: Rauchstopp zum richtigen Zeitpunkt

Die „guten Vorsätze“ fürs neue Jahr sind Teil unserer Silvestertradition. Das Scheitern dieser Vorsätze in gewisser Weise jedoch auch. Wer sein Leben wirklich verändern möchte und die Zigarettensucht beenden will, wählt besser einen anderen Zeitpunkt.

Viele Raucher nehmen sich zum neuen Jahr vor, sich von der Nikotinsucht zu befreien. Oft genug soll der gesündere Lebensstil mit dem Glockenschlag um zwölf Uhr beginnen. Das Problem dabei: Gerade in der Silvesternacht endet die Party typischerweise ja nicht punkt null Uhr. Und wer nicht alleine feiert, ist zwangsläufig von Personen umgeben, die ihr Verhalten zu diesem Zeitpunkt eben gerade nicht ändern. Im Umfeld wird dann meist einfach weiter geraucht. Reflexartig hat man sich dann wenig später doch die nächste Kippe angesteckt. Spätestens mit dem Neujahrskater sind die „guten Vorsätze“ dann meist schon wieder obsolet und die ist Frustration groß.

Rauchstopp: Je früher, desto besser

Zweifellos ist es sinnvoll, sich gerade „Zwischen den Tagen“ bzw. zum Jahreswechsel Gedanken über sein bisheriges und zukünftiges Leben zu machen und bestimmte Gewohnheiten in Frage zu stellen. Gerade wenn die Erkenntnis reift, dass man sich nicht mehr länger der Nikotinsucht ohne Widerstand hingeben möchte, ist dies grundsätzlich zu begrüßen. Schließlich gilt beim Thema Rauchen generell: Der blaue Dunst ist so gesundheitsschädlich, dass jede Zigarette, die man nicht raucht, einen Gewinn darstellt. Je früher der Rauchstopp erfolgt, desto besser also.

Dennoch gibt es Zeitpunkte, die für den Rauchstopp günstiger sind als andere. Der Jahreswechsel zählt mit zu den ungünstigsten Zeitpunkten, um ein für alle Mal dem blauen Dunst zu entsagen. Schließlich wird bei uns kaum ein Fest so ausgelassen gefeiert wie dieses. Silvesternächte sind lang und gesellig. Meist wird Alkohol konsumiert, der ja eine enthemmende Wirkung hat. Das trägt sicher nicht dazu bei, der Versuchung nach einer weiteren Zigarette zu wiederstehen.

Selbst der Vorsatz, das neue Leben am Neujahrstag zu beginnen, ist regelmäßig zum Scheitern verurteilt. Gerade wenn ausgiebig gefeiert wurde, starten wir in den Neujahrstag übermüdet und ermattet. Entsprechend schwer fällt es, den Willen aufzubringen, an den „guten Vorsätzen“ auch genau dann festzuhalten.

Termin individuell festlegen

Die Erfolgsaussichten für einen Rauchstopp sind daher weitaus größer, wenn Sie einen ganz individuellen Termin wählen. Das kann beispielsweise Ihr nächster Geburtstag sein, wenn Sie diesen Tag ganz bewusst einem fortan gesünderen Lebenswandel widmen möchten. Selbstverständlich macht es dann keinen Sinn, eine rauschende Party feiern zu wollen – siehe Silvester. Aber Sie können diesen Tag mit engen Freunden und Verwandten begehen, die Ihnen dabei helfen, durchzuhalten. Generell ist es sinnvoll, den Rauchstopp im persönlichen Umfeld anzukündigen und um entsprechende Unterstützung zu bitten. So stehen Sie unter Zugzwang, auch tatsächlich durchzuhalten. Und was spricht dagegen, sich genau das zum Geburtstag zu wünschen?

Ein möglicherweise noch besserer Termin für den Rauchstopp kann ein Urlaub sein. Verreisen Sie ganz bewusst und lassen Sie dabei – zumindest im übertragenen Sinn – die Nikotinsucht zu Hause zurück. Allein schon der Tapetenwechsel erleichtert es, aus gewohnten Bahnen auszubrechen und durchzuhalten. Außerdem fällt im Urlaub der Alltagsstress weg, der ja gerade bei Rauchern immer wieder Impulsgeber für den erneuten Griff zur Zigarette ist. Begeben Sie sich gezielt an einen Ort, wo die Versuchung gering ist. Es muss ja nicht gleich eine einsame Hütte in den Bergen Alaskas sein, wo der nächste Tabakladen eine Tagesreise entfernt ist. In unmittelbarer Nähe zu den bekannten Partymeilen der beliebten Urlauber-Inseln sollten Sie sich vielleicht aber besser doch nicht einquartieren.

Auf den Entzug vorbereitet sein

In jedem Fall sollten Sie darauf vorbereitet sein, dass die Sucht nicht einfach so von Ihnen lassen wird. Nikotin ist ein starkes Gift, an das sich Ihr Gehirn gewöhnt hat. Entzugserscheinungen sind daher normal. Dazu zählen insbesondere erhöhte Reizbarkeit und Unruhe – neben dem Verlangen nach einer weiteren Zigarette. Diese Entzugserscheinungen lassen sich jedoch in den Griff bekommen und zwar nicht nur mit eisernem Willen, sondern auch mit klugen Ablenkungsstrategien. Wenn Sie das Verlangen nach einer Zigarette verspüren, können Sie stattdessen zu einem Kaugummi oder einem Glas Wasser greifen. Vergessen Sie nicht, sich fürs Durchhalten zu belohnen, z.B. mit einem Besuch im Wellnessbad oder einem guten Essen. Das Geld dafür haben Sie mit den Zigaretten eingespart!

Nach etwa zehn Tagen lassen die körperlichen Entzugserscheinungen spürbar nach. Dann haben Sie die schwierigste Phase überwunden und Sie können stolz darauf sein, dass es mit dem Rauchstopp geklappt hat.

Unterstützung bietet übrigens der eCoach Rauchfrei. Mehr dazu erfahren Sie hier.