: Familie: Bewegungsspiele für draußen

Viele gewöhnen sich im Winter an den Aufenthalt in geschlossenen Räumen, so dass  die dunkle Jahreszeit Kinder und Jugendliche quasi in Stubenhocker verwandeln kann. Umso wichtiger ist es daher, im Frühjahr für Action im Freien zu sorgen.

Der nasskalte Winter hat gezwungenermaßen das Spielverhalten der Kinder nach drinnen verlagert. Und so manche Tochter oder so mancher Sohn hat dabei den Aufenthalt im Haus lieb gewonnen – möglicherweise vor der Playstation, dem Fernseher, dem Tablet. Gerade der Frühling ist daher der richtige Zeitpunkt, um Impulse für das Spielen draußen zu geben.

Doch während sich kleinere Kinder meist noch mit einem gewöhnlichen Spielplatz-Besuch locken lassen, kann es mit zunehmendem Alter schwieriger werden, den Nachwuchs für ein Freizeitprogramm zu motivieren. Mit den folgenden Spielideen können Sie aber für Action im Freien sorgen, die auch bei älteren Kindern und Jugendlichen in der Regel gut ankommt.

Der Klassiker: die Schnitzeljagd

Dieses Spiel ist auch bei älteren Kindern durchaus beliebt. Das Grundprinzip ist einfach: Es werden zwei Gruppen gebildet. Die erste geht voraus und legt zahlreiche Fährten. Diese werden mit Pfeilen aus Kreide oder auch Stöcken auf dem Weg markiert. Die zweite Gruppe folgt mit Zeitabstand und muss die erste aufspüren. Die Schnitzeljagd lässt sich im Schwierigkeitsgrad vielfach variieren, abhängig vom Gelände, der Anzahl der gelegten falschen Fährten und der anvisierten Streckendauer.

Beliebte Variante: Am Zielpunkt einen Schatz verstecken, beispielsweise eine Kiste mit Süßigkeiten. Die erste Gruppe versteckt sich in der Nähe des Zieles und beobachtet die zweite bei ihren Bemühungen.

Das Riesenmikado

Hierbei handelt es sich um eine Outdoor-Variante des beliebten Klassikers aus der Spielesammlung. Schon die Vorbereitung dürfte bei den meisten Kindern für gute Laune sorgen. Denn es geht darum, möglichst gleich lange Äste bzw. Stöcke zu sammeln, je gerader, desto besser. Die werden dann von Seitenästen und Verzweigungen befreit. Hat man eine ausreichende Anzahl von Ästen gesammelt, werden diese aufeinandergeschichtet.

Ziel ist es, aus dem Haufen so viele Äste wie möglich herauszunehmen, ohne dass sich die anderen bewegen.

Das Natur-Memory

Hierfür braucht man eine gerade Anzahl größerer Blätter. Gut geeignet sind größere Blätter des Sauerampfers, der quasi wie Unkraut auf feuchten Böden wächst. Außerdem benötigt man für das Spiel eine Reihe paarweise vorhandener Gegenstände. Das können zwei gleichartige Stöckchen, Blüten, Eicheln, Zapfen etc. sein. Während die anderen wegschauen oder sich die Augen zu halten, verteilt einer nun die Gegenstände und deckt sie mit den Blättern ab. Die anderen müssen nun die Pärchen finden – so wie beim „richtigen“ Memory auch.

Die Wald-und-Wiesen-Rallye

Rallyes bieten neben viel Bewegung vor allem eines: Abwechslung. Im Prinzip läuft eine Rallye nach folgendem Muster ab: Man durchläuft einen Parcours mit verschiedenen Stationen, an denen jeweils eine Aufgabe zu erfüllen ist. Und was liegt bei schönem Wetter näher, als diesen Parcours quer durch Wald und Wiesen führen zu lassen?

Folgende Stationen bieten sich im Freien an: Tannenzapfenwerfen – eine Variante des Weitwurfs, nur eben mit natürlichem Material. Als Alternative bietet sich zudem ein Zielwurf an, z.B. auf einen Baumstamm. Auf einer (trockenen) Wiese kann dann ein Purzelbaumrennen folgen etc. Im Prinzip lassen sich so alle möglichen unterschiedlichen Spiele miteinander kombinieren. Auch Stationen mit Rätsel- oder Denksportaufgaben sind möglich.

Tipp: Es ist gar nicht notwendig, alle Stationen gleichzeitig zu besetzen. Vielmehr reicht es aus, gemeinsam mit den Kindern bzw. Jugendlichen von einer Station zur nächsten zu wandern.

Bäumchen wechsle Dich!

Dieses Fangspiel braucht als natürliche Kulisse eine ausreichend große Anzahl an Bäumen – und etwas Freifläche. Das Prinzip ist einfach: Alle, bis auf den Fänger, stehen an einem Baum und können dort nicht gefangen werden. Der Fänger ruft nun „Bäumchen wechsle Dich!“. Dann müssen alle ihren sicheren Baum verlassen und sich einen neuen suchen. Wer jetzt dabei erwischt wird, wird zum Fänger. Die Schwierigkeit lässt sich erhöhen, indem an jedem Baum nur maximal eine Person stehen darf.

Diese Spiele eignen sich nicht nur für Kindergeburtstage oder Feiern in der Natur. Sie lassen sich auch hervorragend mit einem Familienausflug ins Grüne verbinden. Und gerade bei Heranwachsenden in der Pubertät gilt: Einem solchen Familienprogramm kann man ganz neue Attraktivität verleihen, wenn sich befreundete Eltern zusammentun oder der ein oder andere Schulfreund mitkommen darf.