: Sommer, Sonne, Durst: Die besten Durstlöscher

Gerade im Sommer verliert der menschliche Körper eine Menge Flüssigkeit durch Schwitzen. Zwei bis maximal drei Liter sollte man deshalb täglich trinken, um den Verlust auszugleichen. Schwitzen ist ein natürlicher Mechanismus des Körpers, um für Abkühlung zu sorgen und eine Überhitzung zu verhindern. Dabei verliert der Organismus jedoch Wasser. Welche Getränke sind am besten dafür geeignet, das wieder auszugleichen? Lesen Sie hier, welche Getränke als Durstlöscher ideal sind und welche Sie lieber meiden sollten.

Wasser: der ideale Durstlöscher

Generell gilt: Wer seinen Durst ohne Zucker und Zusatzstoffe löschen will, für den ist Wasser das ideale Getränk. Es gibt unzählige Arten von Wasser – Quellwasser, Leitungswasser, Mineralwasser (mehr Mineralien als Leitungswasser), die stille oder medium Variante. Mit Wasser können Sie nichts verkehrt machen, es ist der Durstlöscher Nummer eins und versorgt den Körper mit Mineralstoffen, die er beim Schwitzen verliert. Darüber hinaus hat Wasser keine Kalorien. Auch spielt es keine Rolle, ob man zu abgefülltem Wasser oder gewöhnlichem Trinkwasser greift. Beides wird in Deutschland streng kontrolliert. Wer in Flaschen abgefülltes Wasser trinkt, sollte jedoch wissen: Nur die Bezeichnung Mineralwasser garantiert die Herkunft aus einer besonderen Quelle. Beim so genannten Tafelwasser handelt es sich um nichts anderes als gewöhnliches Trinkwasser, das in Flaschen abgefüllt und – je nach Sorte – mit Kohlensäure versetzt wurde.

Ist Ihnen Wasser auf Dauer zu langweilig, können Sie es mit frischer Minze, einem Schuss Zitrone oder Orange aufpeppen und ihm eine fruchtige Note verleihen. Auch ein wenig Sirup aus Rhabarber, Holunderblüten oder Beerenfrüchten verwandelt Mineral- oder Leitungswasser in ein leckeres Getränk.

Zwar ist es verlockend, eisgekühltes Wasser zu trinken, allerdings sollten Sie darauf achten, nicht zu kalte Getränke zu sich zu nehmen. Eisgekühlte Getränke löschen den Durst nur kurzfristig und können Magenbeschwerden hervorrufen. Als Faustregel gilt, dass Getränke nicht zu heiß und nicht zu kalt sein sollten. Sehr heiße Getränke verstärken das Schwitzen und bringen den Körper auf Hochtouren. Sehr kalte Getränke hingegen geben dem Körper das Signal, mehr Wärme erzeugen zu müssen und können den Kreislauf belasten. Daher nicht zu viel Eis in Getränken verwenden, um den Körper nicht zu stark herunterzukühlen.

Tee: Lecker und abwechslungsreich

Der Vorteil am Tee als Durstlöscher: Es gibt unzählige Geschmacksrichtungen, so dass keine Langeweile aufkommen kann. Ein Tee aus frischer Minze empfiehlt sich insbesondere im Sommer, da Pfefferminze den Körper von Innen abkühlt.

Vorsicht ist bei schwarzem und grünem Tee geboten, da sie aufgrund ihres höheren Koffeingehalts nicht unbedingt als Durstlöscher geeignet sind. Eine Tasse Grün- oder Schwarztee enthält zwischen 20 und 50 Milligramm Koffein. Zum Vergleich: eine Tasse Kaffee kommt auf circa 80 mg. Koffein führt zur Erweiterung der Blutgefäße und verstärkt somit den Effekt der Hitze.

Im Trend: Smoothies

Hierbei handelt es sich um dickflüssig püriertes Obst oder Gemüse – ein Smoothie ist daher eher eine Mahlzeit als ein Getränk. Allerdings wächst die Beliebtheit von Smoothies weiterhin und auch bei hohen Temperaturen werden sie gerne gereicht. Der Gehalt an natürlichem Zucker ist speziell bei Frucht-Smoothies vergleichbar hoch - wie bei den Fruchtsäften. Wenn Sie Smoothies im Supermarkt kaufen, können diesen auch Aroma- und Zusatzstoffe beigemischt sein. Achten Sie auf das 5-Tag-Logo, dann können Sie sich sicher sein, dass diese Smoothies mindestens zur Hälfte aus Mark, Püree oder stückigen Bestandteilen bestehen. Sie dürfen keinen zusätzlichen Zucker, keine Zusatzstoffe und keine isolierten Nährstoffe enthalten und nicht durch Wasserentzug konzentriert sein. Fazit: Smoothies sind keine Durstlöscher, können aber ein gesunder Snack für Zwischendurch sein.

Fruchtig und süß: Fruchtsaftgetränke

Fruchtsaftgetränke sind eigentlich nur stark verdünnter Saft, auch wenn der Name etwas anderes verspricht. Die Fruchtsaftverordnung der Bundesregierung sieht vor, dass ein Fruchtsaftgetränk – je nach Obstsorte – mindestens 6 bis 40 Prozent gepressten Saft enthalten muss (Äpfel, Birnen und Trauben 40 Prozent; Zitrusfrüchte 6 Prozent). Der Rest darf aus Wasser, Zucker und weiteren Lebensmittelzusatzstoffen bestehen. Schauen Sie also unbedingt auf die Inhaltsstoffe und nehmen Sie im Zweifel lieber Abstand von Fruchtsaftgetränken.

