: Die Badesaison jetzt beginnen

Gerade in angenehm temperierten Schwimmbädern kann man den trüben Tagen bestens entfliehen. Schließlich gibt es dort neben der sportlichen Betätigung viele andere Möglichkeiten, der Seele und dem Körper etwas Gutes zu tun.

Wann ist die optimale Saison, um mit einem regelmäßigen Schwimmprogramm zu beginnen? Viele werden wahrscheinlich sagen: im Sommer, wenn die Freibäder geöffnet haben. Im Zeitalter der beheizten Hallenbäder ist dies jedoch zu kurz gedacht. Längst gibt es mehr als genug Bäder, deren Besuch sich gerade bei Schmuddelwetter lohnt. Badesaison ist daher grundsätzlich immer.

Auf den Sommer warten lohnt sich nicht

Hinzu kommt: Wer fürs Badevergnügen auf trockene und heiße Tage im Juli und August wartet, kann in unseren Breiten ganz schön enttäuscht werden. Schließlich ist in Deutschland Dauerregen im Sommer kein unbekanntes Phänomen. Grund genug, gar nicht erst auf das richtige Badewetter zu warten und den Sprung ins erfrischende Nass aufzuschieben.

Neben gewöhnlichen beheizten Schwimmhallen finden sich deutschlandweit fast überall in der Umgebung Mineral- und Thermalquellen. Diese verlangen zwar häufig einen etwas höheren Eintrittspreis, bieten aber meist auch weitaus mehr als nur ein paar Becken, in denen sich gemütliche oder auch sportliche Bahnen ziehen lassen. Neben Bereichen mit verschiedenen Wassertemperaturen gibt es fast immer Massagedüsen und Sprudelliegen, die gerade bei verspannter Muskulatur eine wohltuende Wirkung haben. Zudem ist dies meist in eine ansprechende Architektur eingebettet, so dass man schnell vom Alltag abschalten und die Seele baumeln lassen kann.

Thermalwasser: nicht zu heiß baden!

Allerdings ist das Baden im Mineral- oder Thermalwasser nicht für alle gleich gut geeignet. Gerade die Wirkung vom im Vergleich zu reinen Schwimmbädern oftmals deutlich wärmeren Wasser unterschätzen viele. Das in vielen Thermen genutzte Wasser aus der Tiefe strömt nicht selten fast kochend heiß an die Oberfläche. Zwar wird es dann selbstverständlich erst einmal abgekühlt, bevor es ins Badebecken strömen darf. Nichtsdestotrotz herrschen im Wasser oft Temperaturen wie in einer Badewanne. Doch ein Aufenthalt im Wasser, das sich der Körpertemperatur annähert oder diese gar überschreitet, ist nur für einen kurzen Zeitraum von etwa 15 bis 20 Minuten empfehlenswert – und auch nur, wenn man im Wasser ruhig liegen bleibt. Der Kreislauf kann sonst zu stark belastet werden.

Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen sollten vorab mit ihrem Arzt klären, ab welcher Wassertemperatur sie Vorsicht walten lassen sollten – und sich immer genau darüber informieren, wie hoch die Wassertemperatur ist. Aber auch für gesunde Menschen gilt: Thermalwasser ist nicht für sportliche Betätigung geeignet. Wer auf Tempo oder Kondition schwimmen möchte, sollte sich ein kühleres Becken suchen.

Mineralwasser: von "gut für die Haut" bis...

Die meisten Thermalquellen haben auch einen Gehalt an bestimmten Mineralien. Oft handelt es sich um gelöste Salze, so dass man auch von Solebädern spricht. Die Salze haben zweierlei Effekte: Zum einen erhöht sich das spezifische Gewicht des Wassers, wodurch im Vergleich dazu der eigene Körper leichter wird. Man muss sich weniger anstrengen, um sich über Wasser zu halten. Das Schwimmen fällt leichter. Zum anderen hat Solewasser in der Regel einen generell pflegenden Effekt auf die Haut. Außerdem reduziert sich der so genannte osmotische Druck, was letztlich dazu beiträgt, dass die Haut nicht so schnell schrumpelig wird.

Neben gewöhnlichen Salzen kann Mineralwasser aber auch diverse andere Substanzen enthalten. Und diese wiederum können sehr unterschiedliche Effekte auf den Organismus haben. Nicht ohne Grund werden bestimmte Bäder wegen ihres therapeutischen Nutzens im Rahmen eines Kuraufenthalts genutzt. Allerdings bedeutet das nicht, dass jeder Mensch jedes Mineralbad auch gleich gut verträgt. Bei bestimmten Vorerkrankungen können bestimmte Wasserzusammensetzungen schädlich sein. Die Bäder informieren daher in der Regel per Aushang und auf ihren Internetseiten unter dem Stichwort „Gegenanzeigen“ bzw. „Kontraindikationen“, für wen das Wasser nicht geeignet ist. Darauf sollten Sie in jedem Fall achten!

Sport und Wellness kombinieren

Ansonsten gilt: Nutzen Sie die diversen Wellness-Angebote der Bäder, von Massagedüsen und Sprudelliegen bis hin zu diversen Saunen, und kombinieren Sie diese mit den sportlichen Angeboten. Beginnen Sie einen idealen Badetag mit einigen sportlich geschwommenen Runden und gehen Sie dann zu den Wohlfühl-Becken und Wellness-Bereichen über. Insbesondere nach dem Saunieren heißt es, den Organismus zu schonen – und nicht durch sportliche Aktivitäten zu überlasten.