: Die Haut vor Austrocknung schützen

Gerade im Herbst wird es wieder wichtig, die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Neben der richtigen Pflege hat auch die Art und Weise der Körperreinigung erheblichen Einfluss darauf, ob und wie stark die Haut an Feuchtigkeit verliert.

Wenn die Haut austrocknet, beginnt sie zu spannen oder auch zu jucken. Im Gesicht wirkt die Haut dann häufig müde und fahl. Aber auch Rötungen sind möglich - und (erhöhte) Schuppenbildung. Fehlt die Feuchtigkeit dauerhaft, fühlt sich die Haut bald pergamentartig an. Im weiteren Verlauf kann sie rissig werden - und sich dann sogar entzünden.

Gerade in der kalten Jahreshälfte kommt es immer wieder zu trockener Haut. Die kälteren Temperaturen - insbesondere im Gesicht - führen zu einer reduzierten Durchblutung. Dadurch erneuern sich die obersten Hautschichten langsamer. Die Talgdrüsen, die für die schützende Fettschicht auf der Haut sorgen, reduzieren ihre Produktion. Denn nicht Wasser sorgt für ausreichende Feuchtigkeit der Haut, sondern eine spezielle körpereigene Fettschicht.

Richtig waschen, duschen, baden

Und diese Fettschicht kann regelrecht fortgespült werden - bei der Körperreinigung. Umso wichtiger ist es, beim Waschen, Duschen und Baden ein paar Dinge zu beachten. Insbesondere gewöhnliche Seifen haben eine sehr hohe Fettlösekraft. Das ist einerseits natürlich erwünscht, andererseits kann es die Haut ganz erheblich strapazieren. Wer schnell unter trockener oder empfindlicher Haut leidet, sollte daher zu sanften, rückfettenden Waschzubereitungen greifen. Diese sind in Drogeriemärkten erhältlich.

Darüber hinaus lässt sich das Austrocknen der Haut durch die folgenden Maßnahmen reduzieren:

Kürzer duschen

Wenn es draußen kalt, dunkel und regnerisch ist, neigen viele von uns dazu, sich beim Duschen etwas mehr Zeit zu lassen. Schließlich ist der angenehme warme Wasserstrahl die reinste Wohltat im Vergleich zu dem, was uns draußen erwartet. Doch je länger wir uns unter der Brause laben, desto mehr Hautfett wird weggespült - und desto schneller trocknet die Haut aus. Auch wenn es Überwindung kostet: Reduzieren Sie die Duschzeit!

Tipp: Springen Sie morgens nicht gleich nach dem Aufstehen unter die Dusche, sondern gönnen Sie sich zunächst einen Kaffee oder Tee. Wer schon einigermaßen wach ist, tut sich meist leichter, die Duschzeit zu verkürzen. Und andersherum gilt: Im noch schlaftrunkenen Zustand lassen wir uns unter der Dusche oft besonders viel Zeit.

Weniger heiß duschen

Auch die Wassertemperatur hat erheblichen Einfluss darauf, wie schnell die Fettschicht von der Haut weggespült wird. Dabei gilt: Je höher die Temperatur, desto größer die Fettlösekraft. Drehen Sie den Temperaturregler daher maximal auf lauwarm. Oder noch besser: Versuchen Sie es mit Wechselduschen. Kaltes Wasser macht munter, bringt den Kreislauf in Schwung und aktiviert so auch das Immunsystem. Außerdem bewirkt der Kältereiz, dass wir gar nicht erst so lange unter der Brause verweilen.

Wenn Sie sich ein entspannendes Vollbad gönnen wollen, gilt: Setzen Sie auf einen rückfettenden Badezusatz. Dann verliert die Haut gar nicht erst ihre wertvolle Fettschicht - im Gegenteil: Der Badezusatz sorgt gleich für eine Ganzkörperpflege. Alternativ ist es natürlich auch sinnvoll, sich nach dem Bad mit einem geeigneten Pflegemittel einzucremen.

Hautpflege im Winter intensivieren

Wer seine Haut wie oben genannt schont, kann ein jahreszeitbedingtes Austrocknen der Haut zumindest schon einmal reduzieren. Nichtsdestotrotz macht es Sinn, unabhängig davon verstärkt auf die Pflege der Haut zu achten.

Pflegeprodukte sind jedoch nur dann sinnvoll, wenn diese die Arbeit der Talgdrüsen unterstützen. Bei Kälte sind daher fettreiche bzw. besonders lipidhaltige Cremes gefragt. Dadurch erhält die Haut eine zusätzliche, schützende Fettschicht. Solche Cremes sind tendenziell zäh und fest. Aber auch spezielle kosmetische Hautöle kommen in Frage. Im Gegensatz dazu sind Produkte mit hohem Wasseranteil bei kalten Temperaturen ungeeignet. Das Wasser bewirkt, dass die Haut "friert" und so noch zusätzlich gereizt wird. Wasserreiche Produkte erkennen Sie an ihrer milchigen Konsistenz.

Zusätzlich gilt: Jedes Pflegeprodukt muss auch zum Hauttypen passen. Insbesondere bei ohnehin schon sehr fettiger oder zu Akne neigender Haut können fettreiche Cremes auch bewirken, dass die Talgdrüsen verstopfen. Menschen mit fettiger Haut sollten daher Cremes zunächst nur sehr dünn auftragen.