: Gut versichert auch im Alter

Bei der hkk sind Sie auch im Rentenalter bestens abgesichert. Auf dieser Seite können Sie sich über Ihren Versicherungsschutz und Ihre Beiträge im Ruhestand informieren. Erfahren Sie wissenswertes über Pflichtversicherung, freiwillige Versicherung und vieles mehr.

Auch im Alter treffen Sie eine gute Entscheidung mit dem umfassenden Schutz der hkk. Maßgeblich ist für Sie die Frage, ob Sie im Ruhestand pflichtversichert sind und somit Mitglied der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind oder ob Sie sich freiwillig bei uns versichern.

Das erfahren Sie, sobald uns der Rentenversicherungsträger über den Rentenantrag informiert hat. Wir prüfen für Sie, ob Sie für die Zeit der Antragsbearbeitung vorläufiges Mitglied der KVdR sind und ob bereits Beiträge zu zahlen sind.

Voraussetzungen für die KVdR – die Vorversicherungszeit

Voraussetzung für Ihre Versicherung im Rahmen der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist, dass Sie bereits eine bestimmte Zeit Mitglied oder Familienversicherter der gesetzlichen Krankenversicherung waren, also die so genannte Vorversicherungszeit erfüllen.

Die Vorversicherungszeit ist dann erfüllt, wenn Sie vom Beginn Ihrer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens 9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums selbst Mitglied oder familienversichert waren. Das wäre beispielsweise erfüllt, wenn Sie 40 Jahre lang erwerbstätig waren und von den letzten 20 Jahren mindestens 18 Jahre Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung oder über einen Familienangehörigen familienversichert waren. Personen, die lange privat versichert waren, haben die Voraussetzung oftmals nicht erfüllt.

Ab dem 01.08.2017 tritt eine Gesetzesänderung in Kraft, die die 9/10 Regelung entschärft: Für jedes Kind werden künftig pauschal drei Jahre Erziehungszeiten auf die Vorversicherungszeit angerechnet. Hierbei spielt es keine Rolle, wer das Kind erzogen oder betreut hat, ob die Erwerbstätigkeit unterbrochen wurde, ob es sich um Mehrlinge handelt, ob das zweite Kind in den ersten drei Jahren des ersten Kindes geboren wurde oder das Kind eventuell in den ersten drei Jahren verstorben ist. Jedes Elternteil sowie Adoptiv-, Stief- oder Pflegeeltern können von dieser Neuregelung profitieren, es erfolgt allerdings keine Berücksichtigung für Enkelkinder. Sofern die Vorversicherungszeit in der Vergangenheit nicht erfüllt war und eine Überprüfung erwünscht ist, wenden Sie sich bitte an uns (oder Ihre zuständige Krankenkasse). Eine Krankenversicherung als Rentner kommt frühestens am 01.08.2017 zustande, sofern die Vorversicherungszeit aufgrund der Anrechnung von Kindern dann erfüllt ist.

Pflichtversichert im Rentenbezug – KVdR

Ihr Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung als pflichtversicherter Ruheständler (KVdR) errechnet sich prozentual aus

  • Ihren Renten
  • Ihren Versorgungsbezügen (Betriebsrenten)
  • Ihrem Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit und
  • ggf. Ihrer ausländischen Rente

Aus der gesetzlichen Rente trägt der pflichtversicherte Rentner ab dem 1. März 2016 einen Anteil von 7,89 Prozent, die Deutsche Rentenversicherung einen Anteil von 7,3 Prozent zur Krankenversicherung. Der Rentenversicherungsträger behält Ihren Anteil ein und führt ihn zusammen mit seinem Beitragsanteil direkt an uns ab. Aus Versorgungsbezügen/Arbeitseinkommen trägt der hkk-Kunde den Beitrag zur Krankenversicherung allein.

Beitragssätze auf Bezüge pflichtversicherter Ruheständler:

  • Für Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, das kann eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder eine Vollrente wegen Alters sein, gilt ab dem 1. März 2016 der allgemeine Beitragssatz von 15,19 %.
  • Auf Versorgungsbezüge (Betriebsrenten) werden ebenfalls ab März 2016 15,19 % erhoben.
  • Auf so genannte sonstige Einkünfte (z. B. Kapitalerträge, private Renten, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) werden keine Beiträge erhoben

Freiwillig versichert als Rentner

Sollten Sie die Voraussetzungen für eine Krankenversicherung der Rentner (KVdR) nicht erfüllen, können Sie sich selbstverständlich auch bei der hkk versichern.

Das gilt auch, wenn

  • Sie weiterhin einer hauptberuflichen Selbstständigkeit nachgehen und daraus Einkünfte erzielen oder
  • Sie Beamter oder Pensionär sind.

Grundsätzlich gilt: Das Mitglied trägt aus allen Einnahmen die Beiträge zur Krankenversicherung allein. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt den freiwillig versicherten Rentnern den Zuschuss zur Krankenversicherung mit der monatlichen Rente aus.

Beitragssätze für Bezüge freiwillig versicherter Rentner:

  • Für gesetzliche Renten gilt der allgemeine Beitragssatz der hkk von 15,19 %
  • Auf Versorgungsbezüge (wie Betriebsrenten) werden ebenfalls 15,19 % erhoben
  • Auf so genannte sonstige Einkünfte (z. B. Arbeitseinkommen, Kapitalerträge, private Renten, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) wird ein Beitragssatz von 14,59 % erhoben

Bequeme Zahlung mit SEPA-Lastschriftmandat

Sie wollen sich über die termingerechte Überweisung Ihrer Beiträge keine Gedanken mehr machen müssen? Wir nehmen Ihnen gern diese Arbeit ab! Nutzen Sie einfach und bequem unser SEPA-Lastschriftmandat.

Wichtig: Bitte senden Sie uns das SEPA-Mandat im Original oder als Fax zurück. Eine Übermittlung per E-Mail ist nicht ausreichend!

Beschäftigung neben der Rente

Auch während des Bezuges einer Rente ist es möglich, einer Beschäftigung nachzugehen. Wenn Sie neben Ihrem Rentenbezug einer krankenversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen und dadurch versichert sind, sind dennoch die Beiträge auf Ihre Rente und Versorgungsbezüge/gegebenenfalls Ihr Arbeitseinkommen zu entrichten.

Ihre Rente der gesetzlichen Rentenversicherung wird getrennt von den übrigen Einnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. So kann bei gleichzeitigem Bezug von Rente und Arbeitsentgelt unter Umständen der Fall eintreten, dass für Sie innerhalb eines Jahres zunächst Beiträge über die Beitragsbemessungsgrenze hinaus erhoben werden, und zwar einmal aus Ihrem Rentenbetrag und außerdem aus Ihrem Arbeitsentgelt und Ihren Versorgungsbezügen.

Grundsätzlich erstatten wir Ihnen dann die Beiträge, die Sie über die für das jeweilige Kalenderjahr geltende Beitragsbemessungsgrenze hinaus gezahlt haben, auf Antrag im Folgejahr zurück.

Pflegeversicherung

Alle Mitglieder zahlen aus den beitragspflichtigen Einnahmen die Pflegeversicherungsbeiträge allein.

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt 2,55 Prozent. Für kinderlose Versicherte nach Vollendung des 23. Lebensjahres und für die kinderlosen Mitglieder, die nach dem 31.12.1939 geboren sind, erhöht sich der Beitrag um 0,25 Prozent.

Beitragsbemessungsgrenze

Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berechnen sich maximal aus der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze von 4.350 Euro (2017).

Kapitalleistungen aus einer Direktversicherung unterliegen der Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung als Versorgungsbezug

Direktversicherungen sind meist eine Form der betrieblichen Altersversorgung. Sie werden in der Regel als Lebensversicherung durch den Arbeitgeber als Versicherungsnehmer zugunsten des Arbeitnehmers als Bezugsberechtigter abgeschlossen. Als Versicherungsfall wird regelmäßig die Vollendung eines bestimmten Lebensjahres vereinbart. Tritt der Versicherungsfall ein, kann die Direktversicherung als fortwährende Leistung in Form eines regelmäßigen monatlichen Versorgungsbezuges oder als einmaliger Kapitalbetrag geleistet werden.

Mit Beschluss vom 07.04.2008 hat das Bundesverfassungsgericht die Beitragspflicht von Kapitalleistungen aus einer Direktversicherung bestätigt. Damit unterliegt die als Kapitalleistung erbrachte Direktversicherung nunmehr uneingeschränkt der Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung, auch wenn eine einmalige Kapitalleistung von Anfang an oder vor Eintritt des Versicherungsfalls vereinbart wurde.

Einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz sieht das Bundesverfassungsgericht nicht, wenn der Arbeitgeber durchgehend Versicherungsnehmer war. Auch sieht es die Beitragspflicht als verhältnismäßig an. Zwar stellt die auf zehn Jahre begrenzte Beitragspflicht eine erhebliche Belastung der Betroffenen dar. Sie hat jedoch keine grundlegende Beeinträchtigung der Vermögensverhältnisse zur Folge.

Somit werden von der hkk die Beiträge aus Kapitalleistungen einer Direktversicherung zu Recht erhoben.

Auch waren Kapitalleistungen aus einer Direktversicherung (Einmalzahlungen) von Versicherten bislang vollständig für zehn Jahre beitragspflichtig, wenn sie über den Arbeitgeber abgeschlossen und nach Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis privat vom Versicherten weiter gezahlt wurden.

Das Bundesverfassungsgericht hat im September 2010 entschieden, dass diese Regelung gegen den allgemeinen Gleichheitssatz verstößt. Am 12.01.2010 kam es zu einem Vergleich vor dem Bundessozialgericht.

Voraussetzungen für die Anwendung dieses Urteils: Die laufende oder einmalige Leistung aus einem Lebensversicherungsvertrag wurde ursprünglich als Direktversicherung von einem Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für den Arbeitnehmer als Bezugsberechtigten abgeschlossen und der Vertrag wurde nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses

  • von dem (ehemaligen) Arbeitnehmer als Versicherungsnehmer übernommen und
  • von ihm bis zum Eintritt des Versicherungsfalls fortgeführt.

Hinweis: Entscheidendes Abgrenzungskriterium ist allein die Eigenschaft als Versicherungsnehmer. Daher ist es auch unerheblich, wie oft und in welcher Reihenfolge ein Versicherungsnehmerwechsel erfolgt. Dieser Versicherungsnehmerwechsel muss der Krankenkasse schriftlich nachgewiesen werden.

Allerdings findet dieses Urteil keine Anwendung bei monatlichen Versorgungsbezügen der betrieblichen Altersversorgung nach dem BetrAVG – wie etwa Pensionskassen – zum Beispiel des BVV.

Fragen zu diesem Thema beantworten wir gerne.