: Unfall - was nun?

An einen Unfall mag niemand gern denken. Für den Betroffenen kommt neben der Sorge um das eigene Wohlbefinden noch der übliche „Papierkram“ hinzu. Schließlich muss geklärt werden, wer den Unfall verursacht hat und wie der finanzielle Schaden behoben wird.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was bezeichnet man als Unfall?Warum verschickt die hkk einen Unfallfragebogen? Wieso engagiert sich die hkk so stark für die Aufklärung von Unfällen? Weshalb werden bei einem Unfall schon mal mehrere Fragebögen verschickt? Was passiert, wenn der Unfall selbst verschuldet ist? Warum wird ein Unfallfragebogen verschickt, obwohl gar kein Unfall vorliegt?Was ist ein Arbeitsunfall/Wegeunfall? Wann sind Amateursportler in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert?Welchen Vorteil bringt die Aufklärung von Unfällen dem Kunden? Wie benachrichtige ich die hkk?

Was bezeichnet man als Unfall?

Unter dem Begriff Unfall versteht die Rechtsprechung ein "zeitlich begrenztes, plötzliches, unfreiwilliges und von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis", bei dem eine Person verletzt wird. Ansprüche können sich ergeben aus beispielsweise:

  • einem Verkehrsunfall
  • einem Sportunfall (z.B. durch grobes Foulspiel)
  • einer Verletzung durch Tiere (z.B. Reitunfall, Hundebiss)
  • einer Schlägerei/einem Überfall
  • einem Unfall im häuslichen Bereich
  • einem Unfall in öffentlichen Verkehrsmitteln (Busse und Bahnen usw.)
  • einem Unfall, weil Verkehrssicherungspflichten nicht eingehalten werden (z.B. Vernachlässigung der Räum- und Streupflicht bei Schnee und Eis)

Warum verschickt die hkk Unfallfragebogen?

Der genaue Hergang eines Unfalls wird der hkk so gut wie nie von Ärzten, Rettungsdiensten, Krankenhäusern oder anderen Leistungserbringern mitgeteilt. Man meldet uns lediglich eine Diagnose, die auf eine Verletzung hindeutet. Oftmals können wir daher gar nicht erkennen, ob ein Unfall vorliegt. Hierfür fordert Sie der Gesetzgeber ausdrücklich auf, uns bei dieser Klärung zu unterstützen.  

Einige Kunden melden uns ihre Unfälle von sich aus. Falls Sie nicht daran denken sollten: kein Problem.

Zum Ablauf: So gehen wir vorWir senden Ihnen den hkk Unfallfragebogen zu und versuchen anhand Ihrer Angaben herauszufinden, ob eventuell ein Schadenersatzanspruch entstanden sein könnte. Besteht nach unserem Eindruck ein Schadenersatzanspruch, versuchen wir, diesen gegenüber dem Verursacher geltend zu machen. Den Fragebogen schicken wir Ihnen per Post nach Hause. Senden Sie ihn bitte ausgefüllt und mit Ihrer Unterschrift versehen an uns zurück.Wichtig zu wissen: Dabei geht es um die Ansprüche unserer hkk, nicht um Ihre eigenen - für Ihre Ansprüche benötigen Sie möglicherweise die Hilfe eines Anwalts.

Wieso engagiert sich die hkk so stark für die Aufklärung von Unfällen?

Täglich werden etliche Fragebogen verschickt, die Antworten werden vom Team Regresse bearbeitet. In ca. 90 % der Unfälle liegt kein Fremdverschulden vor. Die verbleibenden 10 % sind von größter Wichtigkeit: Bei einem durch Dritte verursachten Unfall geht der Schadenersatzanspruch des Versicherten auf die hkk über. Das heißt: Die hkk zahlt zunächst die Behandlungskosten in Höhe der gesetzlichen Möglichkeiten und fordert anschließend die Kosten von dem Verursacher oder der Haftpflichtversicherung zurück. Hier geht es um erhebliche Summen, die zur finanziellen Stabilität der hkk beitragen.

