren, berichten, dass sie sich dadurch wacher fühlen und es ihnen leichter fällt, einen klaren Gedanken zu fassen.

Richtig Frühstücken: vollwertig und leicht zugleich

Wie gut wir in den Tag starten, hängt nicht zuletzt auch vom Frühstück ab. Und da versteht es sich eigentlich von selbst, dass eine vitamin- und nährstoffreiche Kost den Organismus weitaus besser in Fahrt bringt als ein zu schweres und fettes Frühstück – oder auch ein zu knappes.

Greifen Sie also zu Vollkornbrot – das sättigt lange und anhaltend. Sparen Sie nicht an Obst und Gemüse. Gerne darf es auch ein Smoothie oder ein frisch gepresster Orangensaft sein, schließlich braucht Ihr Körper Vitamine. Auch Joghurt und Quark sind für eine hochwertige Ernährung willkommen.

Jede einzelne dieser Maßnahmen hat einen aufmunternden Effekt. Wenn Sie mehrere davon jedoch regelmäßig miteinander kombinieren, werden Sie schnell feststellen: Die einzelnen Maßnahmen verstärken sich gegenseitig – und die typische Winter-Schläfrigkeit am frühen Morgen hat keine Chance mehr.