: Tablets & Co.: schick, modern – unergonomisch

Laptops, Tablets und Smartphones sind zum Inbegriff der modernen Arbeitswelt geworden. Doch so praktisch es ist, mit den kompakten Geräten unterwegs arbeiten zu können, Ihre dauerhafte Nutzung hat gesundheitliche Nachteile.

Im Café schnell noch ein paar Mails mit dem Smartphone beantworten. In der Bahn das Tablet oder den Laptop anwerfen, um vor einem Termin ein paar Dokumente durchzugehen... Die Arbeitswelt ist - zumindest teilweise - längst so mobil geworden wie die modernen Geräte. Und die Möglichkeit, nicht nur im Büro, sondern auch unterwegs, im Lieblingscafé und sogar im Garten oder am Strand berufliche Aufgaben erledigen zu können, bedeutet für viele Menschen ein Plus an Lebensqualität.

Kein Ersatz für stationäre PC-Arbeit

Doch so praktisch es sein kann - Smartphones, Tablets & Co. können den herkömmlichen Arbeitsplatz mit Desktop-PC nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen.

Unstrittig ist, dass ein PC-Arbeitsplatz möglichst ergonomisch gestaltet sein sollte. Das bedeutet unter anderem: Der Stuhl sollte so eingestellt sein, dass die Knie mindestens einen Winkel von 90 Grad beschreiben. Der Tisch hat dann die optimale Höhe, wenn Hände und Unterarme flach aufliegen. Der Bildschirm wiederum sollte so positioniert sein, dass der Blickwinkel leicht nach unten gerichtet ist - ideal sind 20 bis 50 Grad. Und der Mindestabstand zwischen Monitor und Augen beträgt bei kleineren Bildschirmen 50 Zentimeter. Zudem gilt: Der gesamte Arbeitsplatz sollte möglichst parallel zur Fensterfront ausgerichtet sein. Nur so lassen sich störende Lichtreflexe durch das Tageslicht weitgehend vermeiden.

Ergonomie: plötzlich unwichtig?

Es ist offensichtlich, dass diese - und weitere - Ergonomieregeln bei der Handhabung der mobilen Geräte meist überhaupt keine Beachtung finden. Der Mindestabstand zwischen Monitor und Auge wird unbewusst schnell unterschritten, weil die Schrift auf den kompakten Bildschirmen eben auf Dauer doch recht klein ist. Die Sitzposition lässt sich unterwegs nur sehr eingeschränkt dem Lichteinfall anpassen. Und Caféstühle und Sitzgelegenheiten in öffentlichen Verkehrsmitteln sind für entspanntes Sitzen optimiert - nicht jedoch für langes konzentriertes Arbeiten.

Es ist daher kein Wunder, dass es bei der Benutzung der mobilen Geräte sehr viel schneller zu Fehlhaltungen kommen kann als an einem Arbeitsplatz, der ergonomischen Kriterien entspricht. Rücken- und Nackenmuskeln werden früher schlapp, genauso wie die Augen.

Dauerhaft unnatürliche Haltung...

Hinzu kommt: Damit der Blickwinkel einigermaßen angenehm ist, muss man Smartphone und Tablet zwangsläufig leicht angeschrägt in der Hand halten. Dadurch müssen Hände, Arme und Schultern eine sehr unnatürliche Haltung einnehmen. Geschieht das über einen längeren Zeitraum, sind Verspannungen vorprogrammiert.

... und Überhitzung der Blutgefäße

Auch die Wärme, die die Geräte abgeben, kann zu einem Problem werden. Das gilt insbesondere für leistungsstarke Laptops, wenn man sie direkt auf dem Schoß positioniert. Denn die Geräte geben reichlich Infrarotstrahlung ab, die die Haut durchdringt und quasi direkt in das Gewebe einwirkt. Hält die Wärmeeinwirkung über einen längeren Zeitraum an, droht ein so genanntes Erythema ab igne (EAI) - ein netzartiger rotbrauner, aber schmerzloser Ausschlag auf den Oberschenkeln. Mit der Zeit kann es zu einer starken, beständigen Pigmentierung kommen. Das Gewebe leidet.

Diese Probleme können Sie jedoch leicht vermeiden, indem Sie:

  • Laptops möglichst gar nicht, und wenn doch, dann nur kurz, auf den Schoß nehmen. Da nicht immer ein Tisch vorhanden ist, helfen so genannte Laptop-Kissen weiter. Diese schützen dank besserer Unterlüftung nicht nur Ihre Oberschenkel, sondern auch das Gerät selbst vor Überhitzung.
  • Tablets nicht als Ersatz für einen "richtigen" Computer begreifen, sondern nur als praktische Ergänzung für Präsentationen und Meetings verwenden.
  • Ihr Smartphone nicht zur E-Mail-Zentrale machen, sondern nur in dringenden und wichtigen Fällen sofort von unterwegs antworten.

Gerade für Smartphones und Laptops gilt: So praktisch sie für die schnelle Kommunikation sind - für das ausführliche und wohlüberlegte Formulieren längerer Texte und E-Mails ist ein herkömmlicher Laptop oder stationärer PC mit Tastatur und Maus deutlich überlegen. Beschränken Sie sich daher beim Umgang mit den mobilen Geräten möglichst auf das Wesentliche und wirklich Wichtige.

Darüber hinaus sollten Sie bedenken: Wer ständig erreichbar ist, kann sich kaum erholen. Es macht daher Sinn, die Geräte nach Feierabend und am Wochenende auch mal ausgeschaltet zu lassen.

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