Bremen, 02.07.2020: Weniger Zucker, weniger Salz - hkk und BIPS sagen Adipositas im frühen Kindesalter den Kampf an

- Bremer KiTa-Kinder häufiger krankhaft übergewichtig
- hkk und BIPS erheben Studie zur Kinderernährung

Vierjährige KiTa-Kinder in Bremen sind mit 3,7 Prozent mehr als doppelt so häufig krankhaft übergewichtig wie ihre Altersgenossen (hkk-Bundesdurchschnitt: 1,7 Prozent). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Datenanalyse der hkk Krankenkasse.

„Die Zahlen sind besorgniserregend und zeigen, dass es hier deutlichen Handlungsbedarf gibt“, sagt der Bremer Kinder- und Jugendarzt Dr. Stefan Trapp. Ein zu hohes Körpergewicht im Kindergarten- und Vorschulalter bleibt häufig bis ins Jugendalter bestehen und kann sich massiv auf das Gewicht und die Gesundheit im Erwachsenenalter auswirken. Mit zunehmendem Gewicht steigen die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie beispielsweise erhöhte Blutdruckwerte, erhöhte Blutfette und ein gestörter Kohlenhydratstoffwechsel. Trapp: „Wir brauchen dringend wirksame und nachhaltige Strategien gegen Übergewicht, Adipositas (Fettleibigkeit) und Typ-2-Diabetes.“

hkk und BIPS erheben Studie zur Kinderernährung

„Die Weichen für ein gesundes Aufwachsen werden schon früh gestellt, deshalb muss eine nachhaltige Prävention von Übergewicht und Adipositas bereits im KiTa-Alter ansetzen, da sich Verhaltensweisen in jungen Jahren verstetigen können“, so Professor Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen. Dr. Cornelius Erbe, Leiter des hkk Versorgungsmanagements, unterstützt deshalb in Zusammenarbeit mit dem BIPS eine Studie in Bremer KiTas, um förderliche und hinderliche Faktoren in Bezug auf die gesunde Ernährung von Kindern herauszuarbeiten und somit Möglichkeiten einer nachhaltigen Verbesserung der Ernährungssituation zu identifizieren. Denn zu viel Zucker und Salz in Nahrungsmitteln erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Eine Vorab-Befragung im Rahmen der Studie unter zehn Erzieherinnen in Bremer KiTas im November 2019 gibt bereits einen ersten Einblick in die Thematik. So wurde deutlich, dass die befragten Erzieherinnen der Entwicklung eines gesunden Ernährungsverhaltens in der KiTa eine große Bedeutung beimessen. Herausforderungen werden unter anderem bei den Kosten für gesundes Essen und bei der dringend notwendigen, effektiven Zusammenarbeit mit allen Eltern gesehen. Die Ergebnisse finden Sie hier: www.hkk.de/infomaterial/hkk-gesundheitsreport

Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als 690.000 Versicherten (davon mehr als 530.000 beitragszahlende Mitglieder), 23 Geschäftsstellen und 2.100 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2019 betrug das Versichertenwachstum mehr als 50.000 Kunden. Mit ihrem Zusatzbeitrag von 0,39 Prozent ist sie das sechste Jahr in Folge die günstigste deutschlandweit wählbare Krankenkasse. Zu den überdurchschnittlichen Leistungen zählen unter anderem mehr als 1.000 Euro Kostenübernahme je Versicherten und Jahr für Naturmedizin, Vorsorge sowie bei Schwangerschaft. Das vorteilhafte Preis-Leistungs-Verhältnis wird  durch eine über Jahrzehnte gewachsene Finanzstärke und Verwaltungskosten ermöglicht, die rund 25 Prozent unter dem Branchendurchschnitt liegen. Die rund 1.000 Mitarbeiter(innen) der 1904 gegründeten hkk betreuen ein Ausgabenvolumen von mehr als 2,5 Mrd. Euro (2,0 Mrd. Euro für die Kranken- und 500 Millionen Euro für die Pflegeversicherung). 

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