: Sonnenbrille: immer mit UV-Schutz

Endlich Frühling, endlich Sonne! Die ersten warmen Tage des Jahres locken alle ins Freie. Um die Sonne von ihrer besten Seite genießen zu können, ist es jedoch wichtig, an Sonnenschutz zu denken. Und dazu zählt auch eine gute Sonnenbrille.

Keine Frage: Nach den langen Wintermonaten und dem ziemlich kalten und verregneten Frühlingsanfang tut die Sonne einfach gut. Damit es dabei jedoch nicht nur bei einem subjektiven und kurzzeitigen Gefühl bleibt, sondern die Strahlung der Sonne in unserem Körper tatsächlich nur Positives bewirken kann, ist Sonnenschutz unumgänglich. Zwar greifen die meisten Menschen ganz selbstverständlich zu Sonnenschutzmitteln – und cremen die Haut entsprechend ein, um Sonnenbränden und dem Hautkrebsrisiko vorzubeugen. Nicht so groß ist das Bewusstsein jedoch, wenn es um das Thema UV-Schutz für die Augen geht.

Dabei kann die UV-Strahlung gerade auch den Augen erheblich zusetzen – insbesondere Linsen und Hornhaut können betroffen sein. Grundsätzlich gilt zwar: Mit zunehmender Helligkeit verengt sich die Pupille und wir blinzeln häufiger, so dass es einen gewissen automatischen Selbstschutz gibt. Im Garten oder im Park ist das Risiko für entsprechende Augenschäden daher eher gering. Anders sieht die Situation jedoch am Wasser, am Strand oder im Hochgebirge aus. Denn Wasseroberflächen, Sandkörner und Schneekristalle reflektieren das Sonnenlicht vielfach – und damit auch die UV-Strahlung. An diesen Orten kann der natürliche Eigenschutz der Augen daher schnell überfordert sein. Das ist sogar dann möglich, wenn ein leichter Wolkenschleier für eine eher diffuse Lichtstimmung sorgt.

Zu hohe UV-Belastung für die Augen kann insbesondere die folgenden Gesundheitsprobleme verursachen:

  • kurzfristige Schneeblindheit 
    Schneeblindheit, auch Verblitzung genannt, ist insbesondere bei Bergsteigern und Wanderern gefürchtet. De facto handelt es sich um eine Art Sonnenbrand der äußeren Augen-Hornhaut. Zwar regeneriert sich die Hornhaut in aller Regel nach einigen Tagen vollständig. Allerdings sorgt die Schneeblindheit für eine schmerzhafte Lichtempfindlichkeit. Betroffene können sich nur noch im Schatten aufhalten – und der Urlaub ist dann meist gelaufen. Dieses akute Problem tritt vor allem im Hochgebirge auf, weil die Atmosphäre nach oben hin immer dünner wird und somit entsprechend weniger Luftschichten vorhanden sind, die die UV-Strahlung filtern. Die UV-Intensität nimmt je 1000 Höhenmeter um etwa 20 Prozent zu!
  • Grauer Star: langfristige Schädigung
    Die UV-Strahlung hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die äußere Hornhaut, sondern dringt selbstverständlich auch tiefer ins Auge ein. Dort kann sie insbesondere zu langfristigen Trübungen der Augenlinse führen – dem so genannten Grauen Star bzw. Katarakt. Wer darunter leidet, sieht zunehmend verschwommen und entwickelt eine erhöhte Blendempfindlichkeit. 

    Dabei gilt: Je häufiger schädliche UV-Strahlen in die Augen fallen, desto größer das Erkrankungsrisiko.

    Die gute Nachricht: Diese schädliche UV-Belastung lässt sich sehr einfach vermeiden - mit einer geeigneten Sonnenbrille. Und da Sonnenbrillen ja schon seit Jahrzehnten auch als modisches Accessoire etabliert sind, könnte das eigentlich ein Selbstgänger sein. 
  • Niemals ohne UV-Schutz 400
    Allerdings ist es hierfür außerordentlich wichtig, beim Kauf einer Sonnenbrille nicht nur auf modische Gesichtspunkte zu achten - sondern auch darauf, welchen UV-Schutz und welche Filterkategorie die Sonnenbrille bietet. Grundsätzlich gilt: Kaufen Sie niemals eine Sonnenbrille ohne den so genannten UV-Schutz 400. Dieser Schutz bedeutet, dass die Gläser jegliche UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 nm fast vollständig ausfiltern - also den Bereich des UV-Lichts, der besonders schädlich ist. Dieser Schutz muss als "UV-400" direkt auf den Gläsern vermerkt sein! Generell kann man davon ausgehen: Sonnenbrillen, die hierzulande in Sportgeschäften und auch Drogeriemärkten verkauft werden, erfüllen normalerweise diesen Standard. Nichtsdestotrotz sollte man sich vor dem Kauf davon immer überzeugen.
  • Und nie bei fliegenden Händlern kaufen
    Große Vorsicht sollte man jedoch bei Brillen walten lassen, die von fliegenden Händlern in Urlaubsländern am Strand angeboten werden, häufig als besonders günstige Designerprodukte. In der Regel handelt es sich um Imitate, die über minderwertige Gläser verfügen - und den Augen mehr schaden als nutzen. Denn sind die Gläser nur getönt, aber nicht mit einem richtigen UV-Filter ausgestattet, prasselt die schädliche Strahlung in voller Wucht in Ihre Augen hinein!

Zusätzlich zum UV-Schutz 400 unterteilt die EU Sonnenbrillen in verschiedene Filterkategorien – je nachdem, für welche Verwendung sie geeignet ist. Die entsprechende Kategorie muss im Inneren des Bügels angegeben werden:

Kategorie 0: Farblose oder ganz leicht getönte Gläser ohne echte Filterwirkung. Bestenfalls als modisches Accessoire geeignet – nicht jedoch für den Augenschutz. 

Kategorie 1: Leicht getönte Gläser. Nur geeignet als leichte Sonnenbrille im Flachland, zum Beispiel im eigenen Garten oder auf dem Balkon, wenn keine Lichtreflexe von Wasserflächen auftreten.

Kategorie 2: Mittelstark getönte Gläser. Für den alltäglichen Gebrauch in Mitteleuropa in der Regel ausreichend. 

Kategorie 3: Dunkel getönte Gläser. Idealer Begleiter für Urlaub, Strand und Berge.

Kategorie 4: Sehr dunkel getönte Gläser. Aufgrund der starken Tönung nicht zugelassen für den Straßenverkehr! Nur sinnvoll bzw. erforderlich für Touren im Hochgebirge!

Je nachdem, was Sie vorhaben, kann es also sinnvoll sein, mehrere Sonnenbrillen zur Verfügung zu haben. Allerdings gilt auch: Die Tönung – also wie „dunkel“ die Brille aussieht – sagt nichts über den Schutzfaktor aus. Zwar sind bei Brillen mit hohem UV-Schutz in der Regel die Gläser dunkler. Das muss jedoch nicht so sein. Achten Sie daher immer auf die entsprechend normierten Angaben.