: 6 Tipps für den optimalen Saunagang

Bei nasskaltem Wetter tut ein Saunagang einfach gut. Doch das „Schwitzbad“ steigert nicht nur das Wohlbefinden. Wer „richtig“ sauniert, kräftigt auch den Organismus. Erfahren Sie, was Sie für einen optimalen Saunagang beachten sollten.

Sauna – ein Plus für die Gesundheit

Der Aufenthalt in der trockenen und heißen Luft hat vielfältige Effekte auf den menschlichen Körper. Zunächst erwärmt sich die Hautoberfläche – und zwar ganz erheblich, nämlich um etwa drei bis zehn Grad Celsius. Dadurch erweitern sich die Blutgefäße. Die Muskeln entspannen sich, so dass sich Verspannungen lösen und die Atmung tiefer wird. Beim Saunieren erhöht sich die Atem- und Herzfrequenz zudem deutlich – in etwa so, wie beim zügigen Gehen.

Künstliches Fieber kräftigt Körperabwehr

Nach und nach erreicht die Hitze auch das Körperinnere. Dadurch steigt die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad an – ein Effekt wie beim Fieber. Krankheitserreger werden abgetötet, das Immunsystem aktiviert. Der Saunabesuch kräftigt so die Körperabwehr.

Das Schwitzen und der damit verbundene Flüssigkeitsverlust beschleunigen wiederum die Stoffwechselprozesse im Körper. Es heißt, dass so genannte Schlackenstoffe ausgeschwemmt werden. Dafür gibt es zwar bislang keinen stichhaltigen wissenschaftlichen Beweis. In jedem Fall steht aber fest: Das Schwitzen und das anschließende Duschen führen zu einer gründlichen und dabei schonenden Reinigung. Die oberste Hornschicht der Haut quillt auf. Abgestorbene Hautzellen lockern sich und können leicht abgespült werden.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, aus dem Saunabesuch das Optimale für Ihre Gesundheit herauszuholen.

  • Nur gesund in die Sauna
    Wer sich krank fühlt, sollte nicht in die Sauna gehen. In keinem Fall ist die Sauna der richtige Ort, um eine kräftige Erkältung „auszuschwitzen“. Denn ist eine Infektion erst einmal ausgebrochen, beansprucht sie den Körper in jedem Fall schon erheblich. Die zusätzliche Belastung durch die heiße Umgebung kann dann schnell zu einer Überlastung des Kreislaufs führen. Die Sauna kräftigt die Körperabwehr immer nur ganz allgemein und ist daher nur zur Vorbeugung geeignet. Menschen, die generell unter Herz-Kreislauf-Problemen leiden, sollten sich vorab mit ihrem Arzt beraten.
  • Auf Pause nach dem Sport achten
    Aus einem ähnlichen Grund dürfen Sie auch nicht unmittelbar nach einem anstrengenden Sportprogramm in die Sauna gehen. Sport bringt den Kreislauf in Schwung, was gut ist, in Kombination mit dem Saunieren jedoch schon mal zu viel sein kann. Machen Sie also nach dem Sport eine längere Pause, bevor Sie in die Sauna gehen. In keinem Fall dürfen Sie in abgehetztem Zustand das Schwitzbad betreten.
  • Jede Anstrengung vermeiden
    Eigentlich versteht es sich von selbst: In der Sauna-Hitze sollte man sich möglichst wenig bewegen. Schließlich hat der Organismus jetzt genug damit zu tun, mit der heißen Umgebung klar zu kommen. Vermeiden Sie daher nicht nur körperliche Anstrengungen, sondern auch hitzige Gespräche.
  • Nicht sofort kalt duschen
    Viele Sauna-Gänger machen immer wieder den Fehler, sich unmittelbar nach Verlassen der heißen Kabine unter eine kalte Dusche zu stellen. Dabei ist es viel besser und schonender für den Kreislauf, zunächst für ein paar Minuten ein kühles Luftbad zu nehmen. Warten Sie also ein wenig mit der Dusche und wenn Sie duschen, achten Sie darauf, zunächst nur Arme und Beine mit Wasser zu bespritzen und erst danach den gesamten Körper. Dabei gilt: Die Wassertemperatur muss nicht eiskalt sein, kühl sollte sie jedoch schon sein, damit es zu einer Abkühlung kommt. Es macht keinen Sinn, nach der heißen Sauna auch noch heiß zu duschen!
  • Kein Duschgel, keine Seife
    Beim Duschen nach der Sauna gilt: Verwenden Sie weder Duschgel, noch Seife, sondern spülen Sie sich ausschließlich mit bloßem Wasser ab. Denn der
    austretende Schweiß stärkt den wertvollen Säureschutzmantel der Haut. Es wäre Verschwendung, ihn mit Reinigungsmitteln gleich wieder abzuwaschen. Benutzen Sie also die Seife lieber vor dem Saunagang. Das ist allein schon aus hygienischen Gründen sinnvoll.
  • Kein Nachschwitzen, kein Sport danach
    Entspannen Sie sich nach dem Saunabesuch! Sie haben für den Augenblick genug für Körper und Kreislauf getan. Der Organismus muss jetzt erst einmal wieder „herunterfahren“. Vermeiden Sie daher für die nächsten ein bis zwei Stunden jedes weitere Schwitzen – und damit auch jeden Sport.

Außerdem gilt...

In der Sauna kann man nicht abnehmen! Zwar werden Sie feststellen, dass Sie vor dem Gang in die Sauna mehr auf die Waage bringen als unmittelbar danach.

Der Gewichtsverlust ist jedoch ausschließlich auf das starke Schwitzen zurückzuführen. Sie haben nur Wasser verloren. Und das wird und muss der Körper bei nächster Gelegenheit wieder anreichern. Trinken Sie also nach dem Saunagang reichlich. Ideal sind Wasser und verdünnte Fruchtsäfte. Vermeiden Sie zuckerhaltige und damit kalorienreiche Getränke. Alkohol ist – genauso wie unmittelbar nach dem Sport – tabu.