: Kieferorthopädische Behandlung

Eine kieferorthopädische Behandlung korrigiert Fehlstellungen der Zähne, der Kiefer, des Mundes und des Rachenraumes. Ihr Zahnarzt wird eine solche Behandlung immer dann empfehlen, wenn eine Selbstregulierung der Fehlstellung unwahrscheinlich ist.

Grundsätzlich gilt dabei, je früher die Behandlung ansetzt, desto größer ist die Erfolgsaussicht. Daher sollten Sie beispielsweise bereits beim Milchzahnwechsel Ihres Kindes zum bleibenden Gebiss darauf achten, ob sich Abweichungen zu einer normalen Entwicklung ergeben und sich von Ihrem Zahnarzt dazu beraten lassen.

Eine kieferorthopädische Behandlung kann etwa drei bis vier Jahre dauern. In der darauf folgenden so genannten „Retentionsphase“ wird dann bis zu zwei Jahre lang versucht, das Behandlungsergebnis zu stabilisieren. Die aktive Mitarbeit des Patienten und die Unterstützung des Zahnarztes sind unbedingte Voraussetzung einer erfolgreichen Behandlung.

Wer hat Anspruch?

Als hkk Versicherte/r haben Sie Anspruch auf eine kieferorthopädische Behandlung, wenn:

  • Sie nicht älter als 18 Jahre sind.
  • die Zahn- oder Kieferfehlstellung das Kauen, Beißen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht.
  • eine schwere Erkrankung vorliegt, die eine kombinierte kieferchirurgische oder kieferorthopädische Behandlung erforderlich macht.

Zur kieferorthopädischen Behandlung hat der Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen darüber hinaus einen Katalog definiert, der einzelne Krankheitsbilder, so genannte Befunde, definiert. Nur Leistungen zu diesen spezifischen Krankheitsbildern können über die Versichertenkarte einer gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet werden.

Die Schwere der diagnostizierten Erkrankung spielt dabei ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sie wird mit einem „Behandlungsbedarfsgrad“ von 1 bis 5 von Ihrem Kieferorthopäden angegeben. Erst ab einem Bedarfsgrad von 3 sind wir als hkk berechtigt, die Behandlungskosten einer kieferorthopädischen Behandlung für Sie zu übernehmen.

Wie viel zahlt die hkk?

Eine erfolgreich abgeschlossene kieferorthopädische Behandlung wird von der hkk vollständig übernommen. Dabei sind gesetzlich zwei Möglichkeiten vorgesehen:

  • Die hkk übernimmt zunächst 80 Prozent der Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung. Sind mindestens zwei versicherte Kinder unter 18 Jahren gleichzeitig in Behandlung und leben mit Ihnen in einem Haushalt, übernehmen wir für das zweite und jedes weitere Kind 90 Prozent der Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung, solange Sie durch die kieferorthopädischen Behandlungen mehrerer Kinder belastet sind.
  • Der behandelnde Zahnarzt rechnet 80 beziehungsweise 90 Prozent der entstandenen Kosten direkt mit uns ab. Sie zahlen den verbleibenden Restbetrag von zehn beziehungsweise zwanzig Prozent direkt an den Zahnarzt. Wenn der Zahnarzt Ihnen mit Ablauf der Retentionsphase schriftlich bestätigt, dass die Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist, erstatten wir Ihnen den oben genannten "Eigenanteil". Senden Sie uns dazu einfach die Bestätigung des Zahnarztes sowie die Rechnungen im Original.

Nutzungshinweise

Unser Chatbot Luka berät Sie rund um die Uhr und unterstützt Sie bei Ihren Anliegen. Allerdings befindet sich Luka noch im Lernprozess und bekommt schrittweise weitere Themen beigebracht. Somit sind die Antworten nicht rechtsverbindlich. Grundsätzlich handelt es sich bei dem hkk-Chat um eine allgemeine Beratung ohne personenbezogene Daten. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über unsere Nutzungshinweise. Mit Klick auf den Button „Chat starten“ akzeptieren Sie diese. Eine FAQ zum Chat finden Sie hier.