: Gut versichert im Studium

Hier finden Sie Informationen darüber, was Sie über Ihre Krankenversicherung im Studium oder während der Zeit Ihres Praktikums wissen sollten und was es beim Jobben neben dem Studium zu beachten gilt. Sollten wir nicht alle Ihre Fragen beantworten können, rufen Sie uns doch einfach an: Unter der Telefonnummer 0800 2 555444 beraten wir Sie gern persönlich.

Grundsätzlich müssen in Deutschland alle Studierenden eine Krankenversicherung nachweisen. Bei der Immatrikulation wird dazu in der Regel die Bescheinigung einer Krankenkasse – der Versicherungsnachweis – verlangt, ohne den Sie sich nicht fürs Studium einschreiben können.

Während des Studiums gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, krankenversichert zu sein: Entweder besteht für Sie eine Familienversicherung, das heißt, Sie sind über die Eltern oder den gesetzlich krankenversicherten Ehegatten mitversichert, oder Sie sind als Studierender selber Mitglied einer Krankenkasse.

Weitere Informationen darüber, was Sie über Ihre Krankenversicherung im Studium oder während der Zeit Ihres Praktikums wissen sollten und was es beim Jobben neben dem Studium zu beachten gilt finden Sie in unserer Broschüre Gut versichert im Studium.

Familienversicherung? Wer ist (noch) familienversichert?

Für die meisten Studierenden ist wohl erst einmal die Familienversicherung zuständig. Bis zu ihrem 25. Geburtstag sind sie dann unter gewissen Voraussetzungen über ihre Eltern in deren Krankenkasse mitversichert – ohne selbst Beiträge zu zahlen. Selbstverständlich erhalten sie volle Leistungen. Wenn sie sich an der Universität erstmals anmelden, müssen sie also immer eine Bescheinigung der elterlichen Krankenkasse vorlegen, dass eine Familienversicherung besteht.

Eine Voraussetzung für die kostenfreie Familienversicherung ist allerdings, dass Ihr regelmäßiges Einkommen bis zu Ihrem 25. Geburtstag monatlich 425 Euro (für 2017) nicht übersteigt. Bei einer so genannten geringfügigen Beschäftigung erhöht sich diese Einkommensgrenze auf monatlich 450,00 Euro.

Wenn Sie als Studierender einen Wehr- oder Zivildienst geleistet haben, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen die Zeit, in der Sie familienversichert sind, um die Dauer des Dienstes über das 25. Lebensjahr hinaus verlängern. Rufen Sie uns bei Fragen doch einfach an: Sie erreichen uns kostenlos unter der Telefonnummer 0800 2 555444.

Die eigene Mitgliedschaft während des Studiums

Die Grundregel ist ganz einfach: Sie selbst werden versicherungspflichtig, wenn Sie nicht mehr familienversichert sind. Die meisten Studierenden müssen sich daher ab dem 25. Geburtstag selber versichern. Vorausgesetzt, der Wehr- oder Zivildienst verlängert die Familienversicherung nicht.

Der Abschluss einer eigenständigen studentischen Pflichtversicherung ist unnötig, wenn Studierende aufgrund anderer Bestimmungen bereits versicherungspflichtig sind: Durch ein Arbeitsverhältnis beispielsweise, das neben dem Studium besteht, wenn sie Rente beziehen oder wenn ein Studierender in seiner zweiten Existenz als Selbstständiger Einkünfte erzielt. Es gilt immer die Regel: Eine Krankenversicherung ist genug!

Ihre Beiträge bei einer eigenen Mitgliedschaft

Von der Einführung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags sind auch Studierende betroffen. Das bedeutet, dass die von den Studenten monatlich zu zahlenden Beiträge je nach Krankenkasse unterschiedlich hoch sind und ein Preisvergleich lohnt. Bei der hkk ist lediglich ein Zusatzbeitrag von günstigen 0,59 Prozent zu zahlen.

Der monatliche Beitrag für Studierende beträgt ab 01.01.2017:

Pflegeversicherung

16,55 Euro

Gesamtbeitrag

86,71 Euro

Krankenversicherung66,33 Euro
Zusatzbeitrag der hkk 0,59%

3,83 Euro

Mitglieder ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen einen um 0,25 % höheren Beitrag zur Pflegeversicherung.

