hkk-Fehlzeitenanalyse: Arbeitnehmer während der Pandemie seltener, aber länger krank

- Pflegepersonal besonders stark betroffen
- Regionaler Unterschied: Niedersachsen länger krank als Bremer

Bremen, 10. Februar 2022 – 41,6 Prozent der Arbeitnehmer haben sich im vergangenen Jahr zumindest einmal krankschreiben lassen – und damit deutlich weniger als vor der Corona-Pandemie (2019: 48,8 Prozent). Im Gegensatz dazu ist die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (AU-Dauer) gestiegen: So machten Langzeitausfälle von mehr als sechs Wochen 2021 über die Hälfte (54,1 Prozent) aller Fehltage aus – und diese sind im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal deutlich gestiegen (2020: 50,3 Prozent, 2019: 47,3 Prozent). Das zeigt die aktuelle Fehlzeitenanalyse der hkk Krankenkasse, für die die Daten von insgesamt 526.795 erwerbstätigen hkk-Versicherten ausgewertet wurden.

Pflegepersonal besonders stark betroffen

Spitzenreiter waren Pflegekräfte in der Altenpflege mit 25,1 krankheitsbedingten Fehltagen (2020: 22,6 Fehltage). „Die körperliche und vor allem psychische Belastung in Pflegeberufen ist enorm. Die Corona-Pandemie hat dies noch verstärkt. Das bringt viele Pflegekräfte an ihre Grenzen und erhöht die Ausfallzeiten“, so hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter. Entsprechend sind sowohl Erkrankungen des Muskelskelettsystems (2021: 23,1 Prozent; 2020: 22,2 Prozent) als auch psychische Erkrankungen (2021: 20,6 Prozent; 2020: 19,6 Prozent) angestiegen.

Niedersachsen länger krank als Bremer

Die Arbeitnehmer aus Bremen waren im Jahr 2021 durchschnittlich 15,9 Tage krankgeschrieben (2020: 15,4 Tage) und lagen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt (2021: 13,9 Tage; 2020: 14,0 Tage). Die Arbeitnehmer aus Niedersachsen waren durchschnittlich sogar 16,5 Tage (2020: 15,8 Tage) krankgeschrieben.

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann helfen

Gesundheit und Wohlbefinden sind unverzichtbare Voraussetzungen für Lebensqualität. Daher sollten Unternehmen gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verstärkt auf ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) setzen, um die Belastungen ihrer Beschäftigten zu reduzieren und deren persönliche Ressourcen zu stärken. Die hkk stellt hierfür zahlreiche verhaltens- (Bewegung, Ernährung, Stressmanagement) und verhältnisorientierte Angebote (Führung in Distanz, Kommunikation oder Resilienz) zur Verfügung – auch online. Mehr Infos auf hkk.de/bgm.

Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse):

Die hkk zählt mit mehr als 860.000 Versicherten (davon über 670.000 beitragszahlende Mitglieder), 14 Geschäftsstellen und 2.100 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2021 verzeichnet sie ein Wachstum von mehr als 140.000 Kunden.​ Mit ihrem Zusatzbeitrag von 0,69 Prozent ist sie das achte Jahr in Folge die günstigste deutschlandweit wählbare Krankenkasse. Zu den überdurchschnittlichen Leistungen zählen unter anderem mehr als 1.000 Euro Kostenübernahme je Versicherten und Jahr für Naturmedizin, Vorsorge sowie bei Schwangerschaft. Das vorteilhafte Preis-Leistungs-Verhältnis wird durch eine über Jahrzehnte gewachsene Finanzstärke und Verwaltungskosten ermöglicht, die mehr als 25 Prozent unter dem Branchendurchschnitt liegen. Rund 1.200 Mitarbeiter*innen betreuen 2022 ein Haushaltsvolumen von rund 3,2 Milliarden Euro; das sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 2,5 Milliarden Euro davon entfallen auf die Krankenversicherung. Das Volumen der Leistungsausgaben liegt bei 2,4 Milliarden Euro (+ 14,1 Prozent).

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