: Mit der passenden Matratze Rückenprobleme vermeiden

Zu hart, zu weich, zu wenig Unterstützung für die Wirbelsäule: Die falsche Matratze kann einem nicht nur den Schlaf rauben – sie kann auch Bandscheiben und die Wirbelsäule allgemein in Mitleidenschaft ziehen.

Knapp ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir im Schlaf. Diese Zeit dient der Erholung von Körper und Geist. Doch ist die Schlafunterlage unbequem, kann sich die Rückenmuskulatur nicht entspannen. Es kommt zu Verspannungen – und die Bandscheiben können sich nicht regenerieren.

Bei einer ungünstigen Schlafposition wird die Wirbelsäule regelrecht abgeknickt. Dadurch werden einzelne Bandscheiben quasi gequetscht. Der dabei entstehende, punktuell hohe Druck bremst den Stoffwechsel im Rückgrat aus. Die Regeneration wird behindert – und es droht ein schleichender Abbau von Teilen der Wirbelsäule. Hinzu kommt: Einzelne Muskeln spannen sich unnatürlich an, um der schädlichen Haltung entgegenzuwirken. Am nächsten Morgen wachen wir dann mit Verspannungen auf – und fühlen uns gerädert. Mit einer passenden Matratze lässt sich das verhindern.

Kein Patentrezept für ideale Matratze

Doch wie muss die richtige Schlafunterlage beschaffen sein? Leider gibt es dafür kein Patentrezept. Um zu verstehen, warum, ist es notwendig, zu verstehen, was aus ergonomischer Sicht die optimale Schlafposition für das Rückgrat ist: Diese ist gegeben, wenn die Wirbelsäule ihre natürliche Form annehmen kann – von der Seite betrachtet die geschwungene Doppel-S-Form, von vorne oder hinten möglichst gerade. Die ideale Matratze unterstützt den Körper so, dass die Wirbelsäule in der bevorzugten Schlafposition genau diese Haltung einnimmt – und zwar ohne muskuläre Hilfe.

Um die Wirbelsäule in die optimale Position bringen zu können, muss die perfekte Matratze an den unterschiedlich Körperabschnitten je nach Bedarf stützen – oder nachgeben. Denn je nachdem, wie Hüften, Bauch oder Schultern beschaffen sind, verteilt sich das Gewicht bei jedem anders. Und auch die bevorzugte Schlafposition macht einen Unterschied, also ob man z. B. lieber auf dem Rücken schläft oder die Seitenlage bevorzugt.

Von Zonen und Punktelastizität

Um die passende Matratze zu finden, bleibt einem daher nichts anderes übrig, als verschiedene Modelle und Varianten auszuprobieren. Viele heute angebotene Modelle verfügen über verschiedene Zonen, die je nach Körperpartie eine etwas stärkere oder schwächere Unterstützung, also Härte, bieten. Generell lässt sich sagen: An den Schultern und im Beckenbereich sollte die Matratze stärker nachgeben als rund um die Taille. 

Außerdem gilt: Hochwertige Matratzen bieten ein hohes Maß an Punktelastizität. Damit ist gemeint, dass man nur an der Stelle einsinkt, die tatsächlich mit Gewicht belastet wird. 

Beratung ist sinnvoll

Ein geschulter Verkäufer erkennt, bei welchem Matratzen-Modell die Wirbelsäule eine Haltung einnehmen kann, die der Idealform möglichst nahekommt. Außerdem bieten manche Händler computergestützte Analysen, mit Hilfe derer sich erkennen lässt, ob die Wirbelsäule auf einer bestimmten Matratze unnatürlich gestaucht wird – oder nicht. Es ist daher sinnvoll, die Schlafunterlage im Fachhandel zu kaufen und sich dort beraten zu lassen. 

Darüber hinaus stellt sich die Frage nach dem Matratzentyp. Unter anderem sind Federkern, Latex- und Kaltschaummatratzen im Angebot. Federkernmatratzen bieten den Vorteil, dass sie besonders gut Feuchtigkeit abführen – ideal für Menschen, die stark schwitzen. Gute Federkernmatratzen verfügen nicht nur über qualitativ hochwertige, in einzelne Taschen eingenähte, Federn, sondern auch über eine hohe Anzahl solcher Taschenfederkerne, damit die Punktelastizität gewährleistet ist. Kaltschaummatratzen wiederum isolieren stark, wodurch sie besonders gut sind für Menschen, denen schnell kalt wird. Inzwischen verfügen auch diese Matratzen über hohe Elastizität und unterschiedliche Zonen. Gerade die Punktelastizität ist jedoch bei Latexmatratzen besonders gut. Ihr Nachteil wiederum ist das deutlich höhere Gewicht im Vergleich zu den anderen Typen.

Unabhängig davon raten Experten generell zu einer eher etwas härteren Matratze. Denn ist die Matratze zu weich, sinkt man zu stark ein – und kann sich nicht mehr so gut bewegen. Auch im Schlaf ist es wichtig, nicht einfach nur steif und unbeweglich dazuliegen. Leichte Bewegungen sind  während der Nachtruhe wichtig, damit sich Rückgrat und Muskulatur lockern, entspannen und regenerieren können.

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