: Ersttrimester-Screening

Das Ersttrimester-Screening ermöglicht eine präzisere Risikoabschätzung als der Triple-Test.

Es besteht aus einer speziellen Ultraschalluntersuchung der kindlichen Nackenregion (Nackentransparenz) sowie einer Blutuntersuchung. Hierdurch kann die statistische Wahrscheinlichkeit, mit der bei einem ungeborenen Kind Erbgutanomalien vorliegen, mit höherer Treffsicherheit als beim Triple-Test ermittelt werden.

Die Untersuchung

Das Ersttrimester-Screening erfolgt zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche. Mit dem Ultraschallgerät misst der Untersucher die Transparenz der kindlichen Nackenfalte, die so genannte nuchal translucency (NT). Zusätzlich wird eine Blutprobe bei der Schwangeren entnommen und auf das in der Schwangerschaft vorkommende Eiweiß "PAPP-A" und des freien Schwangerschaftshormons "ß-HCG" untersucht.

In Kombination mit Blutprobe und der NT Ultraschalluntersuchung lässt sich ein individuelles Risiko für ein Kind mit Down-Syndrom errechnen. Bei dieser Behinderung kommt das Erbgut tragende Chromosom 21 dreimal statt normalerweise zweimal vor. Außerdem gibt die NT einen Hinweis auf Herz- oder Nierenschäden des Kindes.

Trotz der hohen Vorhersagewahrscheinlichkeit von über 80 % handelt es sich aber wie beim Triple-Test um eine Risikoabschätzung - nicht um eine Diagnose!

Die Kosten

Ein Ersttrimester-Screening kostet 70 bis 300 Euro. Als Screeninguntersuchung für alle Schwangeren darf der Test zurzeit von den Kassen noch nicht finanziert werden.

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