: Allgemeines zur KHK

Haben Sie Fragen zur Koronaren Herzkrankheit? Möglicherweise finden Sie hier bereits die Antwort.

1. Was ist die koronare Herzkrankheit (KHK)?

Bei der KHK handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Herzmuskulatur. Die Herzkranzgefäße sind durch eine Verkalkung, die sogenannte Arteriosklerose, verengt. Als Folge wird das Herz schlechter durchblutet und die Herzmuskulatur nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dadurch sinkt die Belastbarkeit des gesamten Organismus. Bei körperlicher Anstrengung kommt es zu Herzschmerzen und gegebenenfalls Atemnot.

2. Welche Risikofaktoren der KHK gibt es?

Nicht alle Menschen haben das gleiche Risiko, eine KHK zu entwickeln. Folgende Faktoren fördern das Entstehen der Verkalkung (Arteriosklerose) der Gefäße:

  • Lebensalter: Arteriosklerose ist zunächst ein bei jedem Menschen auftretender Alterungsprozess.
  • Familiäre Häufung: Erbliche Veranlagung
  • Männliches Geschlecht, aber bei Frauen steigt das Risiko nach Aufhören der Regelblutungen in den Wechseljahren an
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus)

Es gibt jedoch auch Risiken, die durch den eigenen Lebensstil begünstigt werden. Diese Risiken sollten bewusst wahrgenommen, eingeschränkt oder besser ganz vermieden werden. Zu diesen beeinflussbaren Risiken zählen:

  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Stress

3. Wie kann eine KHK festgestellt werden?

Der Arzt kann eine KHK zunächst dann feststellen, wenn bereits schwerwiegende Erkrankungen, die auf eine KHK hindeuten, wie ein Herzinfarkt, vorliegen oder sich in der Vorgeschichte ereignet haben. Ist dies bisher nicht der Fall, ergibt sich die Diagnose aus der Vorgeschichte des Patienten mit Erfassung von Risikofaktoren, Art der Symptome, einer eingehenden körperlichen Untersuchung und der weiterführenden Diagnostik.

Je nach Krankheitsbild und Schwere der Erkrankung sind weiterführende Untersuchungen notwendig. Dazu kann ein Elektrokardiogramm (EKG)1 durchgeführt werden, aber auch aufwendigere Untersuchungen bzw. Maßnahmen wie eine Herzkatheteruntersuchung.2

4. Welche Beschwerden treten bei einer KHK auf?

Typisch für eine KHK ist ein schmerzhaftes »Engegefühl« in der Brust (Angina-Pectoris-Anfälle).

5. Welche Therapien gibt es?

Zur Therapie gehören nicht-medikamentöse Maßnahmen wie eine gesunde Lebensführung, der Einsatz wirksamer Medikamente, aber auch operative Methoden wie eine Herzkatheteruntersuchung und Bypass-Operation. Zu einem „herzschützenden“ Lebensstil gehören:

  • genügend und angemessene körperliche Bewegung
  • gesunde Ernährung
  • der Verzicht auf das Rauchen
  • der Abbau von Stress

6. Wie ist der Verlauf der KHK?

Wenn die Herzkranzgefäße nicht mehr ausreichend Blut zur Herzmuskulatur befördern, was bei der koronaren Herzkrankheit der Fall ist, kann das Herz als Pumpe den Anforderungen des Kreislaufs nicht mehr genügen. Ursache dafür ist fast immer eine Gefäßverengung durch Verkalkungen (Arteriosklerose).

Diese schleichende Verengung des Gefäßdurchmessers bleibt lange oft unbemerkt, da sich die Gefäße weit stellen und der Blutdurchfluss so konstant gehalten werden kann. Das heißt, trotz Veränderungen in der Gefäßwand sind jahrelang keinerlei Einschränkungen oder Krankheitszeichen zu merken.

Faktoren wie die Dauer der Gefäßerkrankung, das Ausmaß der Gefäßschäden und die Zahl der betroffenen Herzkranzgefäße oder der Schweregrad der Krankheitszeichen bestimmen den Verlauf der KHK. Folgen der KHK können sein:

7. Wer betreut Sie mit Ihrer KHK?

Ihr erster Ansprechpartner für Ihre Behandlung ist der Hausarzt. Ihr Arzt bespricht mit Ihnen die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen und plant gemeinsam mit Ihnen Ihre Therapie. Er wird Sie für bestimmte Behandlungen und Untersuchungen an qualifizierte Fachabteilungen (Kardiologie) oder auf die Behandlung von Bluthochdruck oder Diabetes spezialisierte Ärzte überweisen.

8. Gibt es Selbsthilfegruppen?

Es gibt in der Nordwest Region einige Selbsthilfegruppen für Betroffene von Herzerkrankungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ein Link zu einer Karte mit Ansprechpartnern und Standorten der Selbsthilfegruppen finden Sie hier.

1 Beim EKG wird die elektrische Aktivität aller Muskelfasern über Elektroden, die am Körper angebracht werden, gemessen und grafisch dargestellt. Das EKG wird außer zur Diagnostik von Herzerkrankungen als fester Bestandteil von Routineuntersuchungen beim Arzt durchgeführt.

2 Bei einer Herzkatheteruntersuchung wird ein dünner Kunststoffschlauch über ein Gefäß zum Herzen geschoben. Im Herzen angekommen wird über den Katheter ein Kontrastmittel gespritzt zur Beurteilung des Blutflusses, der Funktion der Herzklappen und der Hauptschlagader (Aorta). Weitere Informationen finden Sie auf Gesundheitsinformation.de.