: Suche nach Sicherheit

Ob berufliche Karriere oder lange Partnersuche vorausgehen: Frauen werden heute später schwanger. Mit steigendem Alter nehmen einige Risiken in der Schwangerschaft zu. Mit Hilfe vorgeburtlicher Untersuchungen können manche abgeschätzt werden.

Von Anfang an ...

Seit einigen Jahren entscheiden sich viele Frauen aufgrund persönlicher oder beruflicher Lebensplanungen erst später im Leben für eine Schwangerschaft.

Mitte der achtziger Jahre waren 3,5 Prozent der Schwangeren zum Zeitpunkt der Geburt des ersten Kindes älter als 35 Jahre; heute sind es bereits mehr als 12 Prozent.

Bei älteren Schwangeren steigt jedoch nicht nur die körperliche Belastung. Die Gefahr für gesundheitliche Beeinträchtigungen steigt auch beim Kind. Mit dem Alter der Mutter nimmt ebenso das Risiko auf ein Kind mit genetischen Veränderungen zu. So ist etwa bei 25-jährigen Müttern eines von 1.300 Kindern von einer Erbgutschädigung betroffen, bei 35-Jährigen schon eines von 380 und bei 40-Jährigen eines von 110.

Insbesondere für Schwangere ab 35 Jahren werden vorgeburtliche Untersuchungen angeboten. Hiermit können spezialisierte Ärzte einige Erbgutveränderungen sowie Fehlbildungen etwa bei Organanlage oder -wachstum des Kindes erkennen.

Die Ergebnisse aus diesen Tests können ganz unterschiedliche Konsequenzen haben. In manchen Fällen kann den Babys durch eine frühzeitige Schonung oder Behandlung der Schwangeren oder durch eine vorbereitete Geburt in einer Spezialklinik geholfen werden. Der Nachweis von Fehlbildungen und genetischen Veränderungen stellt die Betroffenen jedoch oft vor die schwierige Entscheidung, ob ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden soll oder nicht.

Das Wissen über vorgeburtliche Untersuchungen, möglichst schon vor der Schwangerschaft, ist daher besonders wichtig. Wir möchten Sie motivieren, sich über die zahlreichen Untersuchungsmethoden und die Aussagekraft ihrer Ergebnisse zu informieren und sich mit den möglichen Risiken und Konsequenzen auseinanderzusetzen.