Der monatliche Beitrag für Studierende beträgt ab 01.01.2017:

Zusatzbeitrag der hkk 0,59%

3,83 Euro

Pflegeversicherung

18,17 Euro

Krankenversicherung

66,33 Euro

Gesamtbeitrag

88,33 Euro

Einige Studierende zahlen ihre Beiträge für ein Semester im Voraus. Die hkk bietet Ihnen aber auch die Möglichkeit des monatlichen Bankeinzugs. Dazu reichen Sie uns einfach das ausgefüllte SEPA-Lastschriftmandat im Original ein.

Wichtig: Bitte senden Sie uns das SEPA-Mandat im Original oder als Fax zurück. Eine Übermittlung per E-Mail ist nicht ausreichend!

Es ist auch möglich, dass Sie die Beiträge monatlich per Dauerauftrag zahlen. Teilen Sie uns einfach mit, für welche Zahlungsart Sie sich entschieden haben – alles Weitere erledigen wir dann für Sie.

Der Versicherungsnachweis

Die Hochschule verlangt zum Beginn Ihres Studiums eine Versicherungsbescheinigung der Krankenkasse Ihrer Wahl. Sollten Sie bei der hkk pflichtversichert sein, dann bekommen Sie diese Bescheinigung von uns zugeschickt. Weitere Bescheinigungen sind nicht erforderlich, weil sich Hochschule und hkk von nun an gegenseitig informieren. Das Ende Ihres Studiums durch Abschluss oder Exmatrikulation wird uns mitgeteilt, genauso wie wir ein Ende Ihres Versicherungsschutzes bei uns an die Hochschule melden.

Jobben im Studium

Sie arbeiten während des Studiums? Auch für Studenten gelten die Regelungen der geringfügigen Beschäftigung. Eine geringfügige Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt (geringfügig entlohnte Beschäftigung) oder wenn die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres seit ihrem Beginn vertraglich auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage (kurzfristige Beschäftigung) begrenzt ist. In der Rentenversicherung besteht allerdings bei der geringfügig entlohnten Beschäftigung die Besonderheit, dass Versicherungspflicht eintritt. Werden die Grenzen der Geringfügigkeit überschritten, bleibt Ihre studentische Pflichtversicherung bestehen, wenn Sie nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeiten.

  • Jobs in den Semesterferien: Sobald Sie nur in den Semesterferien arbeiten, bleibt Ihre studentische Pflichtversicherung unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit und der Höhe des Arbeitsentgeltes bestehen.
  • Mehrere Beschäftigungen: Üben Sie im Laufe eines Jahres mehrere befristete Beschäftigungen aus, gilt die „Halbjahresregel“. Ihre studentische Pflichtversicherung bleibt nur dann bestehen, wenn Sie innerhalb eines Jahres insgesamt nicht mehr als 26 Wochen in einem Arbeitsverhältnis standen. Angerechnet werden alle Beschäftigungen in diesem Zeitraum, bei denen die wöchentliche Arbeitszeit mehr als 20 Stunden pro Woche betrug.
  • Urlaubssemester und Promotion: Arbeiten Sie während eines Urlaubs- oder Promotionssemesters, dann gelten Sie voll und ganz als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer. Die jeweiligen Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung teilen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber.

Studieren im Ausland

Ihre Versicherungspflicht als Studierender besteht unabhängig davon, ob Sie Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland haben. Die studentische Pflichtversicherung bleibt auch dann erhalten, wenn Sie in der Bundesrepublik eingeschrieben sind und gleichzeitig im Ausland wohnen.

Mit folgenden Staaten besteht eine Regelung, der zufolge Sie, wenn Sie bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, einen Anspruch auf medizinisch notwendige Sachleistungen für den Fall der Krankheit haben:

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern (griechischer Teil).

In diesen Staaten gilt die „European Health Insurance Card“ (EHIC). Sie ist Bestandteil jeder neueren Krankenkassenkarte. Für die Länder Türkei, Tunesien, Bosnien, Montenegro und Serbien fordern Sie bitte bei der zuständigen deutschen Krankenkasse eine Anspruchsbescheinigung an, die Sie dann beim aushelfenden Träger in dem anderen Staat vorlegen.

Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall, sich wegen des weiteren Krankenversicherungsschutzes individuell von uns beraten zu lassen.

Praktikum im Studium

Praktika geben wichtige Einblicke in die Arbeitswelt und können später bei der Jobsuche von großem Vorteil sein. Doch vergessen Sie nicht, sich vorher über die Versicherungspflicht bei einem Praktikum zu erkundigen. Generell gilt: Sind Sie an einer Hochschule immatrikuliert und leisten ein in einer Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebenes Zwischenpraktikum mit oder ohne Arbeitsentgelt während des Studiums ab, bleiben Sie als Studentin bzw. Student pflichtversichert.

Ein unentgeltliches und in der Prüfungsordnung vorgeschriebenes Vor- oder Nachpraktikum führt zur Versicherungspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung als Praktikantin/Praktikant, das heißt, es sind Beiträge in Höhe des Studentenbeitrages zu entrichten. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung besteht Versicherungspflicht. Wenn Sie familienversichert sind, gelten für Sie eventuell andere Regelungen und Einkommensgrenzen. Bitte rufen Sie uns in dem Fall einfach an, unter der Telefonnummer 0800 2 555444.

Ist Ihr Praktikum nicht in einer Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben, tritt grundsätzlich die Versicherungspflicht als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ein.

Ende der studentischen Versicherungspflicht

Ihre studentische Pflichtversicherung endet in der Regel mit Abschluss des Studiums bzw. mit der Exmatrikulation. Als Höchstgrenze für die studentische Pflichtversicherung hat der Gesetzgeber das 14. Fachsemester festgelegt, längstens aber das Semester, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird.

Die Pflichtversicherung gilt weiter bis zum Ende des laufenden Semesters, sollte inzwischen keine andere Versicherung abgeschlossen werden. Eine Verlängerung der studentischen Pflichtversicherung ist möglich, wenn sich diese durch die Art der Ausbildung, durch Wehr- oder Zivildienst, durch persönliche oder familiäre Gründe rechtfertigen lässt. Eine Berufstätigkeit zwischen Abitur und Studium führt dagegen nicht zu einer Verlängerung dieser Versicherung.

Beiträge für Examenskandidaten

Wer aus der studentischen Krankenversicherung ausscheidet und weiterhin immatrikuliert ist, kann insgesamt ein halbes Jahr zu einem günstigen Übergangsbeitrag versichert werden. Voraussetzung: Das Einkommen liegt nicht über 991,67 Euro.

Beitrag zur Krankenversicherung: monatlich 107,20 Euro sowie monatlich 25,29 Euro für die Pflegeversicherung (für Examenskandidaten ohne Kinder monatlich 27,77 Euro).

Im Anschluss bietet Ihnen die hkk weiterhin einen attraktiven Versicherungsschutz. Rufen Sie uns einfach an.

Promotion

Ein Promotionsstudium verlängert die Krankenversicherung der Studenten nicht, da es nicht mehr zur wissenschaftlichen Ausbildung gehört. Dies gilt auch für Promotionsstudenten, die bestimmte Voraussetzungen für den Status eines Studenten erfüllen, zum Beispiel wenn das 14. Fachsemester noch nicht erreicht wurde.

Duales Studium

Ein duales Studium verbindet die betriebliche Aus- und Weiterbildung mit einem theoretischen Hochschulstudium. Duale Studiengänge beinhalten anders als herkömmliche Studiengänge neben den theoretischen Lernphasen einen hohen Anteil an Lernphasen in betrieblicher Praxis, der abhängig von dem Studiengang und der Hochschule variiert.

Seit dem 01. Januar 2012 sind Teilnehmer an dualen Studiengängen, die durchgehend ein Arbeitsentgelt erhalten, den Beschäftigten zur Berufsausbildung gleichgestellt und dadurch versicherungspflichtig als Auszubildende zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Viertes Gesetz zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze vom 29. Dezember 2011). Sofern in einzelnen Phasen keine Vergütung gezahlt wird, kann eine Familienversicherung oder eine Versicherung als Praktikant zum Studententarif in Betracht kommen. Darüber hinaus kann in der Zeit ohne Zahlung eines Arbeitsentgeltes eine Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht bestehen.