: Chorionzottenbiopsie

Die Chorionzottenbiopsie ist ebenso wie die Fruchtwasseruntersuchung eine invasive Diagnosemethode. Sie wird im Gegensatz jedoch früher durchgeführt.

Die Chorionzotten sind Bestandteil der Plazenta und enthalten dieselben Erbinformationen wie die Körperzellen des Fötus. Durch eine Untersuchung der Chorionzotten lassen sich eventuelle genetische Veränderungen oder Stoffwechselerkrankungen des Fötus feststellen. Diese so genannte Chorionzottenbiposie kann um die 10. bis 12. Schwangerschaftswoche ambulant erfolgen.

Die Untersuchung

Ebenso wie die Fruchtwasseruntersuchung ist auch die Chorionzottenbiopsie eine invasive Methode, bei der mit Hilfe einer Punktionsnadel Gewebe entnommen wird. Der Eingriff ist in der Regel etwas schmerzhafter als die Fruchtwasseruntersuchung.

Das erste Ergebnis liegt nach ca. 24 - 48 Stunden vor, die vollständige Auswertung ist nach etwa 10 - 14 Tagen verfügbar.

Das allgemeine Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, liegt in diesen frühen Schwangerschaftswochen bei 2 - 3%. Nach Chorionzottenbiopsie steigt das Risiko auf 2,5 - 4%.

Ein entscheidender Unterschied gegenüber der Amniozentese ist die frühe Diagnosestellung. Ein eventueller Schwangerschaftsabbruch kann hier noch bis zur 12. Schwangerschaftswoche relativ schonend durch eine Absaugmethode durchgeführt werden. Nach Amniozentese kann der Abbruch erst zu einem späteren Zeitpunkt durch Weheneinleitung erfolgen und ist damit wesentlich belastender.

Die Kosten

Wenn der Eingriff aus ärztlicher Sicht empfehlenswert ist, werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.