Ersttrimester-Screening / Nackentransparenzmessung

Das Ersttrimester-Screening ermöglicht eine präzisere Risikoabschätzung als der Triple-Test. Es besteht aus einer speziellen Ultraschalluntersuchung der kindlichen Nackenregion (Nackentransparenzmessung oder Nackenfaltenmessung) sowie einer Blutuntersuchung. Die Untersuchungen dienen dazu, Fehlbildungen der Chromosomen Ihres Babys wie etwa ein Down-Syndrom frühzeitig zu erkennen.

Was ist das Down-Syndrom?

Menschen mit einem Down-Syndrom sind in ihren kognitiven Fähigkeiten oft stark eingeschränkt oder sogar geistig behindert. Ursache dafür ist ein genetischer Fehler, die Trisomie 21. Er kommt nur selten vor. Dennoch steigt  mit dem Alter der Mutter die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen, leicht an.  Ist sicher, dass ein Baby den Gendefekt trägt, darf eine Schwangerschaft in Deutschland abgebrochen werden.

Was leistet die Messung?

Anders als die Blutuntersuchung Triple-Test ist die Nackentransparenzmessung eine Untersuchung per Ultraschall. Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche wird dabei insbesondere eine kleine Flüssigkeitsansammlung unter der Nackenhaut Ihres Kindes in Augenschein genommen. Ist diese vergrößert, besteht ein statistisch erhöhtes Risiko, ein Kind mit einer Chromosomenstörung oder auch einem Herzfehler zu bekommen.

Ersttrimester-Screening

Das Ersttrimester-Screening ergänzt die Nackentransparenzmessung um eine Blutuntersuchung. Hierdurch kann die statistische Wahrscheinlichkeit, mit der bei einem ungeborenen Kind Erbgutanomalien vorliegen, mit höherer Treffsicherheit als beim Triple-Test ermittelt werden.

Neben der Nackenfaltenmessung wird eine Blutprobe bei der Schwangeren entnommen und auf das in der Schwangerschaft vorkommende Eiweiß "PAPP-A" und des freien Schwangerschaftshormons "ß-HCG" untersucht.

In Kombination mit Blutprobe und der Nackenfaltenmessung lässt sich ein individuelles Risiko für ein Kind mit Down-Syndrom errechnen. Bei dieser Behinderung kommt das Erbgut tragende Chromosom 21 dreimal statt normalerweise zweimal vor. Außerdem gibt die Nackenfaltenmessung einen Hinweis auf Herz- oder Nierenschäden des Kindes.

Wichtig zu wissen!

  • Wie der Triple-Test, liefert auch eine Nackentransparenzmessung bzw. das Ersttrimester-Screening Hinweise, bedeutet aber keine abschließende Diagnose. Gewissheit darüber, ob tatsächlich ein Gendefekt vorliegt, bringen erst weitere Untersuchungen wie die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) oder eine Gewebeprobe aus dem Mutterkuchen (Chorionzottenbiopsie).
  • Die Nackentransparenzmessung ist für Mutter und Kind ungefährlich.
  • Die hkk übernimmt für die Kundinnen der hkk insgesamt 80 % des Rechnungsbetrages für die Nackenfaltenmessung sowie für die zusätzlichen Leistungen Toxoplasmose-Test, Triple-Test, Streptokokken-Test, Hebammen-Rufbereitschaft und einen Geburtsvorbereitungskurs für den bei der hkk versicherten Ehemann - bis zu einer Höchstgrenze von maximal 300 Euro jährlich.

Nutzungshinweise

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