: Gut versichert: Arbeitnehmer und Auszubildende

hkk-Kunden genießen einen besonders umfassenden Versicherungsschutz. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Die Höhe ihrer Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung berechnet sich bei Arbeitnehmern prozentual von ihrem Arbeitsentgelt. So werden sie nie finanziell überfordert – von jetzt an bis ins hohe Alter. 

Grundsätzlich teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Beiträge, das heißt, Ihr Arbeitgeber übernimmt 7,3 Prozent Ihrer Krankenversicherungsbeiträge bei der hkk, Ihr Anteil beträgt 7,89 Prozent. Darin ist bereits der ab 1. Januar 2017 weiterhin geltende hkk-Zusatzbeitrag von nur 0,59 Prozent enthalten.

Eine Sonderregelung gilt für Auszubildende, deren Monatsverdienst weniger als 325 Euro beträgt. In diesen Fällen trägt der Arbeitgeber die gesamten Beiträge allein.

Versicherungspflicht? Wer ist versicherungspflichtig und wer versicherungsfrei?

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird zwischen Versicherungspflicht und freiwilliger Versicherung unterschieden. Die Höhe Ihres Arbeitsentgeltes (Gehalt/Lohn) ist dabei entscheidend:

  • Versicherungspflichtig sind Sie als Arbeitnehmer dann, wenn Sie im Monat regelmäßig mehr als 450,00 Euro an Arbeitsentgelt erhalten bzw. Ihr Gehalt die Versicherungspflichtgrenze von 57.600 Euro pro Jahr nicht übersteigt (2017).
  • Bei einem laufenden Beschäftigungsverhältnis: Freiwillig versichert sind Sie, wenn die Versicherungspflichtgrenze im Vorjahr überschritten wurde und im laufenden Jahr voraussichtlich erneut überschritten wird. Ihre Versicherungspflicht endet in diesem Fall zum 31.12. (zum Jahreswechsel).
  • Bei Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses: Sie sind von Beginn des Beschäftigungsverhältnisses an freiwillig versichert, wenn vorausschauend betrachtet Ihr regelmäßiges Jahresentgelt die Versicherungspflichtgrenze des laufenden Jahres (2017: 57.600 Euro) überschreiten wird.

Für die Beurteilung, ob Sie versicherungspflichtig oder versicherungsfrei sind, ist jedoch in erster Linie Ihr Arbeitgeber zuständig.

Beitragsbemessungsgrenze

Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berechnen sich grundsätzlich prozentual nur bis zu einer monatlichen Beitragsbemessungsgrenze von 4.350 Euro (2017). Ab diesem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst und mehr ist Ihr Beitrag gedeckelt, das heißt: Egal, wie viel mehr Sie verdienen – Ihr Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung steigt nicht weiter an.

Pflegeversicherung

Grundsatz: wenn gesetzlich versichert, dann auch in der Pflegeversicherung versichert. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt (für versicherungspflichtige Arbeitnehmer) einheitlich 2,55 Prozent. Seit 1. Januar 2005 zahlen kinderlose Mitglieder der gesetzlichen Pflegeversicherung, die das 23. Lebensjahr vollendet haben und nicht vor dem 1. Januar 1940 geboren sind, zusätzlich einen Beitragssatz von 0,25 Prozent.

Mini-Jobs

Grundsätzlich gilt: Wenn Ihr Arbeitsentgelt bei einer Dauerbeschäftigung 450,00 Euro im Monat nicht übersteigt (geringfügig entlohnte Beschäftigung), üben Sie einen Mini-Job aus und es besteht für Sie als Beschäftigter keine Pflicht zur Kranken-, Pflege-  und Arbeitslosenversicherung. In der Rentenversicherung besteht Versicherungspflicht mit der Möglichkeit, sich davon befreien zu lassen.

Üben Sie eine kurzfristige Beschäftigung aus, sind Sie in allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungsfrei - auch in der Rentenversicherung. Kurzfristig ist eine Beschäftigung, wenn sie für maximal drei Monate im Kalenderjahr ausgeübt wird und keine "Berufsmäßigkeit" (z. B. bei Schülern, Hausfrauen und -männern, Rentnern) vorliegt.

Wenn mehrere Mini-Jobs ausgeübt werden:

  • Üben Sie nebeneinander mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen aus und verdienen Sie insgesamt mehr als 450,00 Euro, besteht für Sie die Pflicht zu einer Kranken- und Pflege-, aber auch Renten- und Arbeitslosenversicherung.
  • Bestehen dagegen mehrere Mini-Jobs neben einer Hauptbeschäftigung, bleibt die erste dieser geringfügigen Beschäftigungen versicherungsfrei - außer in der Rentenversicherung.

Gleitzone

Wer ein monatliches Entgelt zwischen 450,01 und 850,00 Euro erhält, befindet sich innerhalb der sogenannten Gleitzone. Das bedeutet: Sie sind als Arbeitnehmer zwar pflichtversichert, innerhalb der Gleitzone ist Ihr Beitragsanteil zu den Sozialversicherungsbeiträgen (die Summe Ihrer Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) jedoch reduziert.

Ihr Beitragsanteil steigt innerhalb der Gleitzone erst schrittweise auf das allgemeine Niveau an, um zu vermeiden, dass bei Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze von 450,00 Euro sofort der volle Sozialversicherungsbeitrag anfällt.

Wenden Sie sich an uns, um Ihre Beiträge innerhalb der Gleitzone zu ermitteln, oder nutzen Sie den Gleitzonenrechner der hkk online.

Auszubildende

Sind Sie im Rahmen Ihrer Berufsausbildung beschäftigt und Ihr Ausbildungsbetrieb zahlt Ihnen dafür eine monatliche Ausbildungsvergütung, sind Sie versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, auch wenn Ihr Entgelt 450,00 Euro im Monat nicht übersteigt.

Eine Sonderregelung für Auszubildende betrifft die Beiträge zur Sozialversicherung: Für Auszubildende, deren Monatsverdienst weniger als 325,00 Euro beträgt, entrichtet der Arbeitgeber diese Beiträge allein. Das gilt auch für den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung.