: Gut schlafen trotz Sommerhitze

„Endlich Sommer!“ denken sich die meisten, wenn das Thermometer so richtig nach oben klettert. Doch wenn sich die Hitze vom Tag auch in der Nacht hält, kann das für Schlafprobleme sorgen. Ein paar einfache Tricks schaffen dann Abhilfe.

Wohl die wenigsten Deutschen verfügen über ein klimatisiertes Schlafzimmer – oder können bei Bedarf das Schlafgemach in einen kühlen Keller verlegen. Doch wenn sich die hochsommerlichen Temperaturen auch noch in den Abendstunden oder gar über Nacht halten, wälzt sich so mancher im Bett und tut sich schwer, Schlaf zu finden.

Doch ein Traumsommer muss nicht zwangsläufig zu Alptraumnächten führen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen ist auch bei regelrecht tropischen Temperaturen eine geruhsame Nachtruhe möglich:

Abkühlung am Abend – aber nicht zu kalt!

Nach einem heißen Tag suchen viele Erfrischung unter einer kalten Dusche. Und selbstverständlich tut es gut, den Schweiß vom Tage abzuspülen. Doch kaltes Wasser macht munter – und regt den Kreislauf an. Wer sich unmittelbar vor dem Zubettgehen unter eine kalte Dusche stellt, darf sich also nicht wundern, wenn er nicht einschlafen kann! Besser ist es daher, lauwarm zu duschen, also im Temperaturbereich von 30 bis 35 Grad. Die Temperatur des Wassers liegt dann immer noch unter unserer Körpertemperatur – ist aber nicht zu kalt, um unsere Müdigkeit wieder zu vertreiben.

Laken statt Decke

Im Textil- und Möbelhandel gibt es Decken für allerlei Jahreszeiten und Bedürfnisse, darunter spezielle Winter-, Übergangs- und Sommerdecken. Doch bei regelrecht tropischen Nächten mit Temperaturen weit über 20 Grad sind selbst die explizit als Sommerdecken beworbenen Textilien zu warm. Tauschen Sie also die Decke gegen ein Baumwolllaken. Als ideal für hochsommerliche Temperaturen haben sich Satin-Stoffe erwiesen. Diese fühlen sich angenehm auf der Haut an und haben einen kühlenden Effekt.

Komplett unbedeckt sollten Sie jedoch nicht schlafen. Denn zum einen sorgt das Stück Stoff über uns für Behaglichkeit – und erleichtert auch so das Einschlafen. Zum anderen erhöht sich unbedeckt das Risiko für eine Erkältung oder einen steifen Nacken, vor allem wenn Sie infolge eines offenen Fensters Zugluft ausgesetzt sind.

Durchzug vermeiden – nicht nur wegen des Erkältungsrisikos!

Bei großer Hitze schlafen wir gerne mit offenem Fenster. Denn der Luftdurchzug verbessert das Raumklima. Doch hierbei sollten Sie es nach Möglichkeit vermeiden, sich direkt dem Durchzug auszusetzen. Zum einen besteht bei Zugluft immer ein Erkältungsrisiko. Zum anderen beeinflusst die Zugluft unsere Schlafqualität. Denn der Körper reagiert unbewusst auf den Luftdurchzug und wir schlafen weniger tief. Das geht auf Kosten der Erholung.

Möglichst wenig Alkohol und Tabak

Viele halten Alkohol für eine effektive Schlafhilfe. Doch das ist nicht korrekt. Zwar stimmt es, dass Alkohol müde macht und wir nach einem Gläschen schneller in den Schlummerzustand wechseln. Allerdings stört Alkohol den Schlafrhythmus – und beeinträchtigt insbesondere die Tiefschlafphasen. Ein Schlaf im alkoholisierten Zustand ist daher weitaus weniger erholsam.

Nikotin wiederum wirkt anregend und verengt die Blutgefäße. Die Substanz macht somit eher wach als schläfrig. Außerdem behindert die Verengung der Blutgefäße den Wärmehaushalt: Der Körper kann die Wärme schlechter abgeben.

Viel trinken – aber nicht vor dem Schlafengehen

Selbstverständlich müssen wir an besonders heißen Tagen besonders viel trinken, mindestens drei Liter täglich! Doch es ist nicht ratsam, dies unmittelbar vor dem Zubettgehen zu erledigen. Denn der Harndrang in der Nacht bringt uns zwangsläufig um die Nachtruhe. Trinken Sie also tagsüber reichlich – und nicht erst am Abend.

Tagsüber die Hitze aussperren

Die Menschen in Südeuropa machen es uns vor: Sie ziehen in ihren Wohnungen tagsüber die Rollläden herunter und halten die Fenster geschlossen. So kann die größte Hitze des Tages nicht ins Schlafzimmer gelangen. Öffnen Sie die Fenster erst nach Einbruch der Dunkelheit.

Pyjama ins Gefrierfach?

Manche Menschen schwören darauf, ihren Pyjama tagsüber ins Gefrierfach zu legen, um dann abends in ein angenehm kühles Stück Stoff zu schlüpfen. Wer sich damit wohl fühlt, mag das gerne tun. Allerdings handelt es sich nur um einen sehr kurzfristigen Effekt. Der leichte Stoff nimmt schnell die Umgebungstemperatur an.

Grundsätzlich ist es jedoch sinnvoll, auch im Hochsommer nicht komplett auf den Pyjama zu verzichten. Denn der Stoff auf unserer Haut nimmt die Flüssigkeit des Schweißes auf – und hilft, diese zu verteilen.