Ein fünftel Zucker: Fruchtnektar

Hier greift ebenfalls die Fruchtsaftverordnung. Auch wenn die Regeln strenger sind als bei Fruchtsaftgetränken, kann immerhin ein Fünftel der Nektare aus Zucker bestehen. Denn je nach Obstsorte muss ein Fruchtnektar nur mindestens 25 bis 50 Prozent echten Saft enthalten. Das führt dazu, dass Fruchtnektare beim Zuckergehalt ganz oben stehen: bis zu 16 Stück Würfelzucker pro Glas!  Fruchtnektare sind also keine optimalen Durstlöscher und obendrein sehr kalorienreich.

100% Fruchtsaft

100 Prozent Fruchtsaft – das klingt erstmal positiv. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, denn der Fruchtsaft darf während der Produktion zum so genannten Fruchtsaftkonzentrat eingedickt werden. Das Konzentrat wiederum wird um die gleiche Menge Wasser verdünnt und darf sich dann hundertprozentiger Fruchtsaft nennen und als solcher verkauft werden. Für Fruchtsäfte mit einem langen Transportweg ist das durchaus sinnvoll, da das Konzentrat sich leichter lagern und transportieren lässt. Für den Verbraucher gilt, dass Fruchtsäfte, ob aus Konzentrat oder nicht, sehr viel Fruchtzucker enthalten. Und sollte es einen schlechten Sommer gegeben haben und die Früchte sehr sauer sein, ist es den Herstellern gestattet, bis zu 15 Gramm Zucker pro Liter unterzumischen – ohne Hinweis auf der Verpackung. Umgerechnet bedeutet das, dass die Fruchtsäfte pro Glas umgerechnet 7 - 10 Stück Würfelzucker enthalten können.

Ohne Konzentrat: Der Direktsaft

Der Direktsaft darf nicht aus Konzentrat stammen, sondern wird direkt aus der Saftpresse für den Handel abgefüllt. Beim Zuckergehalt gibt es keinen Unterschied. Wichtig zu wissen: Der Begriff Direktsaft ist nicht geschützt, sondern nur eine Handelsbezeichnung.

Zucker und Aromen: Limonaden, Eistee, Schorle etc.

Wer es gerne spritzig und süß mag, greift zu Limonaden, Eistee oder zur Schorle. Sie löschen den Durst allerdings nur kurzfristig, da auch in diesen Produkten viel Zucker enthalten ist. Grundsätzlich unterliegen sie keinen speziellen gesetzlichen Vorschriften, daher sind ihnen oft viele Aroma- und Zusatzstoffe beigemischt. Pro Glas Limonade sind zum Beispiel 6 - 10 Zuckerwürfel enthalten, beim Eistee 6 – 8 und bei einer Apfelschorle 4 – 5. Und gerade bei handelsüblichen, fertig gemixten Fruchtsaftschorlen, Eistees und Limonaden findet man auf dem Etikett oft genug die Angabe „Aroma“. Wer das vermeiden möchte, wird selbst aktiv: eine Schorle zum Beispiel können Sie ganz einfach aus einem Teil Saft und drei oder vier Teilen Wasser selbst mixen.

Kontrolliert ökologisch: Bio-Getränke

Bei Bio-Getränken können Sie sich schon mal sicher sein, dass diese Produkte aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen. Allerdings gibt das Bio-Logo keine Auskunft über den Zuckergehalt.  Eine bekannte Bio-Limonade zum Beispiel enthält pro 0,2-Liter-Glas etwa 3 Stück Zucker. Vor bestimmten Aromastoffen schützt das sechseckige Bio-Siegel „nach EG-Öko-Verordnung“.

Grundsätzlich ist es daher sinnvoll, sich auch einmal das Kleingedruckte in der Zutatenliste der Erfrischungsgetränke anzuschauen. Aroma- und Zusatzstoffe müssen auf jeden Fall genannt werden. Und Zucker verbirgt sich häufig hinter den Bezeichnungen Glukose, Fruktose, Sirup oder einfach Kohlenhydrate.

Keine Durstlöscher: Cola, Energydrinks & Co.

Gesüßte Getränke wie Cola, Fanta, Energydrinks sind wahre Kalorienbomben. In einem Glas Cola von 0,2 Litern sind etwa 8 bis 9 Stück Würfelzucker enthalten. Durstlöscher sind sie keine, im besten Fall kann man diese Getränke als Nascherei betrachten. Und wenn auch noch Koffein beigemischt ist, wie bei fast allen Energydrinks und Cola-Getränken, wird dem Körper eher Flüssigkeit entzogen statt zugeführt. Wer also nicht auf die süßen Limonaden verzichten möchte, sollte nebenbei auch noch Wasser trinken, um den Flüssigkeitsverlust aufzufangen. Das Gleiche gilt für alkoholhaltige Getränke wie Bier, Wein und Schnaps – Alkohol entwässert den Körper und es gehen wertvolle Elektrolyte verloren. Sie sind auch nicht als Durstlöscher geeignet.