Der Gesetzgeber hat aus diesem Grund die Krankenkassen verpflichtet, jedem Hinweis auf einen Unfall nachzugehen. Das Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde prüft unsere Bemühungen auf diesem Gebiet übrigens konsequent.

Wir möchten die Versichertengemeinschaft der hkk vor unnötigen Ausgaben bewahren und den Vorgaben des Gesetzgebers nachkommen. Darum bemühen wir uns um jede Unfallschilderung. Hierdurch entsteht bei einigen Kunden der Eindruck, wir würden sie mit unseren Nachfragen oder Erinnerungen verärgern oder belästigen wollen. Das möchten wir natürlich nicht. Sehen Sie es uns aus den beschriebenen Gründen jedoch bitte nach, dass wir sehr akribisch bei Ihnen als unsere Kunden nachfragen und unterstützen Sie bitte unsere Mitarbeiter.

Weshalb werden bei einem Unfall schon mal mehrere Fragebögen verschickt?

Das liegt daran, dass die Behandlungsmaßnahmen an unterschiedlichen Tagen bzw. von verschiedenen Leistungserbringern (Klinik, Arzt, etc.) erbracht wurden. In diesem Fall können wir nicht immer erkennen, ob es sich um dieselben Unfallfolgen oder vielleicht um einen weiteren Unfall handelt.

Haben Sie für ein und denselben Unfall bereits einen Fragebogen an uns zurückgesandt und erhalten von uns einen weiteren Fragebogen, genügt ein Anruf bei unserer ServiceLine Tel. 0421 3655-0 sowie 0800 2 555444.

Was passiert, wenn der Unfall selbst verschuldet ist?

Bei der hkk sind Sie in solchen Fällen gut versichert: Die notwendigen Leistungen übernehmen selbstverständlich wir. Durch die Beantwortung des Fragebogens haben Sie keine Nachteile. Lediglich bei vorsätzlich selbst zugezogenen Erkrankungen sieht das Sozialgesetzbuch Möglichkeiten zu Einschränkungen bei den Leistungen vor.

Sobald eine andere Person an einem Unfall beteiligt ist - das gilt insbesondere bei selbst verschuldeten Unfällen - benötigen wir möglichst umfassende Angaben zu den Beteiligten und deren Haftpflichtversicherungen. Sogar bei einem selbstverschuldeten Verkehrsunfall kann die hkk Schadenersatzansprüche bei Versicherungen geltend machen, ohne dass sich dadurch etwaige Schadenfreiheitsrabatte verschlechtern.

Warum wird ein Unfallfragebogen verschickt, obwohl gar kein Unfall vorliegt?

Der Versand eines Unfallfragebogens wird indirekt durch die vom Arzt gestellte Diagnose ausgelöst. Die Diagnose gibt Aufschluss, um welche Art der Verletzung (z. B. Knieprellung) es sich handelt, nennt aber nicht deren Ursache. Sollten Sie einen Fragebogen erhalten, obwohl kein Unfall vorliegt, brauchen Sie den Fragebogen natürlich nicht auszufüllen.

Doch manchmal gibt es Ereignisse, die Sie im Gegensatz zu uns gar nicht als Unfall ansehen würden. Rufen Sie uns bitte auf jeden Fall an, wenn Sie keinen Unfall hatten oder annehmen, dass es sich bei einer Diagnose nicht um eine Unfallfolge handelt.

Es gibt neben den klassischen Unfällen weitere Situationen, aus denen Schadenersatzansprüche entstehen können. Hier einige Beispiele:

- Implantat einer mangelhaft funktionierenden Hüftgelenksprothese- Gabe eines gesundheitsgefährdenden oder Verordnung eines   kontraindizierten Arzneimittels- während einer ärztlichen Behandlung aufgetretene Behandlungsfehler

Auch aufgrund anderer Besonderheiten fragen wir bei Ihnen nach, denn Sie sind unsere erste Adresse. Auch hier gilt, wenn Sie einen Unfallfragebogen erhalten, empfehlen wir Ihnen, sich telefonisch bei unserer ServiceLine zu melden.

Was ist ein Arbeitsunfall / Wegeunfall ?

Von einem Arbeitsunfall spricht man, wenn der Unfall im direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit steht. Hierzu zählen auch Unfälle auf dem direkten Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle.

Die Kosten für die Behandlung von Arbeitsunfallfolgen trägt nicht die hkk, sondern die gesetzliche Unfallversicherung. Der Verletzte braucht für die Behandlung von Arbeitsunfallfolgen übrigens keinerlei Eigenanteile zu entrichten.

Gegen die Folgen von Arbeitsunfällen sind aber nicht nur Berufstätige versichert. Auch andere Personenkreise werden von der gesetzlichen Unfallversicherung "erfasst", ohne das zu merken. Das sind zum Beispiel:

  • Schüler und Studenten während des Unterrichts/der Vorlesung
  • Ersthelfer am Unfallort
  • ehrenamtlich Tätige
  • Blutspender 
  • Krankenhauspatienten

Und natürlich gilt der Versicherungsschutz auch hier immer für den direkten Weg zwischen Wohnung und "Arbeitsstelle".

Wann sind Amateursportler in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert?

Um gute Spieler in den Sportvereinen zu halten, zahlen immer mehr Vereine kleine Vergütungen an die Spieler. Wer monatlich mehr als 200 Euro Nettoeinkünfte erhält, ist bei Sportverletzungen über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Zuständig ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft.

VBG – Ihre gesetzliche UnfallversicherungDeelbögenkamp 422297 HamburgPostanschrift: 22281 Hamburg

Verletzen Sie sich oder werden Sie bei einem Fußballspiel gefoult und wird deswegen beispielsweise ein Krankenwagentransport notwendig, übernimmt die hkk dafür die Kosten. Bei Amateurspielern mit mehr als 200 Euro Nettoeinkünften wird die Berufsgenossenschaft Kostenträger. Deshalb sind wir hier auf Ihre Angaben angewiesen, um die korrekte Zuständigkeit der Kostenträger zu klären. Weitere Informationen finden Sie unter www.vbg.de.

Betriebssport ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls unfallversichert.

Welchen Vorteil bringt die Aufklärung von Unfällen dem Kunden?

Die hkk fordert die durch den Unfall entstandenen Kosten von dem Verursacher oder der Haftpflichtversicherung zurück. Insgesamt geht es um erhebliche Summen, die zur finanziellen Stabilität der hkk beitragen. Davon profitieren auch Sie als Kunde der hkk. Darüber hinaus geht es uns darum, die Versichertengemeinschaft der hkk vor unnötigen Ausgaben zu bewahren. So schützen wir letztlich die Beiträge aller Kunden der hkk.

Wie benachrichtige ich die hkk ?

Den ausgefüllten und unterschriebenen Unfallfragebogen senden Sie bitte an folgende Adresse:

hkkTeam RegresseMartinistraße 2628195 Bremen

per Fax oder E-Mail an

Fax-Nummer:    0421 3655-1858

E-Mail-Adresse: Regresse(at)hkk.de

Sofern Sie als sich als Kunde in der hkk Internetfiliale eingetragen haben, können Sie uns Ihre Unfallschilderung darüber mitteilen. In einigen Fällen ist Ihre Unterschrift jedoch unverzichtbar. Nämlich dann, wenn wir mit Versicherungen abrechnen oder gerichtlich Schadenersatzansprüche zu regeln haben. Hier ist die Benutzung des Unfallfragebogens die beste Variante.

Sie haben noch Fragen?

Unter unserer Service-Rufnummer 0421 3655-0 sowie 0800 2 555444 beraten wir Sie gern.