: Lernen: verschiedene Techniken und Methoden

Wir lernen ein Leben lang. Was im jungen Alter noch sehr leicht und selbständig passiert, wird im weiteren Verlauf des Lebens oftmals schwieriger. Spezielle Lerntechniken können helfen, das gelernte Wissen besser zu speichern und leichter abrufen zu können.

Eine gute Grundlage schaffen

Um gut lernen zu können, sollten Sie zuerst Ordnung und Struktur in den Lernstoff bringen. Wer zum Beispiel gerne handschriftlich schreibt und viele Notizzettel sammelt, kann schnell Chaos verursachen. Sortieren Sie Ihre Unterlagen und sorgen Sie von Anfang an dafür, dass Ihre Lernmaterialien nicht durcheinanderkommen – so ist eine gute Grundlage für einen besseren Lerneffekt schnell geschaffen.

Auch Lernpausen sind enorm wichtig und steigern die Lernfähigkeit. Um effektiver und erfolgreicher zu Lernen, sollten also auch Pausen eingelegt werden. In Ruhephasen können Geist und Körper sich erholen und das Gehirn hat Zeit, das Gelernte zu verarbeiten. Das wirkt sich positiv auf den Lerneffekt aus.

Wann genau Pausen einlegt werden sollten, merken Sie an bestimmten Anzeichen des Körpers wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Auch der Appetit auf einen Snack kann bedeuten, dass der Körper eine Pause benötigt. Sie sollten diese Anzeichen ernst nehmen und nicht ignorieren oder mit einem Kaffee oder Energydrink gegensteuern. Eine Pause an der frischen Luft, zum Beispiel bei einem Spaziergang oder nach Sport, wirkt oftmals Wunder. Wer sich beim Sport auspowert, kriegt den Kopf schneller wieder frei und baut Stress ab.

Verschiedene Lernmethoden und wie sie funktionieren

Um uns beim Lernen zu unterstützen, gibt es verschiedene Lernmethoden und -techniken. Zum Beispiel die „Mnemotechniken“, eine Arbeitsweise, bei der wir uns unterschiedlichen Merkhilfen bedienen, wie etwa Eselsbrücken, Reime oder Merksätze. So wird das Gedächtnis aktiv geschult und es fällt uns leichter, uns an bestimmte Dinge zu erinnern und diese bei Bedarf abzurufen. Mnemotechniken helfen, die enorme Kapazität des menschlichen Gehirns zu nutzen.

Zu diesen Techniken gehört auch die ABC-Methode, bei der die zu lernenden Begriffe mit Bildern verbunden und an die Buchstaben des Alphabetes gekoppelt werden. Das ist besonders hilfreich, um Vokabeln zu lernen. Man verbindet das Wort, was man lernen möchte, mit einem Bild. Ist das erste Wort auf der Vokabelliste zum Beispiel aus der englischen Sprache „tree“, also „Baum“, wird es mit dem ersten Buchstaben des ABC gekoppelt: A. A könnte für Affe stehen, dies wird im Vorfeld festgelegt. Um sich „Tree“, also „Baum“, zu merken, wird ein passendes Bild kreiert: Der Affe sitzt auf dem Baum. Die ABC-Methode lässt sich auch mit weiteren Mnemotechniken verbinden, etwa mit Merksätzen und Assoziationsketten.

Geistige Verknüpfungen werden ebenfalls bei der Loci-Methode erstellt. Hier geht es darum, in Gedanken einen bekannten Weg zu gehen. Entlang dieses Weges werden Informationen positioniert, die Sie lernen möchten. Zum Beispiel der Weg vom Supermarkt zu Ihrem Zuhause. An der Haustür wird die erste Information platziert dann an weiteren markanten Punkten, wie einer Bushaltestelle oder an Kreuzungen. Wenn bestimmtes Wissen verlangt wird, das an diesem Weg „verteilt“ wurde, dann müssen Sie nur in Gedanken diesen Weg entlanglaufen und die Informationen abrufen. Diese Methode erfordert einige Übung und zu Anfang sollten Sie klein beginnen und den Weg nicht mit zu vielen Infos überladen.

Ähnlich wie diese Methode funktioniert der Gedächtnispalast. Hier werden die Informationen nicht entlang eines Weges platziert, sondern in einem Haus oder Palast. Es wird sozusagen ein Gebäude in Gedanken gebaut, das mit dem zu lernenden Stoff gefüllt wird. Und diesem sind praktisch keine Grenzen gesetzt: Sie können so viele Räume mit verschiedenen Themen füllen, wie Sie möchten. Ob Vokabeln, Namen, Fremdwörter oder relevantes Wissen für die nächste Klausur – in einem Gedächtnispalast lässt sich all das unterbringen. Er kann große Ausmaße annehmen, je nach Vorstellungskraft und Merkfähigkeit der Person. 

Der Sinn dieser vorgestellten Methoden ist immer, dass ein Bild aufgebaut wird, mit dem der Lernstoff assoziiert wird. Mithilfe dieser Assoziationsketten lassen sich Begriffe und Systeme gut einprägen, da sie wie an einer Ketter aneinandergehangen werden.

Wie motiviere ich mich zum Lernen?

Die beste Lernmethode nützt nichts, wenn man sich nicht zum Lernen aufraffen kann. Das Problem kennen sicherlich viele Schüler und Studenten Aber auch Arbeitnehmer, die eine Weiter- oder Fortbildung machen, stehen öfter vor diesem Problem. Sie haben eine volle To Do Liste und wollen anfangen zu lernen, kommen aber nicht in die Gänge. Dann wird lieber die Wohnung aufgeräumt oder Netflix geschaut, statt mit dem Lernen anzufangen. Wir haben ein paar Tipps, wie Sie sich besser zum Lernen motivieren können.

 

Es hilft, eine klare Vorstellung von der Lerneinheit zu haben. Werden Sie konkret: Was genau wollen Sie heute lernen, mit welchen Fach beschäftigen Sie sich für wie viele Stunden? Unser Gehirn mag keine Überraschungen und kann sich auf konkrete Vorgaben besser einstellen.

Setzen Sie sich realistische Ziele. Zwar sind hohe Ziele ein guter Ansporn, aber wenn die Erwartungen an sich selbst zu hoch sind, blockiert das die Motivation. Kleinere Ziele, die man auch innerhalb eines Tages erreichen kann, helfen dabei motiviert zu bleiben.

In den eigenen vier Wänden lauert überall Ablenkung. Nehmen Sie Ihre Unterlagen und den Laptop mit in die Bibliothek, in den Garten oder in ein Café, dort haben Sie weniger Ablenkungsmöglichkeiten und können sich besser fokussieren. Achten Sie darauf, dass die Geräuschkulisse nicht zu laut ist.

Wer allein lernt, hat öfter Startschwierigkeiten. Zusammen mit ein paar Kommilitonen oder in einer Lerngruppe wird ein Wir-Gefühl entfacht, das sich positiv auf die Motivation auswirkt. Die Gruppendynamik ist wie eine Welle, auf der man mit surft.

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