Wer länger schläft, lebt auch länger?

Wie gut und wie lange wir schlafen, hat einen großen Einfluss auf unseren Alterungsprozess. Wer ausreichend, etwa 7 Stunden, schläft, beeinflusst die Lebenserwartung positiv und verringert das Risiko, an Krebs zu erkranken. Lesen soll beim Einschlafen helfen, Medienkonsum (TV, Smartphone) und Blaulicht hingegen haben den Ruf, Schlafräuber zu sein. Dem gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

Wie viel Schlaf ist gesund?

Aktuellen Erkenntnissen zufolge liegt die optimale Schlafdauer bei sieben bis acht Stunden pro Nacht. Doch knapp ein Drittel der Menschen in Deutschland kommen nur auf sechs Stunden, und etwa neun Prozent schlafen im Durchschnitt sogar noch weniger pro Nacht. Das ist das Ergebnis einer Ländervergleichsstudie des staatlich unabhängigen Forschungsinstituts RAND.

Kann dieser Schlafmangel negative Folgen für Gesundheit, Produktivität und auch die Lebensdauer haben? Ja, lautet die Erkenntnis der Forscher. Wer dauerhaft nur fünf bis sechs Stunden schläft, erhöht sein Risiko frühzeitig zu sterben um etwa 13 Prozent. Aber nur eine Stunde Schlaf pro Nacht mehr vermindert dieses Risiko wieder auf rund neun Prozent. Schlaf spielt also eine wichtige Rolle, wenn es um unsere Gesundheit geht.

Ein dauerhafter Schlafmangel hat viele Auswirkungen. Die Konzentration verschlechtert sich und die Reaktionszeit wird sich verlangsamen, was sich zum Beispiel bei Verkehrsunfällen zeigt, die häufig passieren, weil Verkehrsteilnehmer übermüdet sind. Aber zu wenig Schlaf führt auch zu psychischen und körperlichen Veränderungen, wie etwa Stress, einem geschwächten Immunsystem oder auch Übergewicht.

Woher kommen Probleme beim Einschlafen?

Heutzutage fällt es vielen Menschen schwer, einzuschlafen. Ein Grund dafür kann unser Medienkonsum sein: Wir schauen dauernd auf Bildschirme, sei es der Fernseher, das Handy oder das Tablet. Noch schnell die Social Media Kanäle checken, eine Serie zu Ende schauen – wir kommen immer schlechter zur Ruhe. Dass digitale Geräte auch mit ins Schlafzimmer genommen werden, ist längst Normalität.

Tageslicht sowie das Licht von Bildschirmen mit LED-(Hintergrund-)Beleuchtung haben einen hohen Anteil an Blaulicht, was die Ausschüttung von Melatonin reduzieren und die des Stresshormons Kortisol fördern kann. Nicht selten ist das der Grund, dass die Müdigkeit ausbleibt.

Wer nicht auf den abendlichen Blick auf den Bildschirm verzichten mag, kann sich mit Blaulichtfiltern helfen, die zum Beispiel bei vielen Smartphones vorinstalliert sind und mit denen der Blauanteil des Displaylichts herausgefiltert werden kann. Das funktioniert mit entsprechenden Programmen auch auf Computern und Laptops sowie Tablets.

Das besonders unter jungen Leuten weit verbreitete Nutzen der digitalen Medien verschiebt den Schlafrhythmus immer weiter. Wer stundenlang durchs Internet surft und durch Videos scrollt, verliert das Bewusstsein für die eigene körperliche Verfassung. Abgelenkt durch die Arbeit oder das Spielen am Bildschirm vergisst man schnell, Pausen zu machen, etwas zu essen oder sogar zu schlafen. Wenn man seine Müdigkeit aber immer weiter verschiebt und irgendwann übergeht, fällt es einem hinterher schwer, sich zu entspannen und einzuschlafen.

Darüber hinaus ist die Versuchung groß, wenn man nicht Einschlafen kann, nachts aufwacht oder vor dem Aufstehen, das Smartphone zu nehmen und schonmal Mails zu checken oder durch Social Media zu scrollen. Die Angst, etwas verpassen zu können, aufwühlende Nachrichten und Diskussionen in den verschiedenen Foren verhindern das Abschalten. Die nötigen Ruhepausen werden nicht eingehalten und es stellt sich keine gesunde Routine ein.

Auswirkungen von Schlafmangel auf die Haut

Wer einen gesunden Schlafrhythmus hat und regelmäßig mehr als sieben Stunden schläft, ermöglicht seiner Haut die Steigerung der Produktion von wichtigen Molekülen wie Kollagen und Elastin. Wer hingegen zu wenig oder keinen erholsamen Schlaf bekommt, dem kann man das meist im Gesicht ansehen: Augenringe oder Schwellungen der Augenpartie, ein fahler Teint und Falten, beziehungsweise der Verlust der Spannkraft der Haut, sind die Folgen.

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