: Richtig abnehmen im neuen Jahr

Runter mit den Kilos! Das dürfte wohl einer der am häufigsten geäußerten Wünsche bzw. Vorsätze fürs neue Jahr sein. Damit das dauerhaft funktioniert, ist mehr als nur eine Diät notwendig. Dafür ist der Zeitpunkt nach dem Jahreswechsel günstig.

Im Januar kehrt wieder Ruhe ein. Die großen Feiertage sind vorüber, der Terminkalender entspannt sich. Doch so mancher stellt gerade jetzt fest, dass sich infolge der Feierlichkeiten das ein oder andere Kilo zu viel auf die Hüften gelegt hat. Bei vielen Menschen ist daher gerade zu Jahresbeginn der Wunsch groß, etwas gegen das Übergewicht zu unternehmen.

Gerade nach den Feiertagen ist die Zeit dafür günstig: Wenn die letzten Überbleibsel von Weihnachten und Silvester verzehrt sind, haben die meisten ohnehin erst einmal genug von üppigen, fettreichen und süßen Gerichten. Instinktiv steigt die Lust auf bekömmlichere und vitaminreiche Kost. Außerdem gilt: Für die kommenden Wochen stehen keine großen Feierlichkeiten im Kalender – mit Ausnahme von möglichen privaten Festen wie Geburtstagen natürlich.

Ernährungsumstellung statt Diät

Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, eine bewusste Umstellung der Ernährung weitgehend konsequent und für einen längeren Zeitraum durchzuhalten. Denn fest steht: Eine nur für kurze Zeit angelegte Diät reicht oft nicht aus, um Gewichtsprobleme dauerhaft in den Griff zu bekommen. Stattdessen ist es erforderlich, seine Ernährungsgewohnheiten langfristig umzustellen.

Dazu sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Gehalt der Lebensmittel kennen
    Je konzentrierter Lebensmittel sind, desto kalorienreicher sind sie. Wer sich zum Beispiel ausschließlich von Bratkartoffeln, Pasta mit fettreicher Sauce, Wurstbrötchen und dergleichen ernährt, darf sich nicht wundern, wenn er dem Körper innerhalb kurzer Zeit zu viele Kalorien zuführt. Gegensteuern können sie hier mit Lebensmitteln, die reich an Ballaststoffen und  Bitterstoffen sind. Ballaststoffe – wie sie insbesondere in Vollkornprodukten enthalten sind – bewirken, dass der Darm die in der Nahrung enthaltene Energie langsamer aufnimmt. Die Folge: Das Sättigungsgefühl hält länger an und wir essen insgesamt weniger. Bitterstoffe wiederum drosseln den Appetit, so dass wir nicht nur langsamer essen, sondern sich das Sättigungsgefühl früher einstellt. Diese Stoffe sind besonders reichhaltig in bestimmten Salaten und Gemüsesorten enthalten, z.B. Radicchio, Rosenkohl, Kohlrabi etc. Greifen Sie daher sowohl mittags als auch abends immer auch zu Salat bzw. Gemüse.
  • Versteckte Kalorien meiden 
    Können Sie wirklich immer einschätzen, wie viel Fett oder Zucker in einer bestimmten Mahlzeit enthalten ist? Gerade Fertiggerichte enthalten davon oft mehr als man erwartet – und die Nährwert-Angaben auf den Packungen helfen Laien kaum weiter. Um sicher zu sein, unbewusst bzw. aus Versehen nicht doch zu viel Fett oder Zucker zu sich zu nehmen, ist es sinnvoll, so oft wie möglich selbst zu kochen. Nur bei selbst zubereiteten Speisen behalten Sie den Überblick!
  • Limonaden und Alkohol meiden 
    Nach wie vor unterschätzen viele Menschen den Kaloriengehalt bestimmter Getränke. Dass Cola und andere Limonaden vor allem aus gezuckertem Wasser bestehen, ist zwar den meisten Menschen bewusst. Doch auch Säfte und Schorlen haben einen zwar natürlichen, aber dennoch beachtlichen Fruchtzuckergehalt. Und auch diese natürliche Süße liefert dem Körper reichlich Kalorien. Eine sehr energiehaltige Flüssigkeit ist im übrigen Alkohol. Nicht ohne Grund kann man ihn auch als Brenn- oder Treibstoff nutzen. Bier enthält ungefähr gleichviel Kalorien wie Cola, bei Wein ist es schon die doppelte Menge. Und bei Hochprozentigem wie Wodka müssen Sie vom fünffachen Kaloriengehalt ausgehen! Außerdem steigert Alkohol den Appetit und bremst die Fettverbrennung. Als Durstlöscher sollten daher ausschließlich Wasser und ungezuckerte Tees in Frage kommen.

Doch die Ernährung ist beim Thema Übergewicht nur eine Seite der Medaille. Denn wie viele Kalorien letztlich zu viele sind, hängt entscheidend davon ab, wie hoch Ihr täglicher Kalorienverbrauch ist. Wer sich kaum bewegt, verbrennt natürlich entsprechend weniger.

Kalorienverbrauch erhöhen

Da die meisten von uns heutzutage im Sitzen arbeiten und sich bei der Arbeit kaum körperlich anstrengen müssen, kann es schnell passieren, dass man trotz einer bewussten Ernährung mehr Kalorien zu sich nimmt als eigentlich notwendig. Diesen Überschuss lagert der Körper gern in Fettdepots ein. Dagegen hilft nur eines: Wir müssen den Kalorienverbrauch erhöhen, sei es durch regelmäßigen Sport oder durch mehr Bewegung im Alltag. Nutzen Sie dazu jede Gelegenheit für körperliche Aktivität, zum Beispiel indem Sie Aufzüge und Rolltreppen links liegen lassen sowie kleinere Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen.