: Tipps fürs Pausenbrot

Schulkinder brauchen ein Pausenbrot. Doch leider ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder einen gesunden Snack mitbekommen. Lesen Sie, wie Sie schnell und einfach ein hochwertiges und leckeres belegtes Brot zubereiten.

Damit Kinder dem Unterricht konzentriert folgen können, muss das Gehirn optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Um das während des gesamten Vormittags zu gewährleisten, ist neben dem Frühstück ein vollwertiges Pausenbrot notwendig. Und vollwertig bedeutet: Es sollte eine optimale Kombination aus hochwertigen Kohlenhydraten und Eiweißen sowie vitamin- und nährstoffreichen Snacks sein.

Die Grundlage für ein gutes Pausenbrot ist dabei ein nährstoffreiches und lang sättigendes Brot. Das gewährleisten am effektivsten Vollkornbrote. Denn die darin enthaltenen Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Kohlenhydrate von der Verdauung langsam, aber dafür stetig aufgenommen werden. Ganz anders Produkte aus Weißmehl wie Kuchen, Kekse oder Weißbrot: Die darin enthaltene Energie gelangt – ähnlich wie Zucker – sehr schnell über den Darm ins Blut. Dann steht zwar kurzfristig viel Energie zur Verfügung. Dieser Effekt verpufft jedoch schnell. Getreideprodukte aus Vollkorn machen dahingegen länger satt und verhindern so Heißhungerattacken.

Vollkorn auch fein gemahlen erlaubt

Vollkornbrot muss nicht zwingend ein „Ganzkorn“-Brot sein. Denn damit die Ballaststoffe erhalten bleiben, ist lediglich entscheidend, ob das ganze – also volle – Getreidekorn inklusive der Kleie Verwendung findet. Im Gegensatz dazu findet beim Weißmehl nur der innere Teil des Korns, also ein Auszug, Verwendung. Dieses Mehl bezeichnet man daher auch als Auszugsmehl. Vollkornbrot kann also genauso fein sein wie Weißbrot.

Genrell mögen viele Kinder es nicht, auf einzelnen Getreidekörnern herumzukauen. Brote aus fein gemahlenem Vollkorn kommen daher meist besser an.

Mit fein gemahlenem Vollkornmehl gebackenes Brot ist logischerweise dunkler als Weißbrot. Das heißt jedoch im Umkehrschluss nicht, dass alle dunkel aussehenden Brote und Brötchen tatsächlich aus Vollkornmehl gebacken sind. Gerade Brötchen wird häufig Malz zugegeben, damit sie dunkler und somit „gesünder“ wirken. Kaufen Sie daher Brot nie allein nach dem Aussehen, sondern fragen Sie den Bäcker, ob es sich um ein Vollkornprodukt handelt.

Warum Eiweiß wichtig ist

Brot allein macht noch keinen optimalen Pausensnack. Denn Gehirn und Organismus brauchen nicht nur Kohlenhydrate, um leistungsfähig zu sein. Gerade für die Denkarbeit spielt auch eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß eine wichtige Rolle. Belegen Sie also das Brot mit Käse, Wurst oder Eiern.

Was davon zum Einsatz kommt, ist im wesentlichen Geschmackssache. Zwar ist magerer Aufschnitt bzw. Aufstrich wie Geflügelwurst oder Frischkäse grundsätzlich fetthaltigen Produkten wie Leberwurst vorzuziehen. Aber nichts spricht dagegen, auch gelegentlich ein deftiges Leberwurstbrot mitzugeben, wenn das zu den Lieblingsspeisen des Sohnes oder der Tochter gehört. Denn in jedem Fall ist es wichtig, dass Kinder ihr Pausenbrot gerne essen.

Wie man Vitamine „untermogelt“

Neben gutem Brot und eiweißreichem Aufstrich gibt es noch eine weitere wichtige Zutat: frisches Gemüse bzw. Salat. Wer ein belegtes Brötchen kauft, findet dort meist auch ein Salatblatt, eine Gurke oder eine Tomate wieder. Und das hat seinen Grund: Diese Beilage sorgt nicht nur dafür, dass das Brötchen schöner aussieht. Sie sorgt auch für eine geschmackliche Abrundung. Tomaten harmonieren besonders gut mit Frisch- und Schnittkäse, Gurke verfeinert Herzhaftes wie Salami und Leberwurst, geschnittene Radieschen passen zu Putenbrust. Ein Salatblatt wiederum sorgt für eine klare Trennung zwischen Aufschnitt und Brot – und verhindert so, dass das Brot matschig wird. Zwar gibt es Kinder, die Salat nicht so gerne essen. Gerade Gurken und Tomaten sind jedoch meist recht beliebt. Hier gilt: Einfach ausprobieren und nachfragen, was geschmeckt hat!

Zusätzlich ist es sinnvoll, Gemüsesticks zum Knabbern mitzugeben. Hierfür kommen neben Möhren und Gurken auch Kohlrabi, Zucchini und Paprika in Frage. Auch frisches Obst darf natürlich nicht fehlen. Hierbei hat sich gezeigt: Ist es geschält und mundfertig geschnitten, akzeptieren es Kinder häufiger.

Was Sie vermeiden sollten

Müsliriegel und Milchschnitten sind bei Kindern beliebt. Allerdings haben diese in der Regel auch einen sehr hohen Fett- und Zuckeranteil. Auch wenn die Werbung etwas anderes nahe legt: Faktisch gleichen sie Süßigkeiten. Zwar ist gegen gelegentliches Naschen nichts einzuwenden. Ein vollwertiges Pausenbrot können die Produkte jedoch nicht ersetzen.

Und damit Kinder tatsächlich einen vollwertigen Snack erhalten, ist es wichtig, dass die Eltern diesen auch mitgeben. Keine Alternative ist es, dem Sohn oder der Tochter regelmäßig Geld mitzugeben, damit er oder sie sich beim Schulkiosk etwas für die Pause kaufen kann. Denn auch hier lehrt die Erfahrung, dass Kinder ihr Geld oft genug für Süßigkeiten anstelle des Vollkornbrötchens ausgeben.