: Mit dem Rad durch die Stadt: gut für Umwelt - und Mensch!

Wer sein Auto gegen ein Zweirad tauscht, schont die Umwelt. Ein Aspekt, der sich gleich mehrfach auszahlt. Denn geht es der Umwelt gut, steht es auch besser um unsere Gesundheit … 

Die Sache mit den Klimagasen

Wer sein Auto gegen ein Zweirad tauscht, schont die Umwelt. Ein Aspekt, der sich gleich mehrfach auszahlt. Denn geht es der Umwelt gut, steht es auch besser um unsere Gesundheit … Treten Sie in die Pedale, statt sich hinters Lenkrad zu setzen, sind Sie klimaneutral unterwegs. Per Rad gelangen keine schädlichen Klimagase in die Umwelt. Laut Umweltbundesamt spart etwa ein Berufspendler, der sein Auto stehen lässt und werktags fünf Kilometer auf dem Zweirad ins Büro und wieder zurückfährt, bereits rund 350 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr ein.

Klimagase? Keine Sorge, das ist schnell erklärt: Hinter dem Begriff Klimagas oder auch Treibhausgas stecken Gase, die zum menschengemachten Treibhauseffekt, also zur Erderwärmung beitragen. Das bekannteste und wichtigste ist das Kohlenstoffdioxid, oft nur Kohlendioxid oder noch kürzer CO2 genannt. Zu den Klimagasen gehören aber auch Methan, Fluorkohlenwasserstoffe, Lachgas und mehr.

Auch nicht schön - Feinstaub und Stickstoffoxid

Wie CO2 sind auch diese beiden Stoffe von Natur aus auf der Erde vertreten. Doch der Mensch produziert ebenfalls seinen Teil und ein „zu viel“ kann unsere Gesundheit gefährden. Gerade in der Stadt gilt der Verkehr als eine bedeutende Feinstaubquelle. Die Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als 0,001 Millimeter gelangen aus Motorabgasen in die Luft, aber auch durch Aufwirbelung von Staub auf den Straßen sowie durch Bremsen-, Kupplungs- oder Reifenabrieb. Klar, letztere Dinge geschehen selbst dann, wenn Sie auf dem Fahrrad unterwegs sind. Aber mal ehrlich: In dem Fall sind Sie doch weder so groß oder schnell noch bringen Sie so viel Druck auf Material und Straße wie mit dem Auto, oder?

Stickstoffoxide (NOX) werden dort freigesetzt, wo entweder Verbrennungsmotoren laufen oder Anlagen in Betrieb sind, in denen Kohle, Öl, Gas oder Holz verfeuert wird. Insbesondere das Stickstoffdioxid (NO2) bereitet uns Menschen gesundheitliche Probleme. Dahinter steckt ein ätzendes Gas, das unter anderem Augen und Atemwege reizt. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes steht es aber auch im Zusammenhang mit Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck. In Ballungsräumen und Städten gilt der Verkehr – darunter vor allem Fahrzeuge mit Dieselmotor – als Hauptproduzent von Stickstoffoxiden. Also: Mit Blick auf ein „Weniger“ lohnt sich auch in diesem Fall das Umsteigen aufs Fahrrad.

Leisetreter bevorzugt

Das ist zumindest dann der Fall, wenn es um Straßenverkehr geht. Bewegen Sie sich auf zwei Rädern durch die Stadt, vermeiden Sie Lärm. Ebenfalls ein positiver Effekt, der vielleicht nicht als erstes ins Auge springt, deshalb aber nicht weniger wichtig ist. Denn Straßenverkehrslärm im Westen Europas kann Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge gesundheitsschädigend wirken und erhöht etwa das Herzinfarktrisiko.

Zwei Räder brauchen weniger Platz als vier
Ja, auch das hat Auswirkungen auf die Umwelt. Denn wo weniger Grund und Boden unter Asphaltbelägen für Straßen und vor allem Parkplätze verschwindet, bleibt mehr Raum für Grünes und den natürlichen Abfluss von Niederschlag. Mehr Grün bedeutet zudem mehr Lebensqualität, gerade in der Stadt. Fahrräder brauchen ebenfalls Radwege und Stellplätze, das ist klar – aber auf deutlich weniger Fläche.